Freitag, 30. Juni 2017

[Geburtstagsmonat] Monja Schneider - Das Gewinnspiel

Ich habe einige Male meine »Liste noch zu schreibender Bücher« erwähnt.

In einem davon, einem Krimi, in dem sich der Kommissar verliebt, (wie gesagt, meine Protagonisten sind sehr verliebwillig), spielt diese hübsche Fuchsstute eine Rolle.

Nun ist eure Phantasie gefragt: Was glaubt ihr, wie könnte diese Rolle aussehen? Erzählt uns davon in den Kommentaren.

Zu gewinnen gibt es 3 x ein Ebook nach Wahl.



Schreibt einfach in euren Beitrag, welchen meiner Protagonisten ihr gerne näher kennenlernen würdet. Wenn ihr wollt, mit Begründung.



(Bildquelle: Pixabay)

[Geburtstagsmonat] Monja Schneider - Zu Besuch bei meinen Protagonisten

Ich stehe vor einem hohen schmiedeeisernen Tor. Die Spitzen sind vergoldet. Eine Mauer umgibt das Grundstück. Durch die Stäbe des Tores kann ich einen Garten erblicken, ein gepflasterter Weg, eine breite Treppe, die zum Eingang eines Palazzos führt. Vor dem Tor muss ich erst einmal zu Atem kommen. Der Weg den Hügel hinauf war anstrengend, wenn auch schön gelegen, gesäumt von Pinien und Zypressen. Tief atme ich ein. Dieser Duft … Ich wende mich um und blicke zurück.  Die Stadt liegt mir zu Füßen. Im Hafen liegen die Schiffe friedlich in der Sonne. Die Segel sind eingeholt. Ruderboote fahren zwischen den Lagern und den Handelsschiffen hin und her und löschen die Ladung. Der Lärm im Hafen war ohrenbetäubend, als ich angekommen bin. All die schreienden und fluchenden Matrosen und Hafenarbeiter. Doch hier oben ist es still, ungewohnt still für jemand, der aus der modernen Welt in die Renaissance gereist ist. All die Hintergrundgeräusche, die wir schon gar nicht mehr wahrnehmen, Flugzeuge, stark befahrene Autostraßen. Hier höre ich nur den Gesang der Vögel. Und Schritte hinter mir. Ich zucke zusammen und wende mich um. Ein älterer Mann steht am Tor.
»Kann ich helfen, meine Dame?« Ein Lächeln huscht über mein Gesicht. Ich habe ihn noch nie gesehen, aber ich erkenne ihn sofort.
»Marco?«
»Gewiss, meine Dame!«
»Ich habe ein Treffen mit Principe Gabrielli vereinbart.«
»Ah – der Principe erwartet Euch.« Marco, der alte, treue Majordomus, öffnet das Tor und lässt mich ein.



[Geburtstagsmonat] Monja Schneider - Wie »Principessa« entstand


Dazu muss ich ein wenig weiter ausholen


Mitspieler:
Innere Stimme Typ Engelchen – TE
Innere Stimme Typ Teufelchen - TT



Oktober 2011:

Die nicht ganz so bekannte Autorin Monja Schneider hat nach ihrem dreijährigen Studium an der Hamburger Akademie für Fernstudien (Schule des Schreibens) schon einige Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlichen können.

Im Moment leidet sie an einer akuten Schreibblockade. Ihre Muse hat sie verlassen.


TE: Du hast doch bisher mit Wettbewerben immer Glück gehabt und wurdest motiviert. Schau doch mal wieder.


Also gut, sie schaut. Und findet tatsächlich etwas. »Grimms Märchen neu erzählt« Eine Ausschreibung des Machandel-Verlages. Länge: Alles erlaubt


TE: Prima, das macht Spaß, ich habe auch schon einige Ideen.
TT: Das schaffst du doch eh nicht, hast du schon mal auf das Abgabedatum geschaut? 30.12.!
TE: Versuche es doch – du hast doch immer schon wissen wollen, was eigentlich die Brüder der Schwester von den sieben Raben all die Jahre im gläsernen Berg gemacht haben.
Das wäre doch ein netter Ansatz.
TT: Vergiss es! Die Idee ist zu umfangreich für eine Kurzgeschichte. Und einen Roman hast du doch so gut wie nie zu Ende gebracht. Vor allem nicht in der kurzen Zeit.
TE: Da war doch in der letzten TextArt (Zeitschrift für Autoren) ein Artikel über diesen NaNoWriMo. National Novel Writing Month. Der findet jedes Jahr im November statt und es geht darum, innerhalb von 30 Tagen einen Roman von 50.000 Worten zu schreiben. Und das Ganze in Gemeinschaft mit anderen, durch ein Internet-Forum und mithilfe einer Webseite, auf der man täglich seine Wortzahl eintragen kann. Motivationsmails gibt es auch.
TT: *grummel*
TE: Wir versuchen es jetzt einfach – wir können das im November schreiben und schauen, wie weit wir kommen. Wir müssen ja sowieso nur die ersten 15 Seiten einreichen, die können wir im Dezember locker korrigieren.


[Geburtstagsmonat] Monja Schneider - Vorstellung und Interview

Vielen Dank, dass ich an Deiner Geburtstagsfeier teilnehmen darf, liebe Anna! Gerne beantworte ich Dir einige Fragen.
Zuerst einmal ein paar »Eckdaten«
Ich bin Jahrgang 1971 und lebe mit zwei Katzen, zwei Katern und zur Zeit zwei Meerschweinchen etwa 10 km nördlich von Heidelberg an der badischen Bergstraße. Das Geld für Katzenfutter verdiene ich als Verwaltungsangestellte.

