Dienstag, 27. September 2016

Wie die Zusammenarbeit zwischen Buchblogger und Autor erfolgreich werden kann..

Hallo ihr Lieben :)
Letzte Woche habe ich euch berichtet, warum aus meiner Sicht die Arbeit des Buchbloggers für den Autor einen wichtigen Beitrag leisten kann. Nun möchte ich euch gerne zeigen, wie die Arbeit zwischen den zwei Parteien erfolgreich werden kann. Diese Erfahrung beruht natürlich nur auf meinen Erfahrungen.

Den richtigen Blog finden.
Im großen World Wide Web gibt es unzählige Blogs, die sich versuchen einen Namen zu machen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Viele sind mit Liebe geführt, bei anderen schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen. Viele neue Blogs sprießen hervor, aber wie finde ich den richtigen für mich? Zum Beispiel könnt ihr euch die Buchbloggertoplist von Lesestunden anschauen. Die Toplist richtet sich danach, wie hoch der Einfluss des Bloggers im Verhältnis von anderen Blogs ist und wie erfolgreich er damit ist. Mittlerweile sind dort schon einige 100 Blogs gelistet, also viel Arbeit, wenn man den richtigen finden möchte. Die Alternative dazu, ist die Seite Rezisuche, die von dem Autoren Jannes C. Cramer geführt wird. Hier findet ihr Blogs, die bereits das präferierte Genre angegeben haben und ihr somit nicht erst nach diesen Suchen müsst. Des Weitere könnt ihr aber auch von Bloggern angefragt werden. Der Vorteil der Seite: Ihr könnt zum Beispiel das nicht zurückmelden von Bloggern melden, was Konsequenzen hat. Habt ihr einen Blog ins Auge gefasst, schaut ihn euch an. Viele der Blogger haben einen extra Bereich, wo ihr sehen könnt, was sie lesen, wie lange es dauert oder andere Infos rund um das rezensieren. Nehmt euch das zu Herzen.

Bereits rezensierte Bücher anschauen.
Findet ihr den Blog toll, schaut einfach mal unter den Rezensionen nach. Welche Bücher rezensiert der Blogger so? Sind sie so ähnlich wie meins? Ist das Genre oft vertreten? Ihr solltet auch schauen, ob euch die Rezensionen des Bloggers gefallen. Denn für einen Blogger ist es nicht schön, nach Veröffentlichung der Rezension vom Autoren zu hören, dass ihm die Art, wie die Rezension verfasst wurde nicht passt.

Wie schreibe ich den Blogger an?
Bitte sucht euch den Namen des Bloggers aus dem Impressum raus. Denn es ist nicht schön mit "Hallo Buchblogger" angeschrieben zu werden. Das erste No Go was viele Buchblogger dazu veranlasst, einfach gar nicht zu antworten. Denn daran sieht man direkt, dass der Autor einfach eine Standardmail rausschickt, bei der er sich nicht mal die Mühe gibt, die Namen einzufügen. Im folgenden Liste ich euch mal auf, was in der Mail enthalten sein sollte:

Lieber XY
Kurze Vorstellung des Autor
Kurze Vorstellung des Buches mit Klappentext
Nennung des Genre
Link zum Buch
Wichtige Infos, die das Buch betreffen

Das sind für mich persönlich relevante Daten. Ich habe schon Mails bekommen, wo ich ernsthaft an dem Autor gezweifelt habe. À la "Ich habe ein Buch geschrieben, das Buch findest du unter XY, willst du meins rezensieren?" So What? Wo bleiben die Individualität und die Wertschätzung? Nehmt euch ein wenig Zeit den Blogger richtig anzuschreiben, dann werdet ihr auf jeden Fall mehr Erfolg damit haben.



