Dienstag, 2. Januar 2018

[Rezension] Exoplanet: Mission Kepler-438b von Armin Weber


Exoplanet: Mission Kepler-438b l Armin Weber l Science-Fiction l 313 Seiten l Band 1 l Kaufen *Werbung 


Klappentext:
Im Jahr 2105 regiert auf der Erde eine Computer-Diktatur, die weltweit unter dem Namen Nummer 2 bekannt ist. Mit 100 Millionen Kampfrobotern herrscht sie über die letzten Reste der Menschheit, die auf der Erde nur noch für kurze Zeit geduldet sind. Nummer 2 legt daher ein Programm auf, das die baldige Entvölkerung der Erde zum Ziel hat. 
Unter anderem wird deshalb auf dem Saturnmond Titan die erste Teleportation eines Menschen vorbereitet. Ziel der Mission: Ein erdähnlicher Exoplanet mit der Bezeichnung Kepler 438-b. Wenn alles nach Plan läuft, soll dort bald eine menschliche Kolonie gegründet werden. 
Auf Titans Forschungsstation Apache One arbeitet der Informatiker John Satcher zusammen mit dem US-Marine William Leery verdeckt gegen Nummer 2. Sie tritt dort auf in Form von Robotern und bedeutet für die Männer eine ständige Gefahr. Sie entscheidet auch, wer nach Kepler 438-b teleportiert werden soll. 
Unter dem Befehl von Nummer 2 wird ein Mann aus der fünfköpfigen Crew zur Teleportation gezwungen. Doch diese verläuft ganz anders als erwartet. Was die Männer dabei erleben, gerät zur größten Gefahr – aber auch zur erhebensten Erfahrung ihres Lebens ... 

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Doch dieses Wesen war reglos wie ein gesättigtes Krokodil; man hätte meinen können, es könnte noch tagelang so ausharren. Schlief es mit offenen Augen? War es sich selbst bewusst oder nicht?
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Habt ihr euch schon einmal vorgestellt, wie es in einigen Jahrzehnten auf der Erde aussieht? Das beschreibt der Autor zwar nicht direkt, aber bei ihm herrschen die Computer und somit die künstliche Intelligenz über die Erde. Ihr glaubt das funktioniert nicht? Seid euch da mal nicht so sicher. Das Buch spielt allerdings nicht auf der Erde, sondern im Weltraum. Genau genommen auf dem Saturnmond Titan. Allerdings kann man auf diesen nur innerhalb eines speziellen Gebäudes überleben.

Mir hat der Schreibstil des Autors gut gefallen. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen, die Charaktere waren gut beschrieben und alles war flüssig zu lesen. Ich hätte mir ein paar mehr Beschreibung von der Erde gewünscht, aber das ist eher nebensächlich. Seine geschaffenen Charaktere waren sehr interessant. Sie verkörpern verschiedene Menschenbilder, sodass Gut und Böse nicht weit auseinanderliegen. Von vielen erfuhr ich einiges aus der Vergangenheit, von anderen eher weniger. Jedoch gibt es nicht nur Menschen, sondern auch Roboter, die durch die künstliche Intelligenz zum größten Teil selbst agieren, aber auch gleichzeitig auf Nummer 2, die Computer-Diktatorin, hören.

Mir hat das Setting gut gefallen, auch wenn es eher trist ist. Aber was erwartet man von einer Forschungsstation weit entfernt der Erde? Auch die Idee hat mir gut gefallen, auch wenn sie am Anfang für mich nicht greifbar war. So genau kann ich euch das nicht beschreiben, ohne zu spoilern. Aber glaubt mir, die Teleportation, wie im Klappentext beschrieben, verläuft wahrlich anders als gedacht, sodass das eher ruhige und geordnete Leben auf Titan gehörig durchgewirbelt wird und einige Kämpfe stattfinden. 

Spannungsmäßig war es teils etwas schwankend. Vieles war sehr spannend, anderes etwas schleppend und doch hat für mich die Spannung überwogen. Für mich war bis zum Ende nicht transparent, wie der erste Teil ausgehen wird und welche Absichten die Charaktere verfolgen. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil, der bereits erschienen ist.

Fazit
Mit seinem Auftakt konnte mich der Autor überzeugen. Er ist größten Teils spannend, aber viel mehr interessant zu lesen. Die Charaktere sind vielfältig und gut gestaltet, sodass ich sie gerne begleitet habe. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil.





Kommentare:

  1. Hi Anna,
    ich wünsche dir ein frohes Neues und alles Gute für 2018!

    Hab grad in meinem Blogroll deine Rezi entdeckt,da musste ich doch mal schnell zu dir rüber hüpfen. :)
    Ich habe dies Buch schon letztes Jahr gelesen und fand es auch echt interessant und spannend.
    Vor allem fand ich gut, das in der Geschichte nicht so viel "Technik-Krams" war, wie es sehr oft in Sci-Fi vorkommt. Auch war die Idee auch mal eine Andere und alles schön mit viel Kopfkino geschrieben.
    Und soooooo abwegig finde ich die Sache mit "Nummer 2" gar nicht - ich kann mir gut vorstellen, das es eines Tages tatsächlich so sein kann. Wer weiß was die Mennschheit noch alles erfindet....

    Ich bin gerade beim 2. Teil bei und auch der gefällt mir gut. Die Geschichte geht praktisch nahtlos weiter. Auch wieder eine gute Mischung zwischen interessante andere Welt und Spannung in der Handlung.

    Ich wünsch dir schonmal viel Spaß und Unterhaltung mit Teil 2!

    Liebe Grüße,
    Su

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    1. Ja ging mir auch so. Ich versteh technikmäßig relativ viel, aber manchmal ist es einfach zu viel Technikkram, den man dann doch nicht versteht. Ich fand es auch echt toll, dass das Buch ohne auskam und sich viel mehr auf andere Dinge fokussiert hatte. Dann wünsche ich dir sehr viel Spaß beim zweiten Teil. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. :)

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