Eine kurze Übersicht über meine Bücher:
Rabenschwester
Eine couragierte Prinzessin und sieben verwunschene Brüder, die sie erlösen muss – das Märchen von den sieben Raben einmal anders

Lieber Rotwein als tot sein
Ein historischer Krimi-Ebook-Shorty um einen aufrechten Grafen, seinen Frauen liebenden Bruder und dunklen Machenschaften zwischen Fürsten und Kaufleuten.

Principessa
Ein junger Fürst erschleicht sich das Vertrauen eines Gangsterbosses – und verliebt sich in dessen Tochter. Aber ist sie die Richtige für ihn? Mantel- und Degen meets H.C. Andersen

[Rezension] Göttin der Dunkelheit von Anke Unger

**Eine berauschende Welt voller Götter, Magie und Intrigen**
Als Priesterin im Tempel des Lichts dient die temperamentvolle Magierin Areshva ihrer Göttin von ganzem Herzen. Doch dann nehmen düstere Mächte das Land ein und verdrängen die Kräfte des Guten. Areshva sieht nur einen Ausweg, um ihrer Göttin zu helfen: Sie muss sich mit der Dunkelheit verbünden. Nur so kann sie die Zauberkraft erlangen, die sie im Kampf brauchen wird. Doch die Dunkelheit ist ein Pfad voller gefährlicher Versuchungen…  
Dunkle Götter, eine verbotene Magie und die Versuchung der Liebe verstricken die Magierin Areshva in ein mitreißendes Handlungsnetz, dem sich der Leser absolut nicht entziehen kann. Anke Unger überträgt uralte Ängste des Menschen auf eine faszinierende Fantasywelt voller Legenden.  Quelle


Unser Tempel wird nicht brennen, versuchte Areshva sich einzureden. Es ist nur ein Traum.

Donnerstag, 29. Juni 2017

[Geburtstagsmonat] Christiane Lind - Das Gewinnspiel


Gewinnen könnt ihr eins der drei buchverwandten Geschenke:
-      Blumensamen „Rote Silbereiche“, die in Queensland wächst
-      Blankbook mit dem Cover von „Im Land des ewigen Frühlings“
-      Überraschungsgeschenk zu „So weit uns Träume tragen“ – es hat mit dem Meer zu tun





Was müsst ihr dafür tun?

Gebt der Autorenseite von Christiane Lind und meiner Seite ein Like und beantwortet folgende Frage: Welches Land findet ihr am spannendsten?



Teilnahmebedingungen:
- Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab 18 Jahren möglich. Andernfalls ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis der Erziehungs-/Sorgeberechtigten möglich....
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
- Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
- Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
- Die Gewinnerin / der Gewinner ist damit einverstanden, öffentlich genannt zu werden.
- Ihr müsst meiner Seite folgen.
- Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
- Mir eurem Kommentar stimmt ihr ein, dass eure Adresse an die Autorin weitergeleitet wird.
- Das Gewinnspiel endet am 15.07.2017 um 23:49 Uhr.

[Geburtstagsmonat] Christiane Lind - Vorstellung Träume


Zum Schluss des Tages möchte ich euch mein aktuelles Buch vorstellen, das eine Geschichte erzählt, die mich schon lange fasziniert und begleitet: die der ersten und letzten Fahrt der Titanic – und all der Hoffnungen, Wünsche und Träume, die diese Fahrt begleiteten.



[Geburtstagsmonat] Christiane Lind - Autorinvorstellung


Christiane Lind hat sich immer schon Geschichten ausgedacht, die sie ihren Freundinnen erzählte, aber nur selten zu Papier brachte. Erst zur Jahrtausendwende erinnerte sie sich daran und begann Kurzgeschichten zu schreiben. Inzwischen hat sie unter den Pseudonymen Romane bei den Verlagen Rowohlt, Thienemann, Droemer, Aufbau und Amazon Publishing veröffentlicht. Seit 2016 publiziert sie Geschichten im Selbstverlag – als Christiane Lind und Carolyn Lucas.

Beim Schreiben begibt sich Christiane am liebsten auf die Spur von Familien und deren Geheimnissen, sei es im Mittelalter, dem 20. Jahrhundert oder auf anderen Kontinenten. Nach Zwischenstationen in Göttingen, Gelsenkirchen und Bremen teilt sie heute in Kassel eine Wohnung mit unzähligen und ungezählten Büchern, einem Ehemann und vier Katern. Die Samtpfoten erwarten von Christiane, dass mindestens eine Katze in ihren Geschichten vorkommt, was inzwischen ihr Markenzeichen ist.

Internetseite: www.christianelind.de



[Geburtstagsmonat] Christiane Lind - Vorstellung Akazie und Frühling

Heute geht es mit Chris Lind weiter. Über ihre Bücher bin ich schon das ein oder andere Mal gestolpert. Kennt ihr schon Bücher von ihr?

Chris Lind
Liebe Leserinnen,
ich freue mich, dass ich den heutigen Tag gestalten darf und springe gleich ins kalte Wasser und stelle euch meine beiden Romane „Im Schatten der goldenen Akazie“ und „Im Land des ewigen Frühlings“ vor.
Es gibt nichts Spannenderes als Familiengeheimnisse?
Oh doch, und zwar Familiengeheimnisse in exotischen Ländern. Daher führten mich meine beiden Geschichten nach Australien und Guatemala.