Ich habe eine Email versendet. Was mache ich nun?
Warten. Ich weiß.. Geduld zu haben ist sehr schwer. Mir geht es auch so, wenn ich eine Email abgeschickt habe. Am liebsten hätte man direkt es Feedback. Aber wir alle sind nur Menschen und befinden uns nicht 24 Stunden online. Gebt dem Blogger zwei Wochen Zeit. Vielleicht ist er im Urlaub oder gerade sehr beschäftigt. In der Regel landen bei vielen erfolgreichen Bloggern, auch regelmäßig viele Emails im Posteingang. Sollte er sich nach 14 Tagen immer noch nicht bei euch gemeldet haben, schreibt ihn noch einmal an und fragt nach, ob die Email ankam und ob es vielleicht einen Grund gab, weshalb er nicht genantwortet hat. Kommt dann immer noch keine Antwort, vermerkt euch das auf einer Liste, sodass ihr den Blogger nicht noch einmal anschreibt.

Die Rückmeldung des Bloggers
Sollte sich der Blogger zurückmelden, gibt es zwei Möglichkeiten: Ja ich will, Nein ich will nicht. Bei letzterem müsst ihr das akzeptieren. Ein Zwingen hilft ihr nicht, denn wenn es nicht passt, passt es nun mal nicht und wer will schon eine Rezension von jemandem, dem das Buch schon vom Klappentext her nicht gefällt? Nun aber zu dem Wichtigeren: Ja, ich will. Die Freude ist groß, der Blogger möchte. Fragt ihn nach seinem Format. Im Anschluss daran habt ihr wiederum zwei Möglichkeiten: Entweder ihr schickt es ihm direkt oder ihr schickt es erst, wenn er sich noch mal meldet, wenn er bereit dazu ist. Das zweite verhindert auf jeden Fall, dass das Buch untergeht und nicht in Vergessenheit gerät. Des Weiteren hat es den Vorteil, dass ihr noch einmal sehen könnt, ob er es wirklich ernst meint. Allerdings müsst ihr dann auch bereit sein, dass Buch dann zu schicken. Ich hatte einem Autor mal gesagt, dass ich das Buch dann und dann rezensieren kann. Die Email hab ich dann rechtzeitig einen Monat vorher rausgeschickt, damit genug Zeit bleibt. Nach zwei Wochen hab ich ihn noch mal angeschrieben, ob er meine Email nicht bekommen hat und, dass ich ihn aus der Liste nehme, wenn er sich innerhalb zwei Wochen nicht meldet. Fristsetzung ist alles. Tja nach 3 Wochen hatte ich dann endlich eine Rückmeldung, aber den Platz hatte ich bereits wieder vergeben. Das ist dann leider das Pech des Autor gewesen.

Zeitliche Vereinbarung
Sprecht euch mit dem Blogger darüber aus, wann er das Buch lesen und rezensieren kann. Dann habt ihr die Chance alles im Blick zu haben. Sollte der Blogger nämlich weit über der Zeit sein, könnt ihr ihn noch einmal nett anschreiben und nachfragen.  



Was mache ich, wenn sich der Blogger nie wieder bei mir meldet?
Rechtlich gesehen, habt ihr keine Chance etwas dagegen zu tun. Es gibt keinen Vertrag der euch absichert und leider ist es dann Pech für euch. Dem Blogger 1000 Mails zu schreiben und ihn lautstark auf seinen Fehler hinzuweisen, bringt nichts. Vielmehr könnte das euch Schaden. Leider müsst ihr es so hinnehmen, aber ich persönlich würde mir den Blogger aufschreiben. Denn manchmal gibt es so gerissene Wesen, die noch Mal wegen eine Reziexemplar anfragen.

