Sonntag, 28. Januar 2018

[Rezension] Enneleyn und der Nordmann von Anke Bergmann


Enneleyn und der Nordmann l Anke Bergmann l Historischer Liebesroman l Einzelband l 250 Seiten l Kaufen* Werbung


Klappentext
Feindliche Dänen überfallen Enneleyns Dorf und hinterlassen nur Zerstörung. Mit einem Mal verliert die junge Frau alles: ihr Dorf, ihre Familie und ihre Zukunft. Um zu überleben, bleibt ihr keine andere Wahl, als den heimatlichen Fjord zu verlassen ... Nach tagelanger Flucht durch die dichten Nordwälder trifft Enneleyn auf einen fremden Stamm, der sie aus ihrer Not rettet. Und weil die junge Frau Heilerin ist, heißt das Stammesoberhaupt sie als wertvollen Zuwachs willkommen. Doch der Preis, sie als Stammesangehörige aufzunehmen, ist hoch: Die Heirat mit einem Krieger, dessen Herz jedoch bereits einer anderen Frau gehört. Doch so soll es nicht kommen: Die Nornen verspinnen Enneleyns Schicksal von Tag zu Tag enger mit dem eines ganz anderen Mannes, der ihr Leben vollkommen ändern wird ...

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Wie zur Bestätigung öffnet die Kreatur ihre Augen. Für einen kurzen Moment erhascht sie den Blick auf ein trauriges Gesicht, bevor Enneleyn im nächsten Moment von zornigen Augen durchbohrt zu werden schien. [...] Es war unverkennbar ein Mann, welcher da vor ihr auf Händen und Knien hockte und sich scheinbar versuchte zu strecken, was die zu kurzen Ketten aber verhinderten. 
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 Gleich zu Beginn muss ich sagen, dass ich nicht auf dem Schirm hatte, dass es sich um einen historischen Liebesroman handelt. Ich wusste, dass es ein historischer Roman sein soll, aber das Wort Liebe ist bei mir untergegangen, was aber nicht weiter schlimm ist. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der mich in die mittelalterliche nordische Welt entführt hat. Da sie sehr bildlich schreibt, hatte ich keine Probleme damit, mir alles gut vorstellen zu können. So konnte ich mich gut auf die Geschichte einlassen.

Es gibt zwei Handlungssträngen, den ich folgen durfte. Zum einen Enneleyn, eine junge Frau, die wegen einem Überfall auf ihr Dorf flüchten musste. Enneleyn war mir sympathisch, allerdings konnte ich an manchen Stellen ihre Handlungen bzw. Gefühle nicht folgen sowie verstehen. Beispielsweise spricht Enneleyn von der großen Liebe, fühlt sich aber auch zu jemand anderen hingezogen. Das Verhalten ist für mich paradox und nicht ganz nachvollziehbar. Ansonsten ist Enneleyn für mich ein sehr stimmiger Charakter, den ich gerne begleitet habe. Mein Lieblingscharakter ist allerdings der Sklave Snorri. Mir ist bewusst, dass es sich hierbei um einen nordischen Namen handelt, allerdings musste ich leider gerade am Anfang ein wenig an Gollum aus Herr der Ringe denken. Denn Snorris Gedanken und Selbstgespräche klangen doch sehr nach ihm. Aber er ist ein wirklich sehr spannender und interessanter Charakter. Zudem ist er sehr sympathisch und liebevoll, was mir sehr gut gefallen hat.

Die Idee an sich ist vom Ablauf sicherlich nichts Neues. Liebesgeschichten gibt es viele. Aber die Geschichte zwischen Sklaven und "Herrin" sicherlich nicht. Es gab für mich kleine Ungereimtheiten, wie z. B., dass Enneleyn Snorris Geruch nicht stört. Das ist etwas, was ich mir leider nicht vorstellen kann. Ansonsten hat es mir aber wirklich gut gefallen. Die Autorin lässt die Liebe langsam keimen, bis sie zu etwas Großem wird. Das finde ich sehr gelungen und spannend zu lesen. Spannungsmäßig ist es eher sanft. Da hier der Fokus eher auf die Liebe, anstatt auf große Abenteuer oder Kämpfe gelegt wurde, belief sich die Spannung auf die Beziehung zwischen Enneleyn und Snorri, sodass ich trotzdem mitfiebern konnte. Mir hat die Geschichte gefallen und ich kann sie euch empfehlen.

Fazit
Das Genre Historischer Liebesroman trifft das Buch ganz gut. Die Liebe nimmt einen großen Teil ein und beschreibt eine Liebe, die es an sich so nicht geben durfte. Die Charaktere haben mir gut gefallen. Ebenso die Geschichte, sodass ich das Buch gerne gelesen habe.




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