Im Schatten der goldenen Akazie
Wohin würdest du flüchten, wenn dich die beiden Menschen verraten, die du liebst?
„Bin ich verrückt?“, fragt sich Franziska, als sie Hals über Kopf beschließt, nach Australien zu fliegen. Nur wenige Stunden vorher hat sie ihren Freund bei seinem Seitensprung ertappt – mit ihrer Schwester, in der gemeinsamen Wohnung. Tief verletzt will Franziska nur noch eins: weg von hier, so schnell wie möglich.
Doch wohin? Da gab es diesen Brief einer unbekannten Tante aus Brisbane, die ihre deutschen Verwandten kennenlernen möchte.
Das nimmt Franziska als Wink des Schicksals und macht sich auf den Weg ans andere Ende der Welt.
Was als Flucht vor der Enttäuschung beginnt, wird eine Reise in ein neues Leben. Franziska trifft ihre Großtante Ella, die dem Geheimnis der Wagner-Schwestern Ende des 19. Jahrhunderts auf der Spur ist.
Nach dem tragischen Tod ihrer Mutter haben die besonnene Victoria und die leidenschaftliche Catherine nur einander. Nichts scheint die Schwestern trennen zu können, bis der Opalschürfer Luke in ihr Leben tritt.
Vor der traumhaften Kulisse Queenslands entfaltet sich eine dramatische Familiengeschichte über mehrere Generationen.
Die zweite Geschichte führt ans andere Ende der Welt, nach Mittelamerika. Warum ausgerechnet Guatemala? – bin ich oft gefragt worden. Könnt ihr euch ein spannenderes Land vorstellen?

Mittwoch, 28. Juni 2017

[Geburtstagsmonat] Elvira Zeißler - Das Gewinnspiel


Ich hoffe, dass euch der heutige Tag gefallen hat. Die Zeit die rennt wie verrückt und es stehen nur noch 10 Autoren in den Startlöchern. Mir hat es bisher riesigen Spaß gemacht, aber ich muss auch gestehen, dass es sehr anstrengend für mich ist. :D

Das Gewinnspiel
Gewinnen könnt ihr 1 Hardcover-Notitzblock „Der Fluch der Loreley“ + Goodieset (Foto)


Was müsst ihr dafür tun?
Gebt der Autorenseite von Elvira Zeißler und meiner Seite ein Like und beantwortet folgende Frage: Wie heißt der Junge, dem Cara im Park begegnet?
(Antwort verbirgt sich in der Leseprobe)
Ich wünsche Euch viel Glück und würde mich sehr freuen, Euch ab 1. Juli bei meiner großen Jubiläums- und BookRelease-Party wiederzusehen <3


Teilnahmebedingungen:
- Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab 18 Jahren möglich. Andernfalls ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich....
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
- Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
- Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
- Der Gewinner ist damit einverstanden öffentlich genannt zu werden.
- Ihr müsst meiner Seite folgen.
- Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
- Mir eurem Kommentar stimmt ihr ein, dass eure Adresse an die Autorin weitergeleitet wird.
- Das Gewinnspiel endet am 15.07.2017 um 23:49 Uhr. 

[Geburtstagsmonat] Elvira Zeißler/ Ellen McCoy


Seit ich ein kleines Mädchen war, hat mich das Gedicht von Heinrich Heine unglaublich fasziniert. Die Bilder, die die Worte in meinem Kopf heraufbeschworen haben, waren einfach magisch. Mein Vater hatte mir das Gedicht so oft vorgesagt, bis ich es selbst mitsprechen konnte.

Und ihr wisst Ihr was? Meine 6-jährige Tochter kann es inzwischen auch ganz auswendig <3
Falls irgendjemand von Euch nicht weiß, wovon ich gerade spreche, hier geht’s zum Text :)




Wie sieht es bei Euch aus? Habt Ihr irgendwelche Lieblingsgedichte, Lieder oder Geschichten, die Euch auf ganz besondere Weise berühren und Euch vielleicht sogar ein Leben lang begleiten?

[Geburtstagsmonat] Elvira Zeißler/ Ellen McCoy - Der Fluch der Loreley

Heute darf ich Euch – quasi als ersten – mein in Kürze erscheinendes Buch vorstellen. Es ist ein spannender und gefühlvoller Jugendliebesroman rund um die mystische Legende der Loreley.


Im letzten Schuljahr treten gleich zwei Jungs in Caras bis dahin eher ruhiges Leben. Der charmante, zuvorkommende, fast perfekt scheinende Erik und Christian, der mit seinen langen blonden Haaren, blauen Augen und seiner atemberaubenden Stimme alle Mädchen in den Bann zieht. 
Alle außer Cara. Und aus irgendeinem Grund sucht er ausgerechnet ihre Nähe.
Aber gilt sein Interesse wirklich ihr, oder der Tatsache, dass sie anders ist?
Allen Zweifeln und Geheimnissen zum Trotz fühlt sich Cara immer stärker zu Christian hingezogen. Doch auf ihm lastet ein uralter Fluch ...



Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe ;)

[Geburtstagsmonat] Elvira Zeißler/ Ellen McCoy - Vorstellung

Heute möchte euch sich Elvira Zeißler vorstellen, die bestimmt einige von euch auch unter Ellen McCoy kennen. Ich wünsche euch viel Spaß. :)



Guten Morgen :)
Ich freue mich sehr, dass auch ich mich Euch im Rahmen der Geburtstagsfeier von Magische Momente in der kleinen Bücherwelt kurz vorstellen darf.
Mein Name ist Elvira Zeißler, ich bin 36 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei kleinen Mädchen. Vor fast fünf Jahren habe ich das SelfPublishing für mich entdeckt und widme mich inzwischen hauptberuflich dem Schreiben von Fantasy Abenteuern, Fantasy Romance und – als Ellen McCoy – auch humorvollen Liebesromanen. Anfang Juli erscheint mein 16. Roman, den ich Euch heute im Laufe des Tages auch vorstellen werde.
Falls Ihr mehr über mich wissen wollt, schaut doch gern in dieses kurze Video rein, in dem die einem Autor am häufigsten gestellten Fragen beantworte. Ich hatte es schon vor einer Weile für eine BookReleaseParty gedreht, aber bis auf die Anzahl der Bücher und das aktuelle Projekt, sind die Antwort noch immer dieselben ;)

Dienstag, 27. Juni 2017

[Geburtstagsmonat] Susanne Esch - Das Gewinnspiel

Vielen lieben Dank an Susanne Esch, die spontan eingesprungen ist. Ich hoffe, dass euch ihre Beiträge auf die Bücher neugierig gemacht haben. Ich habe übrigens Solifera gelesen, welches mir gut gefallen hat. :)

Das Gewinnspiel
Gewinnen könnt ihr ein Taschenbuch von Der Savant von Innis und Solus - Reise in die Vergangenheit.



