Mittwoch, 14. Februar 2018

Ein Herz für Selfpublisher #14: Andrea Ego


Heute darf ich euch Andrea Ego und ihr Bucht Im Bann des Gedankenleser vorstellen. Auch dieses Buch finde ich sehr interessant und steht auf meiner Wunschliste. Um euch direkt mal darzustellen, um was es in dem Buch geht, hier der Klappentext für euch:

Die angehende Druidin Sono flüchtet auf Geheiss ihres Lehrers mit einem verfeindeten Erdendruiden, um ihn vor geheimnisvollen Angreifern zu schützen. Doch plötzlich gerät sie selbst ins Visier eines machthungrigen Gedankenlesers, der sie manipulieren und ihre Kräfte für seine Rachepläne nutzen will. Gemeinsam mit dem Druiden macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater, der vermutlich über dieselben Fähigkeiten verfügt wie sie. Doch der Weg führt mitten in die Stadt des Gedankenlesers ...
Wird Sono es rechtzeitig schaffen, ihre Kräfte zu beherrschen? Und was wird aus ihr und dem Erdendruiden, der sie noch stärker in seinen Bann zu ziehen droht als der Gedankenleser?



Falls euch das nicht ausreicht, hat mir die Autorin ein paar tolle Zitatbilder geschickt, die sehr neugierig machen:


Bei Xobooksheaven habe ich ein spannendes Interview mit der Autorin gefunden, welches Ende letzten Jahres veröffentlicht wurden. Dort berichtet euch die Autorin, wie es mit Im Bann des Gedankenleser weitergeht und plaudert über private Dinge. Aber auch bei mir hat sie ein wenig geplaudert und sich sehr viel Mühe mit ihrem Text gegeben:

In meinem richtigen Leben bin ich eine nicht ganz typische Frau mit Ecken und Kanten, für die nichts wichtiger als ihre Familie ist. Seit einiger Zeit nimmt auch das Schreiben wieder einen größeren Stellenwert ein, sodass ich abends, wenn die Kinder schlafen, meist vor dem Laptop sitze und ein paar Zeilen schreibe. Leider vertrödle ich auch so einige Zeit im Netz, wo ich nach Bloggern suche, mit "meinen" Kontakt halte und weitere Aktionen plane.

Bisher habe ich erst "Im Bann des Gedankenlesers" veröffentlicht. Es ist ein Fantasy-Roman mit einer guten Prise Romantik und ist ein Einzelband. Am Anfang wollte ich mir selbst erst einmal zeigen, dass ich eine Geschichte auch zu Ende bringen kann. Vielleicht, aber nur ganz vielleicht, werde ich irgendwann eine zweite Geschichte mit denselben Protagonisten schreiben, die sich aber auch alleine lesen lässt. Im Moment arbeite ich an einer Fantasy-Trilogie, in die ich mehr Arbeit stecken muss als ich am Anfang dachte.

Vor Kurzem hat mich dann auch noch eine Liebesgeschichte "gebissen". Diese habe ich innerhalb von ein paar Wochen niedergeschrieben und liegt jetzt bei meiner wunderbaren Lektorin. Normalerweise ist sie keine Liebesroman-Leserin, sodass ich ganz gespannt auf ihre Rückmeldung bin. Ausserdem habe ich auch eine tolle Cover-Designerin gefunden. Bald werde ich vermutlich einen ersten Entwurf zu sehen bekommen. Ich freu mich ja schon so! Also habe ich im Moment zwei Manuskripte zum Überarbeiten und eines zur Hälfte in der Rohfassung fertig geschrieben.

Meinen Erstling habe ich übrigens vollkommen planlos geschrieben. Zwar hatte ich von einer uralten Idee einen Anfang, aber viel mehr ist davon nicht geblieben. Aber das ist auch gut so! Wenn ich von der Arbeit kam und auf dem Heimweg ein paar Minuten Zeit zum Überlegen hatte, fragte ich mich ständig, wie es weitergehen wird - ja, hier dürft ihr auch lachen und euch den Blick meines Mannes vorstellen, als ich ihm das erzählt habe.