Die Rezension
Zwei Varianten: Positiv & negativ. Erstens macht glücklich. Theoretisch hat man nicht viel auszusetzen. Zweitens ist nicht toll, aber auch hier habt ihr keine Chance etwas zu tun. Wenn die Kritik ordentlich geschrieben ist, nehmt es so hin und lernt daraus. Ich kenne Autoren, die ganz und gar nicht kritikfähig sind und ich muss sagen, dass ich mit diesen nie wieder arbeiten würde. Ihr kommt zu uns, wollte eine ehrliche Meinung, sie ist nicht nach eurem Geschmack und dann seid ihr sauer? Das geht nicht. Klar dürft ihr sauer sein, aber für euch. Auch hier solltet ihr dem Rezensenten danken, dass er sich die Zeit genommen hat. Denn auch aus einer negativen Rezension kann man viel lernen. Nehmt es euch zu Herzen und versucht es beim nächsten Mal umzusetzen.

Antwort auf die Linksendung der Rezension
Liebe Autoren, und das meine ich jetzt wirklich sehr sehr ernst. Nehmt euch einen kleinen Moment und gebt auch dem Rezensenten ein kleines Feedback auf seine Rezension und vor allem antwortet darauf. Ich habe schon einiges erlebt: Über keine Antwort, zu ich habe jetzt keine Zeit, als auch Danke war alles dabei. Auch wir Blogger wollen für unsere Arbeit wertgeschätzt werden. Denn es macht uns doch nur Spaß, wenn wir auch etwas zurückbekommen und das nicht nur auf materieller Ebene.

Und was danach?
Nur, weil die Rezension geschrieben ist, heißt es nicht, dass man am Ende angelangt ist. Hat euch die Zusammenarbeit gefallen, vermerkt es doch bitte. Denn so entsteht für euch eine Liste an Bloggern, mit denen ihr gerne zusammenarbeitet und denen ihr eurer nächste Buch wieder schicken könnt, wenn ihr nachgefragt habt, ob es passt. Natürlich muss nicht nur die Rezension auf dem Blog erscheinen. Wie wäre es mit einem Interview, einer Blogtour oder einem Gewinnspiel?


Mein Fazit
Die Zusammenarbeit und Autor kann reibungslos ablaufen, wenn beide Parteien sich auf die aufgestellten Regeln halten. Wenn ihr euch an ein paar Tipps haltet, sollte die Zusammenarbeit klappen. :)

Welche Erfahrung habt ihr schon gemacht? :)

Kommentare:

  1. Hey Anna,
    das ist wirklich ein wahnsinnig toller Beitrag von dir!
    Du hast es perfekt rüber gebracht und super in Worte gefasst. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Blogger und Autor ist einfaach wichtig und da wäre eschön, wenn es immer so laufen würde :)
    LG Ann-Sophie

    http://readingisliketakingajourney.blogspot.de/

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  2. Das ist ein guter Bericht! Mir macht die Kooperation mit Autorem bis jetzt großen Spaß! ☺

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  3. Hast du schön geschrieben, und wenn sich beide Seiten daran halten macht es so auch wirklich allen am meisten Spaß :-)

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    1. Danke :) Der Spaß sollte auf jeden Fall nie verloren gehen. ;)

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  4. Hallo Anna
    Sehr gut geschrieben und auf den Punkt gebracht, ein Leitfaden an den sich mehr Menschen halten sollten als nur Blogger und Autoren. In der Ruhe liegt die Kraft.
    M.R.B.

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  5. Danke, schön klar geschriebener Beitrag (bis auf den einen Satz - "Denn manchmal gibt es so gerissene Wesen, die noch Mal wegen eine Reziexemplar anfragen" - da musste ich raten, was dies bedeuten mag; aber wohl, dass dieses Wesen nur gratis ein Buch lesen wollte). Sonst sehr schön!

    LG Norbert Sch.

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  6. Eine wirklich gute Zusammenfassung. Da waren für mich als Neuling in Bezug auf Blogger ein paar hilfreiche Ratschläge dabei. Danke dafür.