Was müsst ihr dafür tun?
Gebt der Autorenseite von Susanne Esch und meiner Seite ein Like und beantwortet folgende Frage: Wenn ihr eine "Superfähigkeit" wie Yuros hättet, welche wäre es dann?


Teilnahmebedingungen:
- Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab 18 Jahren möglich. Andernfalls ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich....
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
- Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
- Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
- Der Gewinner ist damit einverstanden öffentlich genannt zu werden.
- Ihr müsst meiner Seite folgen.
- Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
- Mir eurem Kommentar stimmt ihr ein, dass eure Adresse an die Autorin weitergeleitet wird.
- Das Gewinnspiel endet am 15.07.2017 um 23:49 Uhr. 

[Geburtstagsmonat] Susanne Esch - Solus – Reise in die Vergangenheit


Und hier nun mein letzter Beitrag, der »Solus – Reise in die Vergangenheit« gewidmet ist.


Hier nicht zu spoilern ist unheimlich schwierig, aber ich hoffe, es gelingt mir und macht trotzdem neugierig auf dieses Buch.


Der Klappentext verrät, dass seit dem Ende von Band 1 (ohne Epilog!) acht Jahre vergangen sind.


Im Vordergrund dieses Buches steht, wie der Titel schon sagt, Solus.
Warum aber trägt er den Zusatz »Reise in die Vergangenheit«?
Das ist einfach zu erklären. 
Da dieser Band ja keineswegs geplant war, musste ich einen Einstieg finden, der plausibel und nachvollziehbar ist. Im »Savant« erfährt man, dass Solus so gut wie keine Erinnerung an seine Kindheit vor der Zeit im Hayuma-Konvent hat. Des Weiteren bekommt man zwar einen Überblick über seine ursprüngliche Aufgabe, was er jedoch tatsächlich erlebt hat, bleibt weiterhin im Dunkeln.
Warum – so dachte ich mir – könnte nicht auch sein Gehirn auf eine extreme Stimulation hin Erinnerungen freigeben, die bisher hinter einer undurchdringlichen Mauer verborgen waren?
Die Idee, diese Erinnerungen als Flashbacks zu installieren, die Solus zeitweise der Realität entziehen, empfand ich als eine wunderbare Gelegenheit, Yuro die Möglichkeit einer geistigen Rückführung in Betracht ziehen zu lassen, um seinem Freund zu helfen.
Somit vermischen sich in diesem Roman Vergangenheit und Gegenwart, werden persönliche Problematiken aufgeworfen und die Freundschaft der beiden jungen Männer erneut auf eine harte Probe gestellt.


Hier nun eine Leseprobe die euch vermittelt, wie Solus in den Konvent gelangte:


Das schrille Pfeifen riss den kleinen Jungen aus dem Dämmerschlaf. Sein Körper war verbunden mit Kabeln, Schläuchen, Pumpen … es klapperte und blubberte um ihn herum. Ein Blasebalg bewegte sich rhythmisch auf und nieder. Die ein- und ausströmende Luft zischte leise.
Unzählige Apparate meldeten zuverlässig jedwede Unregelmäßigkeit. So auch diesmal. Sein Blutdruck war abermals unter die Mindestgrenze gesunken.
Eilende Schritte erklangen auf dem Gang, von dem sein in sterilem weiß gehaltenes Krankenzimmer abging. Gläserne Wände ermöglichten dem Pflegepersonal, zu jeder Zeit einen Blick auf den Patienten zu werfen. Nur kurze Zeit später stand ein ganz in grün gekleideter Arzt am Bett des Kleinen, drückte den Knopf, der den Alarm unterbrach, und sah mit undurchdringlicher Miene auf das Kind nieder. Fast schon mechanisch zog er die Spritze mit dem blutdruckstabilisierenden Mittel auf, drehte von einem der vielen Zugänge den Schraubverschluss herunter, drückte die Flüssigkeit langsam und bedächtig in die Vene.

