Sonntag, 4. September 2016

[Rezension] Die Geheimnisse der Alaburg von Greg Walters

Hier könnt ihr das Buch kaufen.

Ein Mensch, der von der Magie beherrscht wird,
ein Zwerg, der nicht zaubern kann,
ein übergewichtiger Zwergelbe,
ein hinkender Ork.
Sie können die Welt retten – oder vernichten.
Leik, 16 Jahre, erlebt einen Winter, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Er trifft seine erste Liebe, besucht eine Universität, in der Magie gelehrt wird, und findet zum ersten Mal im Leben Freunde. Aber seine Welt ist dem Untergang geweiht. Nur wenn Leik es schafft, die Farben der Zauberei richtig einzusetzen, kann er sie retten. Denn außer ihm kann niemand auf der Welt alle drei magischen Farben sehen. Das macht ihn außergewöhnlich – und gefährlich …

Verschlafen und mit vor Kälte rot gefrorenem Gesicht hob Leik mehrere große Pakete vom Rücken seines Pferdes Rewen. Dem schmalen Jungen, der für seine sechzehn Jahre ein bisschen zu klein war, sah man die Anstrengung an.


Das Cover und der Klappentext
Das Cover strahlt etwas sehr Düsteres aus, was mir gut gefällt. Man sieht darauf die verschiedenen Charaktere, die schon einmal im Klappentext beschrieben wurden und es ist klar zu erkennen, wie unterschiedlich diese sind. Ich finde, dass die Schrift gut mit dem Hintergrund harmoniert. Der Klappentext lässt sich gut lesen, ist nicht zu lang und macht sehr neugierig auf das Buch, weil wichtige Elemente genannt werden und die Charakterbeschreibung witzig zu lesen ist.

Der Schreibstil
Der Schreibstil des Autors ist flüssig zu lesen, aber an manchen Stellen durch die Wortwahl etwas schwerer zu verstehen, da mir ein paar der Wörter nicht unbedingt geläufig waren. Mir hat gut gefallen, dass es eine klare Entwicklung gab. Wo am Anfang der Schreibstil noch etwas holprig war, wurde er immer besser. Allerdings tat dies der Spannung keinen Abbruch, die er mit seinem Schreibstil entfacht und durch seine bildliche Beschreibung unterstützt.

Die Charaktere
Wie der Klappentext schon beschreibt, trifft der Leser auf die unterschiedlichsten Charaktere. Zum Anfang begleitet er Leik, einen Jungen von 16 Jahren, der bei Gerald, einem Jäger, aufwächst und für ihn Felle auf dem Markt verkauft. Aber in Leik steckt mehr, als man zuerst vermuten lässt. Leik ist für mich ein starker Charakter, der sich nicht davor scheut, sich für die Menschen, die er liebt, zu opfern und ihnen zu helfen. Ich finde es auch toll, dass er sich und seine Begabung immer wieder reflektiert. Auf der Alaburg findet er im Verlauf drei neue Freunde. Zum einen treffen wir auf Morlâ, einen Halbzwerg, der durch seine witzige Art hervorsticht. Zum anderen auf Filixx, einen sehr übergewichtigen Elben, der einfach Unmengen an Essen verdrücken kann und zu guter Letzt auf Ûlyer, den man nicht unterschätzen sollte, denn Äußeres und die Herkunft sagen nicht alles über einen aus. Die Charaktere waren mit sehr viel Liebe und Vielfältigkeit gestaltet, sodass ich sie gerne begleitet habe.

Der Einstieg in das Buch
Die meisten Bücher besitzen einen Prolog, der den Leser auf das vorbereitet, was ihn auf den nächsten Seiten erwarten wird. Hier jedoch nicht. Der Leser wird direkt mit Leik vertraut gemacht, der seine Felle auf dem Markt verkauft. Der Leser lernt ihn kennen, mit seinen Schwächen und Gedanken, aber auch mit seinen Ängsten. Den Einstieg finde ich daher gut gewählt, da ich so nicht direkt einschätzen konnte, was mich erwartet und es somit spannend blieb.

Die Spannung, Handlung und Idee
Die Idee rund um das Buch finde ich gut, auch wenn es mich zum Teil etwas an Harry Potter erinnert hatte. Also überwiegend der Teil auf der Alaburg, bei denen es auch verschiedene Gruppen gibt, Hausführer und ein Spiel, in dem die verschiedenen Gruppe antreten und doch trügt der Schein. Was anfangs so ähnlich klang, ändert sich im Verlauf. Zum Beispiel das Spiel Sternball hat mich positiv überrascht, da es spannend und interessant war. Ich glaube dem Autoren waren die Parallelen zum Teil selbst bewusst, den an einer Stelle macht er kurz einen kleinen Witz über fliegende Besen. Die Spannung war anfangs sehr hoch. Das Buch begann sehr stark, nahm dann aber mit der Ankunft auf der Alaburg sehr stark ab, sodass es einige Längen gab, die aber im Verlauf durch rasante Begebenheiten wieder wettgemacht wurden. Ab ca. der Mitte des Buches konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen, da ich sehr stark an das Buch gefesselt war und ich bin begeistert von der Geschichte. Den einzigen kleinen Kritikpunkt den ich noch habe, ist die Liebe von Leik zu Drena. Die Liebe zu ihr war mir doch etwas zu übertrieben und hat mich manchmal genervt, da sich Leiks Gedanken oftmals zu viel um sie drehten. Allerdings hatte es auch einen Grund, welchen man aber erst gegen Ende erfährt.

Das Ende
Das Ende konnte mich auf jeden Fall noch einmal voll und ganz überzeugen. Es war spannend, nicht voraussehbar und rasant. Die Charaktere wachsen über sich hinaus und der Autor verpasst der ganzen Geschichte noch einmal einen runden Abschluss, der allerdings viele Fragen offen lässt, die mit dem nächsten Band sicherlich geklärt werden.

Mein Fazit
Für mich ist das Buch ein tolles Debüt des Autors. Auch wenn es einige Parallelen zu Harry Potter gibt, so ist es doch etwas gänzlich Anderes, das dem Leser schöne und spannende Stunden beschert. Das Buch ist für alle geeignet, die auf lustige Charaktere, düstere Gestalten und viele spannende Stellen stehen. Ich werde auf jeden Fall so bald wie möglich auch Band 2 lesen.

Meine Bewertung
4,6 Sterne



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