Donnerstag, 2. Februar 2017

[Rezension] Vergessen von Max Stiller


VERGESSEN ...... seit über 20 Jahren befindet sich Julia in der größten psychiatrischen Klinik Münchens. Sie spricht seit dieser Zeit mit niemandem. Zur gleichen Zeit wird in New York ein Mann, ein deutscher Patentanwalt, auf eine bisher noch nie da gewesene Art und Weise getötet. Anne von Feldhaus, jüngste stellvertretende Leiterin der Münchner Mordkommission, fliegt nach New York, um das NYPD bei seinen Ermittlungen zu unterstützen. Zur Seite stellt man ihr und davon ist sie alles andere als begeistert, Jacob Fuller vom BKA. Fuller, ein hoch professioneller Profiler, wenn auch mit sehr eigenwilligen Ermittlungsmethoden und einem sehr individuellen Gerechtigkeitssinn. Fuller ist Deutschamerikaner mit doppelter Staatsangehörigkeit und war zuvor viele Jahre für das FBI in New York tätig. Bei ihren gemeinsamen Ermittlungen in New York und München, stoßen sie auf ein augenscheinlich längst vergessenes bestialisches Verbrechen ... Quelle


>>Guten Morgen, Dr. Junginger. Heute hätte ich gerne Mal einen doppelten Espresso, und wenn es möglich wäre, auch ein Croissant dazu.<<



Der Schreibstil
Der Autor hat einen flüssigen Schreibstil, der leicht verständlich ist. Allerdings hat er mich weniger dazu eingeladen, mir die Geschichte bildlich vorzustellen.

Die Charaktere
Anne ist Polizistin und soll eine Mordserie aufklären. Sie ist an sich eher unscheinbar, denn an ihre Seite wird Jacob Fuller gestellt, ein doch sehr durchgeknallter Ermittler vom BKA. Mit Fuller konnte ich leider nicht immer etwas anfangen, denn manchmal waren seine Gedankengänge und Handlungen für mich nicht nachvollziehbar und ich konnte mich mit ihm wenig identifizieren. Zudem waren seine Handlungen als Polizist teilweise sehr unrealistisch.

Der Einstieg
Zu Beginn führt der Autor den Leser in eine Psychiatrie, zu Julia, die seit 20 Jahren Bewohnerin von dieser ist. Der Einstieg hat mich sehr neugierig gemacht, denn bei Julia passiert etwas, mit dem ich am Anfang nicht gerechnet habe. Im zweiten Kapitel springt der Autor dann zu einer anderen Person, sodass Julia erst einmal in den Hintergrund tritt. Dadurch war der Einstieg sehr vielversprechend.

Die Spannung, Handlung und Idee
Die Idee des Buches ist keine Neue. Es gibt eine Tätersequenz und die Ermittler, die versuchen herauszufinden, wer der Täter ist und wie er vorgeht. Die Idee der Tätersequenz ist allerdings für mich neu. Wie der Täter seine Opfer ermordet, habe ich bislang so nicht gelesen, was allerdings nicht heißt, dass es kein Buch gibt, dass die Ermordung genauso beschreibt. Allerdings liegt hier für mich ein großer Knotenpunkt. Die Idee gefällt mir, aber leider passiert dann nichts Neues mehr. Die Sequenz wiederholt sich von Opfer zu Opfer und der Autor beschreibt alle ziemlich gleich. Wenige Abweichungen konnte ich herauslesen. Für mich fehlt dort einfach das Neue und Spannende. Zwischen den Charakteren waren mir zum Teil auch zu lange Dialoge, die sich etwas gezogen hatten. Hier hätte ich mir etwas Kürze gewünscht, mit prägnanteren Fakten. Allerdings muss ich auch hervorheben, dass viele der Dialoge mit Fuller sehr witzig waren.

Mein Fazit
Das Buch war gut zu lesen, konnte mich aber nicht umhauen. Die immer wieder wiederholenden Sequenzen, ließen das Buch zäh wirken und nahm die Lust am Lesen.

Meine Bewertung


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