Wie lange würden sie ihn wohl noch am Leben erhalten können? Sie hatten Order von ›ganz oben‹, nichts unversucht zu lassen, aber mit jedem Tag, der verstrich, schwand die Hoffnung des Stationsleiters, diesem Jungen Hilfe, geschweige denn Heilung bringen zu können.
Die Lungenentzündung hatten sie ganz gut in den Griff bekommen. Anfangs hatte es sogar so ausgesehen, als spräche er gut auf die das Immunsystem aufbauenden Präparate an, dann jedoch waren die ersten roten Flecken unter seiner Haut aufgetaucht. Sie hatten sie genauestens untersucht, denn die Krankenvorgeschichte des Sechsjährigen war hinreichend bekannt.
Seit etwa einem Jahr war er, in immer kürzer werdenden Abständen, regelmäßiger ›Gast‹ in der Klinik. Zu Beginn waren es keine besorgniserregenden Erkrankungen gewesen. Es hatte nur wesentlich länger als bei Gleichaltrigen gedauert, bis er wieder genesen war. Auch Verletzungen heilten zunehmend langsamer, obwohl es damit bisher nie Probleme gegeben hatte.
Unzählige Untersuchungen hatten indessen bestätigt, dass sich die Zusammensetzung seines Blutes massiv veränderte. Das Immunsystem des Jungen war inzwischen fast vollkommen zerstört, die roten Flecken erste äußere Zeichen massiver Gefäßwandschädigungen, die innere Blutungen nach sich zogen.
Die Kapillaren des Kindes wurden mit jeder Stunde poröser, und nichts, was die Medizin zuwege brachte, konnte diesem Prozess Einhalt gebieten. Wenn die Wände größerer Venen und Arterien rissen, würde der Junge qualvoll verbluten.
Er musste schon jetzt unter unvorstellbaren Schmerzen leiden. Seit einer Woche war das Einzige, das sie tun konnten, diese auf ein Mindestmaß zu reduzieren und ihn intravenös mit Flüssigkeit und Nährstoffen zu versorgen.
Die Lider des Jungen flatterten, seine Augen aber öffneten sich nicht. Ob er überhaupt noch etwas von dem mitbekam, was um ihn herum vorging?
»Mama«, vernahm der Grüngekleidete mit einem Mal die matte Stimme seines Patienten, »wo ist meine Mama?«
Was sollte er dem Kind antworten? Dass sie bereits auf dem Weg zu ihm war? Dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie hier neben seinem Bett saß?
Die Wahrheit war um so vieles grausamer, dass er schlucken musste. Ebenfalls von ›ganz oben‹ war die Anweisung gekommen, die Frau über das Ableben ihres Sohnes in Kenntnis zu setzen. Des Weiteren hatte man sie darüber informiert, dass die Leiche des hohen Infektionsgrades wegen bereits im hauseigenen Krematorium eingeäschert worden sei. Er würde seine Mutter nie wiedersehen.
Sie war weinend zusammengebrochen, als der Stationsleiter ihr die Nachricht überbrachte, und noch einige Zeit medizinisch sowie psychologisch in der Ambulanz betreut worden, bevor ihr Lebenspartner sie abgeholt und nach Hause gebracht hatte. Auch ihm hatte man die Trauer um den Verlust ihres Kindes deutlich angesehen, aber er hatte sich mit viel Disziplin unter Kontrolle gehalten.
Irgendwo in den Kellerfluchten wurden derweil unter strengster Geheimhaltung Vorbereitungen für die Verlegung des Jungen getroffen. Nur der grüngekleidete Arzt wusste davon, und auch, wohin man dieses sterbenskranke Kind bringen wollte. Zwar war die Klinik die beste des gesamten Distrikts, aber …
Wieder stöhnte der kleine Patient, und der Mediziner strich ihm behutsam über die eingefallene Wange. »Halte durch, Kleiner!«, beschwor er ihn.
Der Name des Jungen war in der Akte, die er bekommen hatte, geschwärzt gewesen. Was das bedeutete, wusste der Mann nur zu gut. Da er den Jungen jedoch nicht permanent mit »Du« anreden wollte, und seine kupferroten Haare das Einzige waren, das irgendwie noch lebendig zu sein schien, hatte er ihn in Assoziation mit einer rotglühend aufgehenden Sonne ›Fény‹ genannt. 
Er selbst hatte ihn zwar erst vor vier Wochen kennengelernt, als er auf die Intensivstation verlegt worden war, aber da er einst ebenfalls in das Projekt involviert gewesen war, wusste er weit mehr mit den Daten der Akte anzufangen als alle Kollegen.
Mit seinen Eltern hingegen war er nie in Kontakt gekommen. Sämtliche Gespräche hatte der Stationsleiter übernommen. Trotzdem war dem Arzt nicht ein einziges Wort ihrer Unterhaltungen verborgen geblieben.
Die Geheimniskrämerei, die um dieses Kind gemacht worden war, hätte gewiss auch seine Neugier bereits im Keim erstickt, wenn er, wie so viele, nur Ausführender irgendwelcher Befehle gewesen wäre. Nach außen hin vermittelte er exakt diesen Eindruck, tatsächlich aber … er musste seine Gedanken im Zaum halten, denn noch war alles in der Schwebe.
Erneut musste der Grüngekleidete schlucken. »Sie darf dich nicht mehr besuchen kommen«, antwortete er schließlich leise. »Weißt du, du könntest noch kränker werden, wenn sie auch nur irgendeinen Keim von draußen mit zu dir hereinbringt.« Das war wenigstens nicht komplett gelogen.
Kaum merklich senkte sich der Kopf des Jungen. »Verstehe«, hauchte er. Nicht einmal Tränen glitzerten unter seinen Wimpern. Schon des Öfteren hatte der Arzt den Eindruck gehabt, dass Fény viel genauer über seine Situation Bescheid wusste, als man das von einem Jungen seines Alters vermutete.
Wieder zischte es in der Schleuse, die den Durchgang zu seinem Zimmer bildete. Vier Männer in steriler blauer Arbeitskleidung huschten lautlos in den Raum. Schnell und fachkundig wurden sämtliche Apparate von der Stromversorgung der Klinik abgekoppelt und in eine mobile umgesteckt. Noch einmal nickte der Mediziner dem Jungen zu, dann schoben die Fremden das Bett samt diesen hinaus.

Alles war bestens organisiert. Der Schwebegleiter wartete direkt vor dem gut getarnten, geheimen Zugang, als die vier dunkel gekleideten Gestalten das Bett des Jungen samt sämtlicher Geräte brachten. Das Kind schlief, wie es verabredet war. Schell war es umgelagert, die Apparate sicher verstaut. Lautlos erhob sich das Gefährt, durchdrang den Schutzschirm des Distrikts, dessen Lücke sich hinter ihm sogleich wieder schloss.
Die Reise zum einzigen Ort dieses Planeten, an dem der Junge möglicherweise Heilung erfahren könnte, war angetreten. Während des Fluges wurden die Körperfunktionen des Kindes noch einmal untersucht, mit der bestentwickelten Technologie stabilisiert. Dann zog der Leiter des Unternehmens alle Nadeln, entfernte jegliche Kabel und Schläuche.
Von ihrem Zielpunkt aus würde der Transport von Einheimischen übernommen werden. Wie der Leitungsstab das erreicht hatte, entzog sich der Kenntnis des Operationsbefehlshabers, aber dieser war es gewöhnt, Befehle auszuführen, ohne diese zu hinterfragen. Seine Aufgabe war es, das Kind im Wald von Darikon an einer ganz bestimmten Stelle abzusetzen und sofort den Rückflug anzutreten.