"Im Bann des Gedankenlesers" handelt von der angehenden Druidin Sono, die im Wald einen verletzten Druiden des verfeindeten Erdenclans findet. Als geheimnisvolle Angreifer in ihr Dorf eindringen, bringt sie den Druiden zusammen mit einem ihrer Lehrer in Sicherheit. Unterwegs begegnen sie einem Gedankenleser, der Sonos Kräfte sofort sieht und sie für sich selber nutzen will. Bald schon macht er Jagd auf sie. Um mit ihren Fähigkeiten umzugehen lernen, macht Sono sich mit Ciarann auf die Suche nach ihrem Vater, doch der Weg führt sie mitten in die Stadt des Gedankenlesers. Je mehr sie erfahren, desto tiefer werden sie in die verwirrende Vergangenheit der Menschen um sie herum hineingerissen.
Für mich ist es eine Geschichte über Mut, das Vertrauen in sich selbst und in andere und darüber, dass jeder sich selbst treu bleiben sollte.

Hier kann ich noch einen Textschnipsel anbieten:
Wie erwartet, stellte sich uns die kleinere der beiden Wachen in den Weg. Ich seufzte innerlich und stellte mich darauf ein, wegzurennen.
„Name?“, keifte er.
Ciarann verneigte sich leicht, bevor ich etwas sagen konnte, und lächelte freundlich. „Werter Herr, wir kommen aus weit entfernten Landen. Meine Herrin, Freyja von Bjorg, ist im Auftrag ihres wohlhabenden Vaters auf der Suche nach zuverlässigen Handelspartnern. Ich habe gehört, Talassa verfüge über die feinsten Stoffe und die edelsten Gewürze.“ Er warf der Wache einen raschen Blick zu. „Ausserdem ist weithin bekannt, dass die Stadtwache besonders genau arbeitet, man erzählt sich viel Gutes über sie.“
Der Mann konnte ein erfreutes Lächeln nicht verbergen. Ciarann trat noch etwas näher an den Mann und bückte sich, damit er etwas leiser sprechen konnte, aber immer noch so, dass ich ihn gut verstehen konnte. „Meine Herrin nimmt es sehr persönlich, wenn sie nicht erkannt wird und am Stadttor warten muss. In ihrer Heimat wird sie verehrt und wo sie den Boden betritt, kämpfen die Leute darum, die Ersten zu sein, die ihre Fussspuren küssen dürfen.“
Er gestikulierte wild in der Luft, während sich die Augen der Wache immer mehr weiteten. Die andere Wache äugte kritisch zu uns herüber, mischte sich aber nicht ein. „Ihre Leibgarde ist immer in ihrer Nähe, ohne sichtbar zu sein. Seht, guter Mann, nicht einmal ich kann sagen, wer von all den Männern hier zu ihrer Leibwache gehört, aber seid versichert, sie ist hier, bereit zum Einsatz. Versperrt man der Herrin in ihrer Heimat den Weg, so hebt sie ihre Hand und die Leibwache verschafft ihr Zutritt. Kaltherzig, unverzüglich und erbarmungslos. Nun seid so gut, edler Mann, lasst uns passieren. Ich weiss nicht, wie lange sich meine Herrin noch gedulden mag. Ihr mit Eurer Erfahrung seht doch sicherlich auf den ersten Blick, dass meine Herrin niemandem etwas zuleide tun wird.“ Er warf mir einen kurzen Blick zu, während ich die Hand etwas hob.
Sofort trat die Wache zur Seite und stammelte: „Bitte, Herrin, bitte, tretet ein. Vergebt mir, einem unwissenden Narren.“ Seine Verbeugung war so tief, dass ich befürchtete, seine Knochen würden brechen.

Das klingt spannend oder? Ich hoffe, dass ihr neugierig geworden seid. <3


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