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  7. Hallo Anna,
    vielen Dank für diesen sehr schönen und detaillierten Einblick. Ich habe zwar nur einen kleinen Blog, aber ich stecke da auch viel HerzBlut rein ♡ es gibt tatsächlich Autoren mit denen ich sehr gern zusammen arbeite und freue mich über jedes Feedback ... bisher war es immer positiv, das mich sehr freut ... allerdings hätte ich auch nichts gegen konstruktive Kritik, denn nur daraus lernt man und kann es ändern ;)
    Wie kommt man denn in solche wie oben erwähnte Blogger Portale?
    Nochmals Danke für deinen Bericht ♡
    Liebe Grüße,
    Sandsch @ Sandys Welt

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    1. Bei der Topliste von lesestunden kannst du dich anmelden: http://www.lesestunden.de/topliste. DAs steht ziemlich klein über der Liste. Bei Rezisuche (https://rezi-suche.de/) kannst du deinen Blog ebenfalls eintragen. Dort kannst du dann entweder selbst Autoren wegen einem Buch anfragen oder jemand schreibt dich deswegen an. :)

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  8. Hallo Anna

    Nachdem mir ja schon der erste Teil deiner Zusammenfassung dieses Themas sehr gut gefallen hat, musste ich natürlich auch den Zweiten lesen!
    Tja, was soll ich sagen? Ich habe da wohl (versehentlich *grins*) alles richtig gemacht!
    Toller Beitrag auch hier! Ich hoffe, dass sich das viele meiner schreibenden Kollegen (am besten alle!) zu Herzen nehmen!
    Ich selbst freue mich über eine Rezension meines Buches, egal, wie sie ausfällt: Zur Not kann ich immer noch selbst oder gerade wegen einer schlechten Rezi lernen! Aber auch ich gebe zu: Eine positive Rezi wäre mir lieber ;)

    Mit besten Grüßen

    Micha

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  9. Gut geworden :-) Kommt mir sehr vollständig vor und besonders den PUnkt "Zurückmelden nach dem Rezi-Link" finde ich wichtig für eine zukünftigen Zusammenarbeit! Vielleicht erstellt man einen speziellen Newsletter für Rezensenten, um sie auf dem Laufenden zu halten... :-) Nur eine Ergänzung: Um Rezensenten zu finden, kann man nach ähnlichen Büchern googlen und sich die Rezensenten angucken.

    Ich glaube, es ist besser, wenn du die Links deutlicher hervorhebt und den anderen ARtikel (von letzter Woche) verlinkst. Außerdem wäre es cool, das "Wie funktioniert das?" vom "Was muss ich als Autor konkret tun?" durch einen Absatz zu trennen. Das wäre etwas übersichtlicher. Dennoch: Schöner ARtikel!

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    1. Danke, aber den Artikel verändere ich nicht mehr. ;)

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    2. DAs klingt interessant! Wirst du den Artikel für ein anderes Projekt nutzen, sodass er in dieser Form bleiben muss? *begeistert*

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    3. Ne, aber ich sehe keinen Grund ihn zu ändern. :D

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    4. Die Anmerkung mit dem Absätzen war eher eine Anregung für die Zukunft, aber es ist natürlich eine Kann-Geschichte. Wichtiger finde ich tatsächlich die Verlinkungen, weil damit die Nutzerfreundlichkeit steigt und der Artikel für mich nützlicher wird. Langfristig sorgt das für mehr Kompetenz. Aber du hast natürlich recht: Ändern musst du nichts.

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    5. Die Verlinkungen kommen bald auf einer Extraseite, wozu ich allerdings bisher nicht gekommen bin. ;)

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  10. Ich kenne ja die anderen Anfragen nicht ;-)
    Ich dachte immer, die Infos extern auf meiner Webseite anzugeben, würde es einfacher machen. Oder willst du seitenlange Mails lesen? Ja, wirklich? Die Frage interessiert mich.
    Ich habe auf meiner Webseite Infos zu mir als Autorin, zu jedem Buch, zu dessen Formaten, ja, sogar etwas zu "Bücherkomplizen" bei Blogs.
    Schlecht?

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    1. Hilf mir bitte gerade mal auf die Sprünge, auf welchen Absatz du dich beziehst. :D

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