Als der Junge aus seinem künstlichen Schlaf erwachte, war es dunkel um ihn herum. Kein Zischen, kein Plockern, nicht einmal das leise Tropfen der stetig laufenden Infusion störte die ihn einhüllende Stille. Mühsam öffnete er die Augen. Er lag nicht mehr auf der Intensivstation des Krankenhauses, auf der er die letzten Wochen verbracht hatte.
Die Luft, die er atmete, hatte nicht mehr den sterilen Geruch, den er so sehr hasste, und gegen den er doch nichts hatte tun können. Hier duftete es nach … Wald, Erde, Moos … Natur. Er musste träumen! Seit Ewigkeiten war er nicht mehr draußen gewesen.
»Er ist aufgewacht«, hörte er unvermittelt eine sanfte Stimme sagen.
»Endlich!«, seufze eine zweite.
»Vielleicht kann er uns mitteilen, wer ihn hierher gebracht hat«, mutmaßte die erste.
»Du wirst es wohl nie lernen«, stöhnte die zweite. »Niemand, den sie hierherbringen weiß, wer es getan hat. Und keiner, der irgendwen bei uns ablegt, wird sich je zu erkennen geben. Wir sind die ›Übergangsbegleiter‹. Man erhofft sich von uns all jene Hilfe, die sie selbst nicht mehr zuteilwerden lassen können und vertraut auf die Macht der gesegneten Quelle.«
»Du brauchst mir das nicht immer wieder zu wiederholen«, lachte die erste Stimme. »Ich kenne die Mythen ebenso gut wie du, und ich schütze das Geheimnis auf dieselbe Weise. Nur Eingeweihte kennen die Wahrheit.«
Plötzlich raschelte es, als würde ein schwerer Vorhang bewegt. Jemand glitt an seine Seite. Eine warme Hand legte sich auf seinen Kopf.
»Du brauchst keine Angst vor uns zu haben«, sagte die Stimme, die er als Erste vernommen hatte. »Mein Name ist Liran. Ich bin einer der Geheimniswahrer. Sie haben dich zu uns gebracht, weil sie hoffen, dass wir dir helfen können. Ich vermag nichts zu versprechen, aber wir werden alles in unserer Macht stehende tun. Wie heißt du, mein Junge?«
Das Kind starrte weiterhin in die Dunkelheit, aber kein Laut kam über seine Lippen.
»Na ja, macht nichts«, fuhr die Stimme wenig später fort, »wenn du ihn uns nicht nennen kannst oder willst, werden wir dir einen geben. Hier, trink einen Schluck. Deine Haut fühlt sich an wie Pergament – ein sicheres Zeichen, dass dir Flüssigkeit fehlt.«

Vorsichtig wurde sein Oberkörper angehoben und ein Becher an seinen Mund gehalten. Als die ersten Tropfen seine aufgesprungenen Lippen berührten, öffneten sich diese begierig. Nie vorher hatte der Junge etwas derart Köstliches getrunken – jedenfalls konnte er sich nicht daran erinnern.
»Langsam«, warnte ihn die Stimme, »zu viel in zu kurzer Zeit wird nur dazu führen, dass du erbrichst.«
Er zwang sich, in kleinen Schlucken zu trinken. Als das Gefäß leer war, schloss er abermals die Lider und sank in den Schlaf zurück.
Ein beständiges Schaukeln weckte ihn ein weiteres Mal. Es war hell, aber die Sonne schien ihm nicht ins Gesicht. Ein Segel, das über seine Bettstatt gespannt war, schützte ihn vor deren direkter Bestrahlung.
Diesmal fiel es ihm nicht ganz so schwer, die Augen zu öffnen. Seine Wahrnehmung hingegen war verschwommen, als sähe er alles durch einen Wasserfilm hindurch. Undeutlich konnte er erkennen, dass dunklere Schatten an ihm vorbeizogen. Vor ihm bewegte sich offenbar ein Tier, an dessen Seiten die Trage befestigt war, auf der er lag. Auch hinter ihm vermutete er ein solches, denn wie anders war das gleichmäßige Schaukeln zu erklären?
»Unser kleiner Solus ist wach«, vernahm er die Stimme, die auch in der Dunkelheit schon zu ihm gesprochen hatte. Abermals hielt ihm jemand einen Trinkbecher an die aufgerissenen Lippen.
»Solus?« Fragend wandte sich die zweite Stimme an die erste, deren Inhaber sich ihm als Liran vorgestellt hatte.
»Diesen Namen habe ich ihm gegeben. Er sagt nicht, wie er heißt, und irgendwie müssen wir ihn doch nennen. Der Kleine hat wundervoll glänzende Haare … und goldene Augen. Was also passt da besser?«
»Du warst schon immer hoffnungslos romantisch«, lachte der Angesprochene. »Aber du hast recht. Er sollte seine letzte Reise nicht als ein Namenloser antreten. Sie wird auch so schwer genug für ihn werden.«
»Still, Naril!«, fuhr Liran ihren Zwillingsbruder an. »Wenn du ihm schon hier jede Hoffnung nimmst, brauchen wir unseren Weg gar nicht fortzusetzen. Das Wasser der Quelle kann ihn nicht heilen, aber es hemmt seinen Krankheitsverlauf, wie auch du unschwer erkennen kannst. Der Konvent hat einige der besten Tiefenheiler. Wenn der Junge nur durchhält … Vielleicht hat er doch noch eine Chance.»
»Hältst du ihn deswegen im Dämmerzustand?«
»Es ist die einzige Möglichkeit, ihm weitgehende Schmerzfreiheit zu gewähren. Jede Berührung, jede Bewegung muss ihm Höllenqualen zufügen. Sieh ihn dir doch an!«
Ein weiterer Schatten beugte sich über ihn. »Armer kleiner Kerl. Bist du sicher, dass es nicht gnädiger wäre, ihn in Frieden gehen zu lassen?«
»Wenn er denn gehen wollte … aber er klammert sich mit einer Kraft an das Leben …«
»Dann sollten wir zusehen, dass wir das Kloster schnellstmöglich erreichen«, lenkte Naril ein.
Solus hatte jedes Wort der Unterhaltung gehört, allein, verstanden hatte er nichts. Auch brandete nun, da er wach war, das Feuer in seinen Körper zurück. Er krümmte sich, wimmerte. Wieder legte sich Lirans Hand auf seine Stirn – und er versank in tiefer Ohnmacht.


