Dienstag, 15. November 2016

[Rezension] Fuchsfluch von Nicky P. Kiesow


Fuchsfluch ist der zweite Teil der Fuchsreihe:
Maykayla und Sisandra sehen sich nach vielen Jahren der Trennung wieder. Doch die Wiedersehensfreude hält sich in Grenzen.
Hinzukommt ein Wolfsrudel, das ganz eigene Pläne für die beiden Frauen bereithält.
Leider decken sich diese nicht mit denen des Landes. Wird ein Kompromiss gefunden oder werden sich May und Ren etwas anderes einfallen lassen müssen? Quelle

Es gab Wölfe, die konnte man hinter den Ohren kraulen und es gab Wölfe, denen legte man besser einen Maulkorb an und band Leinen um ihre Pfoten. Erebos gehörte eindeutig zur letzteren Sorte.



Tatsächlich würde ich hier erst einmal eine Empfehlung aussprechen wollen. Ich lese die einzelnen Teile vorab, ich würde euch aber empfehlen zu warten, bis es das Buch als Sammelband gibt. Wieso, dass erfahrt ihr unter den nachfolgenden Kapiteln.

Das Cover und der Klappentext
Auch beim zweiten Teil befindet sich wieder die Frau mit dem Fuchs auf dem Cover. Es unterscheidet sich lediglich im Hintergrund, der diesmal grün, statt blau ist. Das Cover gefällt mir aber wieder gut. Der Klappentext ist schwierig einzuschätzen. Die ersten beiden Sätze gehören für mich eher zum ersten Teil als zum zweiten, da dort schon das Wiedersehen stattgefunden hatte. Aber ich denke, dass es sehr schwer ist, für so wenige Seiten einen Klappentext zu schreiben.

Der Schreibstil
Die Autorin hat einen sehr flüssigen und bildlichen Schreibstil, der ohne holprige Stellen auskommt.

Die Charaktere
Wie beim Auftakt begleitet der Leser May und ihren Fuchsgeist Ren. May ist mir wieder sehr sympathisch und ich denke, dass sie eine sehr starke Persönlichkeit ist, von der man noch einiges lernen kann. Sisandra, ihre Schwester hingegen, wird mir immer unsympathischer und ich weiß nicht, wie es sich mit ihr weiterhin entwickeln wird.

Der Einstieg
Für mich war der Einstieg etwas schwer. Nicht, weil er nicht gut war, sondern, weil er nahtlos an den Vorgänger übergeht und nicht mit Kapitel 1 beginnt. Ich musste mich erst Mal zurecht finden und wusste am Anfang nicht, was als letztes passiert ist und in welcher Situation sich die Charaktere gerade befinden. Hier hätte ich mir gewünscht, dass es am Anfang eine kleine Zusammenfassung als Vorwort oder so gibt.

Die Spannung, Handlung und Idee
Die Idee finde ich immer noch gut und auch gut umgesetzt. Im Gegensatz zum Auftakt verlässt die Autorin nun die Anfangsphase und es baut sich mehr und mehr Spannung auf, was wohl auch daran liegt, dass die Situation für die Charaktere sich zuspitzt. Handlung gibt es wenig, was aber der kurzen Seitenzahl zu verschulden ist.

Das Ende
Das Ende ist auf jeden Fall noch einmal spannend und es bleibt offen, wie es weitergeht.

Mein Fazit
Wie schon beim Einstieg benannt, bietet es sich an, auf den Sammelband zu warten, da man so besser in der Geschichte drinnen bleibt. Die Fortsetzung ist auf jeden Fall von seiner Handlung und Idee gelungen.

Meine Bewertung
4,2 Sterne



Kommentare:

  1. Ach ich wusste gar nicht, dass es Kurzgeschichten sind?! Wieder was gelernt :-). Die Cover jedenfalls sind mir schon des öfteren aufgefallen. Aber die Story an sich muss ich gestehen reizt mich jetzt nicht all zu sehr.

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