Mittwoch, 3. Mai 2017

[Rezension] Kinder der Kirschblüte: Teil 1 und 2 von Cardo Polar

Hanna ist einsam. Sie hasst ihr Leben, die Welt, sich selbst. Nur im Internet findet sie Freunde und Verständnis. Als ihre Online Clique plant ein Zeichen zu setzen, sich zu wehren, gegen all die verfickten Arschlöcher und Mobber da draußen, da geraten die Dinge sehr schnell außer Kontrolle. Doch Hanna hat eine ganz besondere Gabe, eine Kraft von der sie bisher nichts wusste. Als diese Gabe durch Zufall in Hanna erwacht, ist nichts mehr wie es einmal war. Gejagt von der Polizei und einem mächtigen, unbekannten Feind, geht es plötzlich um Alles - und es gibt kein Zurück mehr. Die Kinder der Kirschblüte sind erwacht. Quelle


Hanna lag in ihrem Bett, bereit zu sterben. Einfach nur sterben, aus, alles vorbei.


Das Cover gefällt mir gut. Vermutlich sieht man darauf Hanna, die Protagonistin. Mit dem Schreibstil des Autors hatte ich leider meine Probleme. Er war für mich schon zu einfach gehalten. Er sollte sicherlich der Sprache der Jugendlichen entsprechen, aber genau das hat mir Bauchschmerzen bereitet. Allerdings ist mir aufgefallen, dass ebenfalls die Erwachsenen genauso reden. Sehr Schade waren die viele Wortwiederholungen. Das gehört sicherlich zum Schreibstil des Autors, war für mich aber eher zum Seiten füllen und hat mich gestört.

Die Charaktere waren sehr spannend. Mir sind die unterschiedlichsten Jugendlichen begegnet, die ihre Laster mit sich tragen. Es geht um Mobbing, Vergewaltigung, Selbstmordgedanken und Rache. Aber auch die Magie spielt hier eine große Rolle.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr schwer gefallen. Der Autor berichtet viel von den Charakteren und stellt sie vor. Jedoch hat sich das für mich ziemlich gezogen und ich habe gehofft, dass es bald spannender wird. Die Spannung war mittelmäßig. Mal da, mal wieder verschwunden. Tatsächlich kann ich es bei diesem Buch nicht genau beschreiben. Ich kann mir vorstellen, dass es daran lag, dass keins der Ereignisse wirklich in die Tiefe geht. Viel mehr hatte ich das Gefühl, dass der Autor an der Oberfläche kratzt und viele Ereignisse mit in sein Buch packen möchte. 

Ein wenig negativ ist mir aufgestoßen, dass letztendlich die Opfer zu Tätern wurden. Ein wenig Selbstjustiz ist sicherlich nicht verkehrt, aber für mich war es so viel des Guten, da die Taten oftmals zu hart waren. 

Im Großen und Ganzen hat mir die Idee gefallen und ich werde sicherlich auch noch den dritten Teil lesen. Trotz meiner Kritik vergebe ich 3 Schmetterlinge, denn das Buch regt doch zum Nachdenken an und ich habe das Gefühl, dass Mobbing und gerade Cybermobbing mehr und mehr in den Vordergrund rückt. 

Meine Bewertung

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