Dienstag, 8. März 2016

[Rezension] Das Band des blauen Schmetterlings von Johanna Wasser


Wenn die Einsamkeit der Preis für die
Ewigkeit wäre – würdest du unsterblich sein wollen?Trotz der Freude über Max’ Rückkehr zerbricht Annie fast daran, dass Lio für ihre Rettung sein Leben gelassen hat. Es dauert Monate, bis sie in ihren Alltag zurückfindet. Doch gerade, als alle glauben, sie habe ihre Trauer überwunden, taucht eine geheimnisvolle Botschaft auf. Der Inhalt verschwindet, kaum dass Annie ihn gelesen hat und lockt das Mädchen ausgerechnet nach Peribor, in eine Welt, aus der es kein Zurück mehr gibt … Quelle


Galoppierend kam die schwarze Mauer auf uns zu. Immer näher, immer bedrohlicher.

Das Cover des zweiten Teils ist genauso traumhaft, wie des ersten Bandes. Ich finde, dass es neugierig auf das Buch macht und den Leser schon vor dem Lesen in die Welt Rainbowland entführt.

Den Einstieg finde ich gut. Erst einmal schließt er sich an den vorigen Band an und der Leser erfährt auf den ersten zwei Seiten, noch einmal was passiert ist. In den nächsten Kapiteln, begleitet der Leser nun Annie dabei, wie sie verzweifelt versucht wieder ins Rainbowland zu kommen. Ich finde es diesmal sehr schade, dass durch die überwiegenden Handlungen auf unserer Welt das Genre der Fantasy verloren geht. Ich hatte erwartet, dass nach dem tollen Auftakt ich nun auch wieder in die Welt von Rainbowland entführt werde und dort die Reise von Annie und Lio weitergehen wird. Leider beschränkt sich dabei Annies Suche fast nur auf die Erde, die wir kennen, da ihr der Zugang zu Rainbowland verwehrt bleibt.

Leider muss ich da auch sehr stark auf die Spannung eingehen. Wo die ersten Seiten noch sehr interessant waren, konnte mich die Autorin mit etwas mehr als ca. der Hälfte des Buches diesmal nicht überzeugen. Durch den ständigen Versuch von Annie ins Rainbowland zu gelangen und den langen Gesprächen mit ihrem Lehrer, wurde es diesmal sehr langatmig und ich hätte mir einfach mehr spannende Ereignisse gewünscht. Erst als Annie es dann endlich schafft, wieder ins Rainbowland zu schaffen, konnte ich aufatmen und dann wurde es auch wirklich spannend und gut zu lesen.

Die Charaktere waren mir leider diesmal auch zu blass. Annie hatte ihren Bruder immer als aufgeweckten und lieben Jungen beschrieben, sodass ich immer gehofft hatte, dass ich ihn bald kennenlernen darf. Als es allerdings soweit war, war ich doch enttäuscht, da er durch das Koma eine scheinbar starke Wesensveränderung bekommen hatte, sodass ich ihn zum Teil sehr seltsam fand.

Auch der neue Charakter des Lehrers Irald konnte mich nicht überzeugen. Am Anfang war er mir etwas sympathisch, aber im Laufe des Buches konnte ich über ihn nur noch den Kopf schütteln, da ich ihn einfach nicht verstehen kann, wie er Lio so etwas grauenhaftes antun konnte.

Allerdings muss ich auch sagen, dass mir die Protagonisten Annie und Lio wieder gut gefallen haben, auch wenn Lio nicht viele Anteile in dem Buch hatte.

Das Ende hat mir dann noch einmal gut gefallen und ich muss sagen, dass es der spannendste Part war, der neugierig auf den nächsten Teil macht. Ich hoffe, dass der dritte Teil genauso spannend wird wie Teil 1 und das viel mehr Fantasyelemente mit in das Buch einfließen werden. 

 
3,6 Sterne

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