Samstag, 26. März 2016

[Rezension] E.J. und das Drachenmal von Anika Oeschger

Merkwürdige Veränderungen an ihrem Körper werfen die16-jährige Emilia Jane, die sich lieber nur E. J. nennen lässt, aus der Bahn. Nachdem sie mit ihrer Familie von Schottland nach Zürich gezogen ist, hat sie sich gerade erst an das gewöhnt, was die Pubertät mit ihr anstellt. Aber ein blauer Ausfluss, wo keiner sein sollte, und Hitzewallungen, die so heiß werden können, dass ihre Bettdecke Brandflecken bekommt, sind ein ganz anderes Kaliber als Pickel und Mitesser. Als sich dann auch noch ein unerklärlicher Ausschlag über ihren ganzen Körper ausbreitet, landet sie in der Quarantänestation der Stadtklinik.
  Schon bald stellt E. J. fest, dass sie eine Gezeichnete ist, Trägerin des Drachenmals, das ihr einerseits ungeahnte Fähigkeiten und Kräfte verleiht, aber gleichzeitig einen ihr unbekannten Feind aus den Tiefen einer längst vergessenen Epoche auf den Plan ruft. Das dunkle Etwas, das ihr nach dem Leben trachtet, kommt rasend schnell näher und scheint unbesiegbar zu sein ... Quelle


Grelles Licht lässt meine Augen förmlich explodieren, die Kopfschmerzen sind unerträglich. Ich drehe den Kopf weg, presse die Lider zusammen und blinzle immer wieder in die Helligkeit hinein, um mich zu orientieren.


Das Cover gefällt mir gut, auch wenn es mir von den Farben her ein wenig zu dunkel aussieht. Auf dem Cover sieht man E.J.
 
Der Schreibstil der Autorin ist sehr abgehackt, was durch kurze Sätze entstanden ist. Dadurch war das Buch für mich nicht sehr flüssig zu lesen. Im Laufe des Buches wird er jedoch besser. Die Autorin schreibt sehr detailliert und zieht dadurch Handlungen in die Länge.
 
Der Einstieg des Buches hat mir gut gefallen und er war sehr spannend. Allerdings hat dann die Spannung sehr nachgelassen und das Buch hatte sich bis zum Ende hin sehr gezogen, da nicht wirklich viel passiert ist und die Autorin die actionreichen Stellen nicht ausgeschmückt hat.
 
Generell wurden viele Ereignisse sehr schnell abgehandelt. Zum Beispiel ging es mir zu schnell, wie E.J. ihre Fähigkeiten lern. Eigentlich denke ich immer, dass so was einen Lernprozess unterlaufen ist, aber sie schafft es innerhalb von Minuten auch schwerere Zauber zu lernen. Die Elementbeherrrschung hat mich zusätzlich vom Aufbau her auch an die Fähigkeiten von Zoey aus House of Night erinnert und ich konnte viele Parallelen erkennen. Außerdem wurden auch hier die Menschen, dessen Fähigkeiten erwachten Gezeichnete genannt. Zudem war es mir einfach zu viel, dass ganz plötzlichen auch die Freunde von E.J. Gezeichnete sind. Das war mir dann doch etwas zu viel des Guten. Und was für mich auch nicht transparent ist, was es genau mit den Kräften auf sich hat und wieso die Charaktere diese bekommen hatte. Das konnte sich mir leider im Laufe des Buches nicht erschließen.
 
Die Charaktere waren mir nicht unbedingt sympathisch und haben mich zum Teil genervt, was auch wiederum viel auf die Protagonistin zurückzuführen ist, mit der ich nicht wirklich klar kam.
 
Die Idee des Buches gefällt mir gut und ich denke, dass man viel aus der Geschichte holen kann, wenn die Autorin ein wenig mehr auf Actionszenen setzen würde und an ihrem Schreibstil arbeitet. Jedoch wurden hier intensiv das Training von der Elementbeherrschung beschrieben und auch das Liebesleben von E.J. stand sehr im Fokus, sodass ich irgendwann mehr oder weniger das Interesse verloren hatte. Ich hätte mir einfach mehr "Kampf" gewünscht. 
 
Das Ende hingegen hat genau diesen Kampf beinhaltet und ich dachte, dass es nun endlich auch noch an Action zu nimmt. Aber leider war das Ende wenig ausgeschmückt und kurz abgehandelt, wodurch ich auch davon nicht richtig begeistert war.
 
Im Großen und Ganzen ist das Buch für jemand, der gerne etwas über das Training von Elementen lesen möchte und nicht unbedingt actionreiche Szenen benötigt.

2,4 Sterne


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