Solus träumte.
Er sah seine Mutter neben seinem Bett stehen, fühlte, wie ihre Finger über seine Wange strichen, hörte ihr helles Lachen, als sie ihn rüttelte und ermahnte, endlich aufzustehen. »Marjell wartet auf uns. Wir wollten doch heute zusammen in den Tierpark gehen. Komm, du kleiner Langschläfer. Sonst ist der Tag vorbei, ohne dass du ihm etwas abgewinnen konntest.«
Mit einem Satz sprang der Junge auf. »Warum hast du das nicht gleich gesagt?«
Wieder lachte seine Mutter. »Wärst du dann freiwillig aus den Federn gekrochen?«
»Tierpark«, nuschelte der Kleine, während er mit dem Pullover kämpfte, dessen Kopfausschnitt allmählich zu eng für ihn wurde. Dunkel erinnerte er sich, dass am Vorabend davon gesprochen worden war. Seine Mutter hatte sich diesen Ausflug ausgedacht, damit auch er Marjell endlich kennenlernen würde. Sie hatte bereits viel von ihm erzählt, Bilder gezeigt, aber bisher hatte sie ihn nie mit nach Hause gebracht. Solus wusste nicht recht, was ihn erwartete, was er sich unter dem Begriff ›Lebenspartner‹ vorstellen sollte, er war jedoch auch erst vier Jahre alt. Seit eineinhalb Jahren besuchte er täglich das ›Haus der Entfaltung‹, wie alle Airin-Kinder seines Alters. Er hatte nicht viele Freunde, nur Kenim und Tar spielten häufig mit ihm. Eigentlich wäre er lieber mit diesen zusammen, aber den Tierpark hatte er auch noch nie gesehen.
»Hier, Traumtänzer, trink deine Milch und iss dein Brot, sonst knurrt dir nachher der Magen.« Seine Mutter packte ihren Rucksack … und dann standen sie auch schon vor dem Lirona-Gehege.
Marjell war ein großer, gutaussehender Mann mit pechschwarzen Haaren, dunkelblauen, aber strahlenden Augen und unzähligen Lachfältchen. Er nahm Solus genauso neugierig in Augenschein wie dieser ihn. Dann zogen sich seine Lippen zu einem breiten Lächeln auseinander. 
»Na, jetzt haben wir uns aber eingehend betrachtet, nicht wahr? Ich denke, ich kann dich ganz gut leiden. Meinst du, wir beide könnten miteinander auskommen?«
Solus legte den Kopf schief und dachte einen Moment über das Gesagte nach. Marjell schien es ehrlich zu meinen. Zaghaft nickte er.
Es war der Beginn eines wunderschönen Zusammenlebens gewesen. Marjell wurde sehr schnell zu dem Vater, den Solus vorher nie gehabt hatte. Er rief seine Mutter liebevoll »Raiko« – und ihn selbst »Tamin«.


Die kleine Familie hatte noch viele gemeinsame Ausflüge, auch weite Reisen unternommen.
Der Mann und der Junge waren in den Wäldern herumgestromert, hatten Asthütten, Baumhäuser und Erdhöhlen gebaut. Sie hatten die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet, mit Staudämmen und Wehren so manchen Bachlauf verändert, Boote aus Rinde geschnitzt und diese in den Fluten um die Wette fahren lassen.
Marjell hatte mit ihm zusammen Drachen gebaut, die sie mit Begeisterung fliegen ließen. Er hatte ihn seine ersten Schwimmzüge gelehrt und nächtelang an seinem Bett gesessen, als die ersten Fieberschübe ihn schüttelten. Danach war es mit Solus’ einstmals robuster Gesundheit stetig bergab gegangen. Der anfänglich leichte Schnupfen, der ihn zu Beginn seines sechsten Lebensjahres kaum beeinträchtigt hatte, wollte und wollte nicht weggehen. Trotz wochenlanger Medikation setzte er sich sogar auf die Bronchien, weitete sich schließlich zu einer Lungenentzündung aus, die die Familie erstmals nötigte, ein Krankenhaus aufzusuchen. Hier gelang es nach einem harten Kampf, die Erreger zu eliminieren, sein Immunsystem zu stabilisieren und ihn schließlich als gesund zu entlassen. Seither jedoch war er anfällig, musste stärkende Medikamente einnehmen, sich schonen, Menschenansammlungen meiden. Auch das ›Haus der Entfaltung‹ durfte er nicht mehr besuchen. Ein Privatlehrer unterrichtete ihn zu Hause.
Marjell, der schon viel herumgekommen war, erzählte ihm stundenlang Geschichten und vertraute ihm unter dem Siegel der Verschwiegenheit sogar seine Kontakte und Erfahrungen mit den Einheimischen an. Wie oft hatte er gesagt, dass diese ihm womöglich effektiver helfen könnten als die beste Airin-Klinik.


