Freitag, 2. Dezember 2016

[Rezension] Wünsche- Träume - Hoffnungen von Melanie Klein


Was würdest du tun, wenn deine Alpträume wahr werden und du weißt, dass deine Wünsche nie in
Erfüllung gehen? Würdest du weiterkämpfen oder würdest du die Hoffnung auf Glück und ein zufriedenes Leben für immer aufgeben? Fenja versucht es jedem recht zu machen, sie will helfen und sich eingliedern, aber vor allem will sie Sisar endlich die Wahrheit sagen. Nach einem Angriff der Dunkelheit, bei dem Sisar verletzt wird, findet sie endlich den Mut dazu. Doch der König reagiert nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat.
Es wird jedem Hinweis nachgegangen, gerätselt und gehofft. Sisar sucht mit allen Mitteln nach einem Ausweg, um Fenjas Tod zu umgehen, doch eines Tages taucht ein alter Bekannter mit einer interessanten Geschichte bei ihnen auf. Was wird er verkünden? Kann er den beiden und der Welt der 4 Jahreszeiten helfen? Die Situation in Balear spitzt sich immer weiter zu. Freunde werden zu Feinden, der Tod lauert hinter jeder Ecke. Wem kann man noch trauen, wer hat die Seiten gewechselt … und warum? Ein schreckliches Erlebnis wirft Fenja völlig aus der Bahn, doch immer an ihrer Seite – Sisar. Die grausamen Wahrheiten, Geheimnisse und Lügen, aber vor allem der Drang zur Dunkelheit schweißen die beiden noch enger zusammen. Kann ihre Liebe allein stark genug sein, um eine ganze Welt zu retten?
Quelle

"Ich hatte einen merkwürdigen Traum", hauchte ein verletzter Junge mit zitternder Stimme. Ich sitze auf seiner Krankenliege, an der rechten Seite, und erweise ihm die letzte Ehre.

Das Cover, der Klappentext und formale Gestaltung
Das Cover reiht sich optisch zu den vorigen Teilen. Man sieht wieder Fenja und ihr Amulett, welches eine wichtige Bedeutung hat. Mir gefällt es gut, weil es von den Farben her sehr stimmig ist. Der Klappentext ist wieder sehr lang und stellt eher eine Inhaltsangabe des Buches dar. Allerdings hat das Buch auch sehr viele Seiten und die Schrift ist zudem relativ klein, sodass der Klappentext hier länger sein kann. Die eben erwähnte Schrift ist mir persönlich zu klein. Spätestens auf den Seiten, die kursiv gedruckt waren, muss ich ehrlich gestehen, dass es sehr anstrengend für mich zu lesen war und ich dadurch sehr lange gebraucht habe und mich nicht richtig auf das Buch konzentrieren konnte.

Der Schreibstil
An sich mag ich den Schreibstil der Autorin, da er flüssig und leicht zu lesen ist. Allerdings ist sie mir im letzten Teil zu ausschweifend, was die Gedanken von Fenja angeht. Das war mir manchmal schon zu viel des Guten. Ein paar weniger Sätze hätten hier sicherlich nicht geschadet.

Die Charaktere
Die Charaktere habe ich bereits näher in den letzten Rezensionen beschrieben. Sehr schön finde ich, dass sie sich noch einmal weiterentwickeln und nicht auf ihrem alten Stand bleiben. Und auch Fenja konnte mich diesmal mehr von sich überzeugen, da sie nicht mehr so nervig wie zu Beginn war. Das einzige, was mich diesmal gestört hatte war, dass gerade am Anfang die Charaktere sich sehr kindlich benommen haben. Manchmal tut eine Aussprache eben gut..

Der Einstieg
Das Buch knüpft direkt an den Vorgänger an und ist sehr traurig. Die Situation hat sich für die Menschen zugespitzt und es sind einige Tote zu beklagen. Mir hat der Einstieg gut gefallen, da ich mir so einen Überblick über die Ausmaße der Katastrophe verschaffen konnte.

Die Spannung, Handlung und Idee
Von der Idee bin ich auf jeden Fall immer noch begeistert. Alleine die neue Welt, die die Autorin geschaffen hat, ist sehr interessant. Auch die Handlung an sich, konnte mich diesmal durch ihre nicht vorhandene Transparenz überzeugen. Es gab immer wieder Kehrtwendungen und tatsächlich Situationen, die sich plötzlich verändern. Die Autorin hat es geschafft, mich mehrmals hinters Licht zu führen. An sich wäre die Geschichte spannend und das war sie wirklich an vielen Stellen, aber da komm ich an den Punkt ,den ich bereits unter dem Punkt Schreibstil bemängelt habe. Durch das wirklich sehr ausschweifende Schreiben von Fenjas Gedanken und Empfindungen, blieb für mich die Spannung an vielen Stellen auf der Strecke. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass es einfach nicht zu Ende geht. Das finde ich wirklich sehr Schade, denn an sich hat mir die Geschichte gefallen.

Das Ende
Das Ende stellt dann noch mal den endgültigen Showdown dar. Es war wirklich sehr spannend, aber hier hätte ich mir noch mehr Ausschmückung gewünscht, die an so vielen Stellen zuvor vorhanden waren. Mir ging es dann doch zu schnell. Das Buch lässt mich auf jeden Fall zufrieden zurück und ich habe nicht das Gefühl, dass etwas in der Reihe gefehlt hat.

Mein Fazit
Die Handlung gefällt mir wieder sehr gut und auch mit den Charakteren konnte ich mich immer mehr anfreunden. Jedoch blieb die Spannung an vielen Stellen durch den sehr detaillierten und ausschweifenden Schreibstil auf der Strecke. 

Meine Bewertung
3,7 Sterne




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