Freitag, 4. März 2016

[Rezension] Rheingold von Anja Bagus



Französische Kampfmaschinen stehen am Rhein und schießen auf alles, was sich ihnen nähert.? Die Franzosen bestreiten jedoch vehement, dass sie die Metallkolosse dort abgestellt haben. Als Zeichen ihrer friedlichen Absichten beliefern sie die bereits zur Verteidigung aufmarschierenden Preußen mit jener schwarzen glasartigen Substanz, mit der diese Maschinen angetrieben werden. Zu Munition verarbeitet ist es das Einzige, was gefährliche Veränderte aufhalten kann. Dennoch droht die Lage zu eskalieren.??
Obwohl seine Frau Minerva strikt dagegen ist, entschließt sich Falk Bischoff den Auftrag zur Herstellung der Munition anzunehmen, da er das Wissen um diese Substanz nicht in die falschen Hände geraten lassen möchte. Seine heimliche Hoffnung ist, dass es nie zu einem großflächigen Einsatz kommt. Doch als etwas weitaus Bedrohlicheres aus dem Rhein auftaucht, ändert sich die Lage: Während einige darin einen Anlass sehen, endlich ihre militärische Stärke zu demonstrieren, versuchen andere, ein Blutvergießen zu verhindern.??
So wie es eine preußische Hexe lange vorausgesehen hat, stehen Falk und Minerva im Mittelpunkt der dramatischen Ereignisse. Voneinander getrennt müssen sie nicht nur ihr eigenes Leben retten, sondern auch versuchen, einen Krieg zu verhindern.
"Rheingold" bildet den Abschluss der Trilogie, welcher "Waldesruh" und "Glasberg" voraus gegangen ist.
Quelle

Schwarz trifft auf Weiß. Immer und immer wieder.

Das Cover ist wieder einfach typisch Steampunk. Wie auch schon bei den Vorgängern, gefällt mir dieses wieder gut, da es einfach auffällt und interessant aussieht. Hier möchte ich diesmal auch den Klappentext erwähnen. Wie man unschwer erkennen kann, ist er sehr lang und verrät dem Leser doch schon viel. Ich für meinen Teil habe den Klappentext diesmal nicht gelesen, um mir die Spannung nicht vorwegzunehmen.

Das Buch ist wieder in mehrere Erzählstränge unterteilt und handelt von den verschiedenen Charakteren. Nachdem im zweiten Teil noch viele Fragen offen waren, wurden nun endlich alle Fragen geklärt und die Erzählstränge sind zu einem sinnvollen Ganzem zusammengelaufen.

Die Charaktere haben mir wieder gut gefallen und ich war begeistert, dass die Charaktere sich noch einmal entwickelt haben. Neben den Charakteren aus dem ersten und zweiten Teil, lernt der Leser nun auch neue Charaktere kennen, die mal mehr und mal weniger nett und sympathisch waren. Vor allem die Drachen fand ich echt toll, mit sehr kreativen Eigenschaften. Im Laufe des Buches hatte ich mich gefragt, was eigentlich aus dem Erlkönig geworden ist und welche Rolle ihm zu Teil werden sollte. Auch diese Frage konnte für mich zufriedenstellend beantworten werden.

Der letzte Teil der Trilogie knüpft wieder direkt an den Vorgänger an. Der Leser muss nicht lange warten, bis sich die Ereignisse überschlagen. Auch wenn das Buch die meiste Zeit spannend war, hatte es diesmal allerdings für mich an der ein oder anderen Stelle geschwächelt und wurde in die Länge gezogen. Dies wurde dann deutlich, wenn nicht so viel passierte, sondern eher erzählt wurde.

Ich für meinen Teil bin immer noch von der Welt, die Anja Bagus geschaffen hat, begeistert und hoffe, dass ich auch in Zukunft noch etwas aus ihren Federn lesen werde.

4,1 Sterne


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