Montag, 4. Juli 2016

[Rezension] Luchstränen von Stefanie Friedl

Miranda ist eine draufgängerische, eigensinnige Luchswandlerin, die in der schwersten Zeit ihres Lebens auf ihren größten Feind trifft. Kann sie es mit Hilfe ihrer Freunde schaffen, ihn und seine gefährlichen Gefolgsleute zu besiegen? Schon so viele sind daran gescheitert. Doch das Überleben der Gestaltwandler steht auf dem Spiel. Quelle

Schmerzen, unendliche Schmerzen. Ihr Körper fühlte sich an, als ob ein Feuer darin wüten würde.


Das Cover gefällt mir gut. Es sieht farblich sehr harmonisch aus und auch die Bilder gefallen mir.

Der Schreibstil der Autorin ist durchschnittlich. Mal flüssig, dann wieder stockend, aber gut verständlich. Manchmal kamen mir zu viele kurze Sätze hintereinander, sodass das Lesen für mich zwischenzeitig stockend war. Zudem hatte ich das Gefühl, dass die Autorin sich an manchen Stellen wiederholt.

Der Einstieg in das Buch war gut gewählt, sehr düster und brutal. Tatsächlich habe ich am Anfang schlucken müssen, da ich weder aus dem Klappentext noch dem Cover schließen konnte, wie unverblümt die Autorin die Ereignisse beschreibt.

Nach dem sehr starken Einstieg, verliert das Buch leider für mich stark an Fahrt. Die Ereignisse werden ruhiger und es wird mehr von den Charakteren erzählt, als das rasante Action aufkommt. In dem Zusammenhang möchte ich auch die Charaktere erwähnen. Die Charaktere waren interessant und zum Teil auch sympathisch, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass sie mehr ausgeschmückt werden. Für mich waren die Charaktere zum Teil wirklich sehr blass und auch die Protagonistin war für mich nur halb ausgearbeitet, sodass ich mich zwar mit ihr identifizieren konnte, aber irgendwie auch nicht richtig.

Leider musste ich auch in ca. der Mitte feststellen, dass der Autorin ein Logikfehler unterlaufen ist. Sie beschreibt eine Szene mit einer Vampirin, deren Namen bis dato nicht bekannt ist, sie aber beim Namen genannt wird um im Anschluss nach dem gefragt zu werden. So Fehler finde ich sehr schade.

Das Ende hingegen hat mich an den Anfang erinnert. Brutal, spannend , sehr gut beschrieben. Hinzukam die Liebe, die die Autorin den Charakteren einflößt. Das Ende konnte mich dann doch noch überzeugen und es macht sehr neugierig auf den nächsten Teil, da alles offen ist.

Im Großen und Ganzen hat das Buch mir gefallen, auch wenn ich mir oftmals mehr Spannung gewünscht hätte.

Meine Bewertung
3,6 Sterne

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