Sonntag, 22. Mai 2016

[Rezension] Midirs Sohn von Marlies Lüer

Schottland 1862. Es ist die Nacht auf Samhain, als ein Elbenkrieger unfreiwillig auf der Erde strandet. Feuer und Steinwürfe sind sein Willkommen. Er, der weder Hunger noch Kälte je am eigenen Leib erfahren hatte, sucht Zuflucht im Wirtshaus "Zum Weißen Schwan". Der Name, ein gutes Omen? Schon einmal in seinem Leben spielte ein weißer Schwan eine wichtige Rolle. Und tatsächlich, das Wirtshaus gehört einer alten Freundin. Sie gewährt ihm Schutz. Doch es ist ausgerechnet das von ihm ersehnte Erwachen der Liebe, das dazu führt, dass er bald wieder auf der Flucht ist. Der Drache in ihm erwacht! Fluch oder Segen? Quelle
"Wie oft soll ich dir noch sagen, dass du keine albernen Geschichten erzählen sollst?" Celia duckte such, um dem Schlag mit dem nassen Handtuch zu entgehen.



Von Midirs Sohn hatte ich schon viel gehört, sodass ich sehr begeistert war, dass ich das Buch nun endlich auch selbst lesen durfte. Das Cover gefällt mir gut. Es hat trotz seiner Schlichtheit eine gewisse Anziehungskraft auf mich, die ich jedoch nicht beschreiben kann.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Ich konnte mich sehr gut in die Welt von Fearghas und Celia versetzen. Die Autorin weiß einfach, wie sie den Leser packen kann und wann eine Settingbeschreibung genug ist.

Am Anfang hatte ich das Gefühl, dass es sich hierbei gar nicht um ein Fantasybuch handelt. Ich bin in einer dunklen Welt gelandet, in der die kleine Celia nicht wirklich gut behütet wird. Nach einiger Zeit jedoch gab es eine 90 Grad Wendung und die Autorin ließ ihrer Fantasie freien Lauf.

Die Charaktere konnte mich von Anfang an überzeugen. Zum einen gibt es Celia, die ihr Rolle sowohl als Kind, als auch ältere Frau innehat. Sie ist eine sehr liebevolle und taffe Frau, die nie ihren Glauben, an eine andere Welt, voller fantastischen Wesen verloren hatte. Vor allem nicht an ihren alten Freund Fearghas. Dieser ist ein Krieger aus einer anderen Welt. Vor allem ihm mochte ich am liebsten von allen Charakteren im Buch, weil er einfach sympathisch und toll war.

Die Geschichte und die Idee des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin konnte mich so gut wie komplett an das Buch fesseln und die Spannung über halten. Lediglich im mittleren Teil hatte die Spannung einmal kurz nachgelassen, konnte aber trotzdem durch seinen informativen Teil punkten. Für mich stellte das Buch etwas ganz Anderes dar, als ich bisher gelesen hatte und ich bin gespannt auf den zweiten Teil.
Meine Bewertung
 4,8 Sterne

1 Kommentar:

  1. Liebe Anna,
    ich freu mich sehr über diese gute Bewertung.

    Wenn ich noch eine Bemerkung anfügen darf ... die, die das Wulliwusch niedlich fanden und am liebsten knuddeln möchten - denen kann geholfen werden. Man kann es als Filz-Fabeltier bestellen (schade, dass ich hier kein Foto anhängen kann). Susann Körösi auf Facebook (Irrlichtjäger) hat die Lizenz, Wulliwusche herzustellen. Mit Reitsattel und Puschelschwanz und überhaupt ... ganz herzig, wie sie das macht.

    liebe Grüße, Marlies Lüer

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