Ein plötzlicher Ruck riss ihn erneut in die Wirklichkeit zurück. Sie waren auf einer weiten, von hohen Gipfeln umgebenen Ebene. Liran und Naril waren eben dabei, die Tiere von der Trage zu befreien. Dabei war Liran der Tragebügel entglitten. Das war der Grund für den Aufprall gewesen.
Solus fühlte, wie die Schmerzen mit brachialer Gewalt in seine Gliedmaßen, seine Gedärme, seinen Kopf zurückströmten. Das Wasser lief ihm aus den Augen, seine Lungen kämpfen um jeden Atemzug.
»Schnell!«, vernahm er Narils Stimme.
Diesmal vermochte nicht einmal Lirans Hand die Qualen vollständig zu bannen. Er hörte die Frau stöhnen, sah ihre wunderschönen Züge, die der seiner Mutter so ähnlich waren, sich in Pein verzerren. Dann setzte das vertraute Schaukeln wieder ein, begleitet vom Keuchen der Zwillinge.
So wenig der Junge erkennen konnte, nahm er doch wahr, dass sie sich einen schmalen, steilen Bergpfad hinauf kämpften. Unendlichkeiten schienen vergangen, als er das Pochen eines schweren Klopfers gegen eine massive Holzpforte vernahm.


Außer der »Innis-Dilogie« gibt es von mir noch die beiden Fantasy-Romane »Solifera – Sonnenbringerin« sowie »Die Rebellin von Koron«. Unter dem Pseudonym »Erin Nerung« habe ich mich mit »Geliebte« zudem an einer Liebesgeschichte versucht.


Wer mehr über mich und meine Werke erfahren möchte, kann sich gerne auf meiner Homepage (http://www.susanne-esch.de/) und meiner FB-Autorenseite (https://www.facebook.com/pages/Susanne-Esch-Autorin/1511872505710258?ref=hl) informieren.


Und hier sind noch einmal alle meine Werke in der Gesamtübersicht:





[Geburtstagsmonat] Susanne Esch - Der Savant von Innis Teil 1


Hier stelle ich euch nun den ersten Teil der Innis-Dilogie, »Der Savant von Innis«, vor.


Innis ist ein Planet, der der Erde ziemlich ähnlich ist, nur dass es keine extremen Klimazonen wie bei uns die Wüsten oder Polgegenden gibt. Zwar gibt es auch dort Jahreszeiten, also Jahresabschnitte, in denen die Temperaturen insgesamt ansteigen oder abfallen, aber weder die »Winter« noch die »Sommer« sind durch radikale Kälte oder Hitze geprägt.


Auf Innis leben zur Zeit der Handlung meines Romans zwei humanoide Spezies:

Die Inari (Ureinwohner des Planeten) und die Airin (»Eroberer aus den Tiefen des Weltalls).


Während die Inari im Einklang mit der Natur leben, ihr Gemeinschaftssinn stark ausgeprägt ist, sie einander die benötigte Hilfe durch »geben und nehmen« zukommen lassen (Geld als Zahlungsmittel gibt es bei ihnen nicht), sind die Airin ein hochtechnisiertes Volk, bei denen »Wirtschaftswachstum« und Effektivität die alles überragenden Werte darstellen. Ihr Ziel ist es, die Urbevölkerung entweder zu »bekehren« oder auszulöschen, um den Planeten Innis ihrem Imperium einverleiben und besiedeln zu können.


[Geburtstagsmonat] Susanne Esch - Autorenvorstellung


Hallo ihr Lieben,

auch ich freue mich sehr, hier auf Annas Blog ein bisschen etwas über mich und meine Bücher erzählen zu dürfen.
Ich schreibe Fantasy-Romane … wobei ja »Fantasy« ein unheimlich breites Spektrum beinhaltet. Bei mir gibt es keine Elfen, Zwerge, Drachen, Magier – auch keine Mega-Schlachten. Meine Protagonisten sind »menschlich« mit besonderen Fähigkeiten.
Des Weiteren habe ich mir in jedem meiner Bücher ein »irdisches Problem« herausgepickt, das mich sehr beschäftigt, und versucht, dies auf eine andere Weise zu lösen, als das hier bei uns üblich ist.

Ursprünglich waren alle meine Bücher Einzelbände, also in sich abgeschlossene Geschichten, die nichts miteinander zu tun hatten … ursprünglich.

Montag, 26. Juni 2017

[Geburtstagsmonat] C. A. Raaven - Das Gewinnspiel

Auch dieser Tag ist wieder zu Ende. Wie haben euch die Beiträge heute gefallen? :)


Das Gewinnspiel
Gewinnen könnt ihr ein "Deluxe"-Fanpaket, bestehend aus einer Baumwoll-Tragetasche, einer Tasse und einem Kugelschreiber - jeweils im "C. A. Raaven"-Design. Dazu Leseproben der drei Romane und ein Lesezeichen im "E-Death"-Design.


Was müsst ihr dafür tun?
Gebt der Autorenseite von C. A. Raaven und meiner Seite ein Like und beantwortet folgende Frage: Welche Frage würdet ihr C. A. Raavens "Stargast" stellen, wenn ihr es - gefahrlos - könntet? 



Teilnahmebedingungen:
- Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab 18 Jahren möglich. Andernfalls ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich....
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
- Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
- Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
- Der Gewinner ist damit einverstanden öffentlich genannt zu werden.
- Ihr müsst meiner Seite folgen.
- Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
- Mir eurem Kommentar stimmt ihr ein, dass eure Adresse an die Autorin weitergeleitet wird.
- Das Gewinnspiel endet am 15.07.2017 um 23:49 Uhr.