Freitag, 8. Dezember 2017

Adventskalender Tag 8

Könnt ihr euch noch daran erinnern, dass ich letzten Monat das Relikt der Fladrea rezensiert habe? Genau um diesen Autor geht es heute: Dominik Schmeller

Der Zauber dieser stillen Zeit fängt sich im Kerzenschein.
Auf Tannenzweig und grünem Kranz, umwirbt er uns im Flammentanz und zieht mit weihnachtlichem Glanz in unsre Herzen ein.
Anika Menger


Lieber Dominik,
das Relikt der Fladrea ist dein erstes Verlagsbuch. Gab es für dich damals auch die Option das Buch als Selfpublisher zu veröffentlichen oder war dir direkt klar, dass es zu einem Verlag soll?
An sich ist das Relikt der Fladrea schon mein drittes Buch bei einem Verlag. 2015 erschien "vita aeterna" von mir im NullPapierVerlag und der Kurzroman "Chastels Geheimnis" im Leserattenverlag, beide aber lediglich als Ebook. Das Relikt der Fladrea ist also in der Tat mein erstes Printbuch, das in einem Verlag erschien. Als ich die Idee zu der Geschichte 2012 ausbaute, besaß der Selbstverlag noch ein gewisses "Gschmäckle". Außerdem habe ich davor schon ein bisschen mit Selbstverlag experimentiert und war nicht zufrieden mit der Reichweite. Bei dem Relikt der Fladrea war es mir sehr wichtig, möglichst viele Leser damit zu begeistern. Deshalb kam dafür nur ein Verlag für mich in Frage.


Kannst du dir trotzdem vorstellen, dass du irgendwann ein Buch noch einmal selbst herausbringst? Also, wenn mehr Leser auf deine Bücher aufmerksam geworden sind?
Im Moment bin ich sehr glücklich als Verlagsautor. Aber man soll ja nie etwas ausschließen. Und tatsächlich gibt es da ein kleines Projekt, das ich mit einem Kollegen plane und das wahrscheinlich im Selbstverlag rauskommen wird. Aber da wird noch nichts drüber verraten.

Ach das ist ja fies. Dabei brenne ich darauf mehr zu erfahren. Dann gehen wir noch mal zu Fladrea zurück. Da ich das Buch selbst gelesen habe, würde ich natürlich gerne wissen, wie dir die Idee des Buches kam.
Die erste Idee, die ich hatte, war ein Bild von einer jungen Frau und einem jungen Mann, die zusammen durch einen herbstlichen Wald marschierten, um ein verborgenes Gemäuer zu finden. Dieses Bild habe ich dann Schritt für Schritt weiter ausgebaut. Zum Beispiel musste ich die Frage beantworten, wem denn dieses verlassene Gemäuer mitten im Wald gehörte? Da waren die mysteriösen Fladrea geboren, das Volk das vor langer Zeit dieses Land verlassen hatte. Da ich das junge Mädchen, Larima, schon hatte, kannte ich jetzt auch ihre Aufgabe im Buch: Dieses verschollene Volk zu finden. So fing alles an.

Ein sehr interessanter Gedankengang. Das heißt, dass deine Geschichte durch eine kleine Idee bzw. ein kleines Bild entstehen und du dann nach und nach die Geschichte darum webst?
Das ist tatsächlich meistens so. Bei den Fladrea war dieses Bild aber am intensivsten bisher. Oft habe ich auch die Idee einer bestimmten Situation oder Figur, die mich zu einer Geschichte reizt. Bei vita aeterna war es sogar das gesamte Ensemble der Hauptcharaktere. Eine Art Reise-/Abenteuergruppe, die durch ein Ereignis auseinandergerissen wird.

Das klingt vielversprechend und ich bin schon sehr gespannt, was uns in Zukunft von dir erwartet. Gibt es noch etwas, was du gerne erzählen möchtest?
Das schöne am Autoren-Dasein ist sicherlich die Abwechslung. Im Moment stecke ich zwar mitten in der Überarbeitung des zweiten Teils der Fladrea-Saga, die den Arbeitstitel "Der Hüter der Fladrea" trägt, doch ich bastele zugleich auch an meinem anderen Projekt, das ich mit meinem Kollegen auf die Beine stelle. Dazu kommt dann die Planung für die Buchmesse Leipzig nächstes Jahr, auf der mich mein Verlag auch gerne sehen würde.
Es wird also niemals langweilig.
Eine ganz besondere Sache aber, in die ich im Moment auch viel Zeit für die Organisation stecke, ist mein Herzensprojekt: Der Drachenzirkel (facebook.de/drachenzirkel)
Dafür lade ich jeden Monat einen anderen Fantasy-Autor nach München ein, der sein Werk in einer Lesung vorstellt und mit den Gästen über seine Geschichten diskutieren kann.
Die erste Lesung wird am 6. Januar 2018 stattfinden und ich freue mich riesig darauf.

Das hört sich wahnsinnig spannend an und ich kann mir vorstellen, dass es einige Leser und Autoren anlocken wird. Vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast und weiterhin viel Erfolg.
Vielen Dank für das Interview! Ich wünsche dir weiterhin schöne Lesestunde und viel Freude in weit entfernten, phantastischen Welten.

Weitere Links zum Autor:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen