Dienstag, 10. Oktober 2017

[Rezension] Vakouja Ränkespiele von Irina Grabow

Titel: Vakouja Ränkespiele
Autorin: Irina Grabow
Verlag: Lysandra Books Verlag
Genre: Fantasy
Reihe: Band 1
Kaufen: Amazon*(Werbung), Thalia, Verlag

Klappentext
Der junge Fischer Lian liebt sein einfaches Leben. Doch dann wird ihm eine zufällige Begegnung mit Zaron, dem König des Baruwenreiches, zum Verhängnis: Dieser entpuppt sich als grausamer Ränkeschmied, der ihn in seine Gefolgschaft zwingt und undurchsichtige Pläne verfolgt. Als Lian im Flad-Reich magische Kräuter für Zarons geheime Experimente schneiden soll, macht er Bekanntschaft mit den Mystikums - ungebändigten Kreaturen, denen herkömmliche Waffen nichts anhaben können. Bald kommt es zu Unruhen im Baruwenreich und Lian beginnt, die Ränke des Königs mit anderen Augen zu sehen. Sein Weg zur wahren Geschichte Vidars führt ihn mitten hinein in Zarons Fehde mit Neida, der Herrin des Lichts. Und zu einer verbotenen Liebe.
Ränkespiele ist der Auftakt zu einer Fantasy-Trilogie rund um die mittelalterliche Welt Vidar, in der einst Menschen, Grelven, Mystikums und Drachen einträchtig miteinander lebten. Doch der Friede wurde vor langer Zeit durch den Herrschaftsanspruch Einzelner zerstört. Mit dem Auftauchen der Vakouja steht Vidar kurz vor dem Untergang - wenn nicht jemand die Balance wiederherstellt. Welche Rolle spielt Lian in diesem fragilen Machtgefüge? Quelle*(Werbung)

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Die Qualen mussten für dich so unermesslich sein, dass alles Menschliche in dir sterben konnte, bis du nur noch aus Hass und Zorn bestandest. 
[Irina Grabow, Vakouja Ränkespiele, Seite 440]
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Das Cover hat mich sofort angesprochen. Ich liebe die Farbe Blau und das Cover sieht gleichermaßen schön, wie auch schaurig aus. Auch der Klappentext verspricht einiges, denn es kommen doch einige unbekannte Wörter vor und ich frage mich, was es mit ihnen auf sich hat. Die Autorin hat einen guten Schreibstil, der mich in eine dunkle mittelalterliche Welt entführt hat, in der einige Wesen ihr Unwesen treiben.

Die Charaktere waren für mich okay. Lian mochte ich sehr gerne, auch wenn ich ihn teilweise als Charakter zu flach empfand. Mir hat bei ihm gerade anfangs ein wenig Tiefe gefehlt, die aber im Verlauf wesentlich besser wurde. Zaron verkörpert genau den König, den man eigentlich nicht haben möchte. Nur auf sich selbst bedacht und ein falsches Wort und dein Kopf ist ab. Ihn mochte ich nicht wirklich gerne und ich denke, dass das so von der Autorin beabsichtigt war. Irgendeinen Charakter muss man auch nicht abhaben können. Leider erging es mir mit Zarons Bruder ähnlich. Er hat ähnliche Züge, jedoch auch Neigungen, die über das Ziel hinausschießen. Versteht mich bitte nicht falsch, ich habe absolut nichts gegen homosexuelle Beziehungen, ich lese die Bücher sogar sehr gerne, aber ich empfand die "Liebesgeschichte" hier teilweise zu viel. Sie passte nicht richtig in das Buch hinein, auch wenn es einige Handlungen seitens Lian erklärt, die er vielleicht ohne diesen nicht getan hätte. Aber mich nervte sie ehrlich gesagt ein wenig.

Die Idee hinter dem Buch hat mir wirklich gut gefallen und sie hat auf jeden Fall Potential. Allerdings wurde in meinen Augen das Potential nicht vollständig ausgeschöpft. Es gab wirklich viele gute und spannende Stellen, aber manchmal musste ich den Kopf schütteln. Ich hätte es schöner gefunden, wenn die Autorin sich auf eine Situation fokussiert hätte und das Setting nicht so oft gesprungen wäre. Das stellte für mich teilweise einen Bruch da und ich muss gestehen, dass ich nicht wusste, wo mich das hinführen soll. Auch die Fantasyelemente haben für mich anfangs gefehlt. werden diese doch groß im Klappentext angekündigt. Sie fanden erst im Verlauf ihren Weg ins Buch. Ich hätte hier mir mehr Tiefe gewünscht.

Mein Fazit
Obwohl ich einige Kritikpunkte an das Buch und die Handlung habe, habe ich es trotzdem, bis auf kleine Ausnahmen, gerne gelesen. Ich denke, dass es auf jeden Fall noch viel Potential gibt, das die Autorin ausschöpfen kann und bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird.


Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar.


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