Donnerstag, 7. Juli 2016

[Rezension] Armania: Auf der Suche nach dem Bernsteinblut von Shanti M.C. Lunau

Rina ist glücklich. Sie hat nicht nur ihr Abitur bestanden, sondern auch die Liebe ihres Lebens gefunden. Doch dann geschieht etwas, womit niemand gerechnet hatte. Rinas Freund wird von seiner Vergangenheit eingeholt und schwebt kurz darauf in Lebensgefahr. Nur ein einziges Medikament kann ihn jetzt noch retten, doch dafür muss Rina in eine Welt reisen, die sie nicht kennt. Wird sie es schaffen, das Bernsteinblut rechtzeitig zu finden und ihre Liebe zu retten? Quelle

Er bleibt stehen, als hätte er etwas besonderes in einem der Schaufenster entdeckt. Seine empfindliche Nase reckt sich vorsichtig, fast unsichtbar ein wenig nach oben und zieht die Düfte der Umgebung ein, während seine leuchtenden Augen sich suchend umblicken.


Das Cover gefällt mir gut. Im Originalen ist es sogar noch etwas farbenkräftiger als hier auf dem Cover.

Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen und zu verstehen. Sie schreibt sehr flüssig und detailliert. Sie hält die Spannung über das Buch hinweg konsequent oben und lässt diese am Ende noch einmal in einem wahren Showdown explodieren. Ein wenig gestört hat mich allerdings, dass die Protagonistin Rina immer wieder ihre Geschichte erzählt. Dort hätte mir ein Satz á la Und dann erzählt sie ihre Geschichte gereicht. Sehr schön finde ich, dass hier nicht immer nur die Begebenheiten erzählt werden, sondern, dass es auch immer wieder Tagebucheinträge gibt, die Situationen näher beleuchten und das Buch auflockern.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie hat die Protagonisten gut ausgearbeitet, sodass ich mich mit diesen identifizieren konnte. Zudem waren es keine Charaktere, die überheblich gewirkt hatten, sondern Menschen wie wir. Rina ist sogar eine Bücherverschlingerin, sodass man als Leser gut versteht, warum sie so angetan ist von der fantastischen Welt. Criff fand ich als Charakter auch sehr stark und interessant, vor allem, weil er ein Gestaltenwandler und sehr sympathisch ist. Schade, dass er nur ca. 1/3 des Buches einen wirklich aktiven Part hatte. Erwähnen möchte ich auch die ganzen Nebencharaktere, die dem Leser auf der Reise mit Rina über dem Weg laufen. Ich bin auf die verrücktesten Wesen getroffen, die nicht unterschiedlichster sein könnten. Dadurch war das Buch sehr vielfältig.

Das Ende hatte ich oben schon einmal kurz erwähnt. Es war wirklich sehr spannend und konnte mich noch einmal richtig fesseln. Es war sehr rasant und die Ereignisse überschlugen sich. Und natürlich durfte hier die große Liebe nicht fehlen und ich muss sagen, ich hatte zum Teil Tränen in den Augen, da es sehr Herzzerreißend war. Den einzigen Kritikpunkt den ich hier habe, ist, dass ich mir das Zusammentreffen sich der Protagonistin Rina und dem Princen mehr ausgeschmückt gewünscht hätte. Der Teil war mir zu kurz und zu schnell abgehakt.

Im Großen und Ganzen hat die Autorin eine tolle Fantasygeschichte gezaubert, die den Leser in eine neue Welt voller magische Wesen entführt. Wer also auf viel Fantasy, tolle Wesen und auch Liebe steht, macht bei diesem Buch nichts falsch.

Meine Bewertung
4,5 Sterne

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