Samstag, 9. April 2016

[Rezension] Von sterbenden Engeln von Chriz Wagner

1645 n. Chr.: Thyri lebt im österreichischen Schrattenthal und arbeitet als Magd bei dem übergriffigen und alles in allem wenig christlichen Pastor Kuntz Schnabel.
Eines Nachts wird sie Zeugin eines ungeheuren Schauspiels: Während einer letzten Ölung öffnet der Pastor gewaltsam die Augen des Sterbenden und murmelt beschwörende Formeln.
Und nun häufen sich die schrecklichen Ereignisse in Schrattenthal. Ein vorher so lebensfroher Händler lebt nun auf der Straße und erkennt Thyri nicht wieder, ein Bauer wird lebendig begraben und beinahe wird das junge Mädchen Helena von schwedischen Soldaten vergewaltigt. Doch im letzten Moment eilt ihr Ännlin zur Hilfe, die von sich behauptet ein Engel zu sein.
Für Thyri beginnt eine Zeit der Fragen. Ist Ännlin eine Ewige wie sie? Oder ist sie ein Engel wie Ännlin? Wie kann sie Helena vor den Schweden und Pastor Schnabel schützen? Und gelingt es ihr mit Ännlins Hilfe das Böse aus Schrattenthal wieder zu vertreiben? Quelle

Pastor Kuntz Schnabel hatte es ungewöhnlich eilig. Sonst erinnerte sein Gang an ein schwankendes Weinfass - seinen verwöhnten Gliedmaßen mutete er nicht eine Bewegung zu viel zu.



Von sterbenden Engeln ist der 4te Teil des Autors einer Reihe, deren Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können.
 
Dieses Buch war wieder sehr düster und für mich der beste Teil der Reihe. Wo mir bei den anderen Büchern teilweise die Spannung gefehlt hatte, konnte ich mich hier eigentlich nicht beklagen.
 
Ein wenig gewöhnungsbedürftig war für mich am Anfang, dass plötzlich der Protagonist keiner mehr war, sondern eine Protagonistin. Tatsächlich war mir diese aber sympathischer als ihr Vorgänger. Auch sie trägt das Unsterblichkeitsgen in sich.
 
Das Setting ist diesmal extrem düster und voller bösen Machenschaften. Aber gleichzeitig war es auch sehr berührend.
 
Der Einstieg war diesmal schon direkt spannend und spätestens ab der Mitte schon sehr spannend, sodass mich das Buch über die gesamte Zeit hinweg fesseln konnte.
 
Da mir die Geschichte um die Protagonistin Thyri wesentlich besser gefallen hat, hoffe ich, dass ich sie auch in einem weiteren Buch begleiten darf.

4,4 Sterne


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