Sonntag, 11. Dezember 2016

[Rezension] Erben der alten Welt von Steffi Krumbiegel


„Nadja - Erben der alten Welt“ ist die Fortsetzung des Urban-Fantasy-Romans „Nadja – Der Wächterin Erbe“. Nachdem sich Nadja für ihr Erbe entschieden hatte, ihre erste Liebe erlebte und als Wächterin ausgebildet wurde, führt sie nun ihr Weg nach Amerika. Dort schließt sie neue Freundschaften, lebt ihre Leidenschaft für alte Kunst aus und lüftet neue Geheimnisse. Ihr Abenteuer setzt sich fort. In Prag entdeckt sie ein altes Schloss, die ersten Dämonen tauchen auf und die Prophezeiung eines Rabbiners lässt sie nicht mehr los. Quelle

Vor fast einem Jahr zogen Vater und ich mich zurück. Wir verließen Dresden, unsere Vergangenheit und versuchten unsere verlorene Zeit nachzuholen.

Das Cover und der Klappentext
Das Cover ist von den Farben her wieder sehr schön. Das Blau strahlt einen förmlich an und auch diesmal versteckt sich eine Pflanze auf dem Cover, welche wichtig für die Geschichte ist. Beim ersten Teil hatte ich bemängelt, dass der Klappentext nicht gut lesbar ist. Beim zweiten Teil wurde zum Glück der Farbkontrast so angepasst, dass der Klappentext astrein zu lesen ist. Der Klappentext hat mich auch diesmal sehr neugierig auf den Inhalt des Buches gemacht. Er verspricht viel Fantasy und Kunstgeschichte.

Der Schreibstil
Auch im zweiten Teil konnte ich mich wieder gut in die Geschichte hineinversetzen. Die Autorin hat mich in eine Welt entführt, voller Kunst und Magie. Durch ihren bildlichen Schreibstil konnte ich mich gut in die Geschichte und Charaktere hineinversetzen.

Die Charaktere
Im zweiten Teil bin ich einigen neuen Charakteren begegnet. Nadja hatte ich bereits in der ersten Rezension genauer beschrieben. Allerdings ist hervorzuheben, dass sie sich im zweiten Teil stark entwickelt hat und viel erwachsener wirkt. Sie ist taffer geworden. Manchmal mir persönlich schon zu taff und teilweise etwas zu zickig. Zwei junge Männer lernt sie in Amerika kennen, die einen Club besitzen und gute Freunde von ihr werden. Und ebenfalls einen jungen Mann, mit Namen Aron, der bei der Polizei arbeitet und in dem mehr schlummert, als er selbst vermutet hätte..

Der Einstieg
Zu Beginn erzählt die Autorin, wie sich Nadjas Leben verändert. Was sie mit ihrem Vater erlebt und wie sie mit ihrer Bestimmung und dem Verkauf von Kunstgegenständen klarkommt. Den Einstieg finde ich gut gewählt, da er so direkt an den ersten Teil anknüpft und ich mich wieder in die Geschichte zurückfinden konnte.

Die Spannung, Handlung und Idee
Die Idee rund um Nadja, ihren Kunstgeschäften und natürlich ihren Geistern und Dämonen finde ich immer noch klasse. Ebenso, dass die Autorin keine fiktive Welt braucht, um Dämonen, Wächter und Geister unter uns verweilen zu lassen. Diesmal war der Fokus stark auf die Kunstverkäufe ausgelegt. Mir persönlich war es an der ein oder anderen Stelle zu viel, weil ich nicht so ein Fanatiker bin, der sich damit auskennt. Allerdings ist es für die Handlung wichtig und passt zu Nadja, sodass man darüber hinwegsehen kann. Mir hat gut gefallen, dass Nadja so langsam über sich hinauswächst und sicherer in der Handhabung ihrer Magie wird. Ich finde es immer noch faszinierend, wie diese Magie von statten geht und, dass die Autorin dadurch neue Aspekte und Ideen mit in ihre Geschichte einfließen lässt, die ich bislang so noch nicht gelesen habe. Das macht die Geschichte um Nadja und ihren Freunden spannend.

Das Ende
Das Ende war für mich der spannendste und emotionalste Teil. Wie auch im ersten Teil, spitzt sich am Ende alles zu und ich habe nicht nur mit Nadja mitgefiebert, sondern diesmal auch mitgefühlt. Denn das was Nadja am Ende erleben muss, wünscht man keinem Menschen. Aber was es ist, das müsst ihr selbst herausfinden.

Mein Fazit
Auch der zweite Teil ließ sich wieder gut lesen und überzeugte mich durch seine Fantasyelemente und kreativen Umsetzung. Durch die offenen Fragen, die zum Teil nicht geklärt wurden, heißt es sehnsüchtig auf den dritten Teil zu warten. Die Reihe eignet sich übrigens für alle, die sich für Adelsgeschichte, Kunst und Fantasy interessieren.

Bewertung
4,5 Sterne




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