Freitag, 2. Februar 2018

Behind the Scenes: Drachenschwert-Trilogie von Marlies Lüer

Einer meiner Lieblingsbeiträge ist der, in dem die Autoren darüber reden, wie ihre Bücher entstanden sind. Daher freue ich mich, dass es heute einen solchen neuen Beitrag geben wird. Dieses Mal plaudert Marlies Lüer über ihre 
Drachenschwert-Trilogie, die ich euch empfehlen kann.


Marlies Lüer
Zu meinem eigenen Erstaunen existiert eine Trilogie aus drei Fantasyromanen, die unter dem Begriff „Drachenschwert-Trilogie“ zusammengefasst sind.
Eigentlich wollte ich nur eine nette, kleine Geschichte über Celia, ein Waisenkind in Schottland, schreiben. Celia, die in die Anderwelt gerät und das Abenteuer ihres Lebens hat. Ich zeigte die spontan geschriebene Geschichte meiner lieben Freundin Susi aus Österreich, und sie fragte mich, ob es denn noch mehr davon zu lesen gäbe. Es gefiele ihr sehr! Ich stutzte, nein … da war nur das kleine Mädchen, das den Elben Fearghas kennenlernt, bei seinem Versuch, ein verloren gegangenes Anderweltwesen aus der Menschenwelt heimzuholen, und Celia notgedrungen mitnimmt.

Die Frage meiner Freundin ließ mich nicht los. Gab es vielleicht doch noch mehr zu erzählen? Und je mehr ich darüber sinnierte und mich in die Anderwelt hineinfühlte, umso größer wurde meine Lust am Fabulieren. Einige Monate später schlummerte ein dicker Fantasyroman auf der Festplatte meines Computers und erwachte dann als richtiges
Buch mit einem schönen Cover, das den Feuerelben abbildete, wie er sein Drachenschwert schwang. Damals waren 3-D-gerenderte Cover eine Novität. Viel später wurde das Cover dann erneuert, weil es kritische Stimmen zu dem Cover gab, es sähe zu sehr nach „Screenshot aus einem Rollenspiel“ aus. Leider habe ich dann aus Unsicherheit heraus – ich war ja noch nicht lange Autorin – ein neues Cover in Auftrag gegeben, obwohl ich das erste sehr mochte. Vor allem auch die stimmungsvolle Rückseite, ein Abbild der Kneipe „Zum Weißen Schwan“.
Tja. Und dann ging es von vorne los. Da war dann doch noch viel mehr zu erzählen über das Schicksal des Elben und seiner Nachkommen, den „Erdsängerinnen“, Menschenfrauen, die Elben-Erbgut in sich tragen und daher gewisse Fähigkeiten haben in Bezug auf die Natur. Das wurde Band 2. Aber das Schwert, das von Fearghas höchstpersönlich geschmiedete, magische Drachenschwert – dessen Geschichte war noch nicht zu Ende erzählt und auch die des zwielichtigen Neo-Druiden nicht. Also entstand noch Band 3, „Schwertgeist“.
Ein Bindeglied zwischen Band 1 und 2 ist übrigens das „Tagebuch der Erdsängerin“, eine Art Novelle in Form von Tagebuchaufzeichnungen der ersten Erdsängerin, die den langen Zeitraum zwischen Band 1 und 2 ausfüllen und Zusammenhänge erhellen.
Die ganze Story beginnt in der viktorianischen Zeit und endet in unserer Gegenwart.



Es war für mich ein Freudenfeuer der Kreativität, die Welt von Magiyamusa, des Elben Heimat, zum Leben zu erwecken. Ich habe sogar andere damit angesteckt, eins der Wesen, das „Wulliwusch“, wurde gezeichnet und später dann von mir als gefilztes Tier in Auftrag gegeben bei der „Irrlichtjägerin“ aus Hamburg. Mein erstes Merchandising-Projekt!! Man kann das knuddelige Wulliwusch bei ihr bestellen und kaufen. Kostet 45 Euro, wenn ich mich recht erinnere. Ich nenne eins mein Eigen, und eine Leserin hat auch ein Wulliwusch bei sich zuhause. Ich glaube, ich sollte das öfter erwähnen, dass diese Möglichkeit besteht, damit die Wulliwusche endlich mal mehr Geschwister bekommen.
Die Trilogie hat in 2015 und 2016 dann auch noch kleine Sequels hervorgebracht. Zum Beispiel des Elben Geburt, und auch sein erster „Schultag“, der ziemlich deprimierend war und dramatisch endete. Der ist in einem der Silberfedern-eBooks nachzulesen, oder in einer Silberfeder-Messeausgabe. Da bin ich gerade etwas überfragt, ehrlich gesagt. Folgende Links laden nun zum Lesen für einen ersten Eindruck auf meiner Autorenwebsite ein. Im Grunde könnte ich ein Buch über die Bücher schreiben, aber alles muss ja mal ein Ende haben!
Übrigens bekommt die Trilogie dieses Jahr ein komplett neues Gewand. Da die Bücher ungeplant nach und nach entstanden sind, ist nicht auf Anhieb ersichtlich, dass sie zusammengehören. Daher neue Cover mit einem durchgängigen Konzept. Lasst euch überraschen!

Midir, Sohn der Götter Danu und Dagda
Wenn Gedanken Gestalt annehmen 

Fearghas über sich und seine Heimat Magiyamusa

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