Sonntag, 6. November 2016

[Rezension] Nadja: Der Wächterin Erbe von Steffi Krumbiegel


Nadja ist eine mitreißende Erzählung für Jung und Alt mit einem historischen Hintergrund. Die Haupthandlung findet in Dresden statt. Fantasy trifft auf deutsche Adelsgeschlechter. Der Leser besucht die ältesten Orte Deutschlands, trifft auf Geister, Dämonen und Burgen. Alte Magie gemischt mit der realen Zeit. Nadja, welche Schweres durchlebte, einsam wandelte, gerät in ein fantastisches Abenteuer. Sie erfährt von einem Erbe, einer Familie, einem alten Geheimnis.

Vor vielen Jahrhunderten tobte ein Krieg über die Lande. Die kleinen Stämme in Europa kämpften gegeneinander und immer wieder durchbrachen Unruhen das wundervolle Land.


Das Cover und der Klappentext
Das Cover gefällt mir gut. Die Farbe Grün ist sehr auffällig und wirkt sehr schön. Die Frau im Hintergrund ist mir allerdings erst auf den zweiten Blick aufgefallen. Den Klappentext finde ich sehr gut geschrieben. Beim Durchlesen hatte ich nicht das Gefühl, etwas über den Inhalt zu erfahren. Viel mehr lädt er den Leser ein, sich auf die Geschichte einzulassen. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich hier allerdings. Den Klappentext habe ich im Internet durchgelesen, bevor ich das Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe. Allerdings ist mir beim Betrachten der Rückseite des Buches aufgefallen, dass der Klappentext wirklich sehr schwer zu lesen ist. Mich würde dieser Punkt tatsächlich abschrecken, wenn ich das Buch in der Buchhandlung kaufen würde.

Der Schreibstil
Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der zum Träumen einlädt. Sie hat mich mit auf eine Reise in eine Welt voller Burgen und Geister genommen, die gar nicht mal so weit entfernt liegt. Durch ihren bildlichen Schreibstil konnte ich mich gut in die Geschichte und die Charaktere versetzen und ich hatte zwischenzeitig das Gefühl, mittendrin zu sein.

Die Charaktere
Steffi hat mit Nadja einen Charakter erschaffen, der sich von der perfekten Gesellschaft weit abgrenzt. Durch ihre schwere Kindheit muss sie mit vielen psychischen Probleme kämpfen, die ihr Leben mehr bestimmen, als sie selbst. An ihr konnte man sehen, wie schwer es ist, ohne Rückhalt schwere Zeiten zu überstehen. Sehr schön fand ich ihre Entwicklung im Laufe des Buches und sie wurde mir immer sympathischer. Nicht nur durch ihre Art, sondern auch ihre Kraft, die sie ausstrahlt und ihren Mut den sie immer wieder beweist. Im Laufe der Geschichte trifft sie auf die Zwillinge David und Daniel, die nicht unterschiedlicher sein können. Der erste eher ernst und der andere immer gut gelaunt. Die beiden waren mir am Anfang weniger sympathisch, aber im Verlauf lernte ich sie ebenfalls besser, wodurch auch sie auf sympathischer wurden.

Der Einstieg
Am Anfang lernt der Leser Nadja kennen und einiges an Hintergrundinformationen. Die Geschichte entwickelt sich erst einmal langsam, nimmt aber schnell an Fahrt zu. Den Einstieg finde ich gut gewählt, da ich mich so auf Nadja einlassen und sie besser kennenlernen konnte.

Die Spannung, Handlung und Idee
Die Idee finde ich sehr interessant. Vor allem, dass sich die Autorin nicht dazu entschieden hat, eine fiktive Welt zu erschaffen, sondern die Protagonisten und ihre Welt in Deutschland spielen lässt. So habe ich einiges von Dresden erfahren. Ebenso hat mir gefallen, dass sie viele Elemente zusammenfließen lässt - Fantasy trifft Adelsgeschichte. Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen. Für mich war sie nicht vorhersehbar und es blieb bis zum Ende spannend. Besonders gut hat mir die Mischung mit den Fantasyelementen gefallen, die die Geschichte sehr aufgelockert haben. Die Teile, bei denen die Adelsgesellschaften aufeinandergetroffen sind, waren mir zum Teil etwas zäh. Allerdings gehören die zur Handlung.

Das Ende
Am Ende wurde es noch einmal sehr spannend und die Charaktere hatten einiges zu tun. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin die Handlungen ein wenig mehr ausgedehnt hätte, denn es war für mich einfach viel zu schnell vorbei. An sich ist das Buch angeschlossen und ich konnte mir erst einmal gar nicht vorstellen, dass es noch weitergeht. Aber nachdem ich mir noch einmal darüber Gedanken gemacht hatte, wurde mir doch klar, dass vieles noch gar nicht geklärt ist und einiges noch aufgeklärt werden muss. Es bleibt also spannend.

Mein Fazit
Ein spannender Auftakt der Autorin Steffi Krumbiegel, das mich durch seine Kombination zwischen deutscher Adelsgeschichte und Fantasy überzeugen konnte. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und vielschichtig, sodass man sich mit ihnen identifizieren konnte. Ich bin sehr gespannt, wie es mit Nadja und ihren Geistern weitergeht.

Meine Bewertung
4,3 Sterne




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