Dienstag, 29. Dezember 2015

[Rezension] Das Spiel der Spiele von George R.R. Martin

Wild Cards. Das Spiel der Spiele
Autor: George R.R. Martin
Verlag: Penhaligen
Seitenzahl: 542 Seiten
Genre: Science-Fiction
Reihe?: Ja

Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht. Quelle

Wer zur Hölle war Jetboy?
Mein Großvater hat versucht, es mir zu erklären, aber ich war noch zu jung und hab's nicht kapiert.


Erst einmal möchte ich anmerken, dass das Buch eigentlich schon der 18te  Band einer Reihe ist. Allerdings wird es in Deutschland als den ersten Band ausgegeben, was für mich einiges an Verwirrung geschaffen hatte. Dazu aber später mehr.
 
Das Cover finde ich gut gestaltet. Mir gefällt, dass es sehr düster gehalten ist. Außerdem finde ich es gut, dass man auf diesem einen der Protagonisten sieht,mit dessen Wildcard.
Zwar steht auf dem Cover dick und fett George R.R. Martin, jedoch ist dieser nur der Herausgeber des Buches und nicht der alleinige Autor.
 
Den Einstieg finde ich gut gelungen. Er führt den Leser in eine Welt voller Superhelden oder welche, die es sein wollen.
Im Laufe des Buches wechselt die Sicht von Protagonist zu Protagonist und man wird mit sehr vielen Protagonisten konfrontiert.
Ehrlich gesagt waren mir dies viel zu viele Charaktere, sodass ich zwischendurch einfach nicht mehr wusste, wer eigentlich wer ist und welche Fähigkeit dieser hat. Hinzukam auch, dass die Charakter sowohl mit Superheldennamen, als auch mit ihrem richtigen Namen benannt wurden und das in verschiedenen Kapitel, sodass ich einige Zeit gebraucht hatte, die richtigen Namen zu zuordnen zu können.
Ich gehe davon aus, dass es leichter zu verstehen wäre, wenn man die Vorgänger Bücher kennen würde. Allerdings ist es hier sehr ungünstig gelegt und ich finde, dass dadurch viele Charaktere sehr oberflächlich gestaltet worden sind.
Manchmal ist doch weniger mehr und ich hätte mir von dem ein oder anderen Charakter mehr Tiefe gewünscht.
 
Die Idee des Buches finde ich toll und spannend. Superhelden, die in einer Reality-Show landen und im Laufe feststellen, dass das Leben mehr beinhaltet als nur Spaß, sondern auch bitterer Ernst.
Das Buch gibt sehr zum nachdenken mit, da es ein ernstes Thema im Laufe des Buches behandelt, auch wenn es nicht danach aussieht.
Allerdings muss ich auch sagen, dass ich manchmal sehr verwirrt war und der Geschichte nicht richtig folgen konnte, da manche Handlungen von Kapitel zu Kapitel sehr gesprungen sind, sodass es mich doch sehr verwirrt hatte.
Allem in allem war es trotzdem spannend, auch wenn das Buch ab der Mitte circa nichts mehr mit der Anfangshandlung zu tun hatte und mich der Krieg in Ägypten doch sehr verwirrt hatte.
 
Im Großen und Ganzen finde ich die Idee gut, allerdings die Umsetzung nicht. Daher hoffe ich, dass der zweite Teil für Antworten auf offene Fragen sorgt.

3,4 Sterne



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