Samstag, 25. Juli 2015

[Rezension] Waldesruh von Anja Bagus

Spannender Auftakt, mit einer tollen Idee!

Titel: Waldesruh
Autor: Anja Bagus
Verlag:
Seitenzahl: 298 Seiten
Genre: Steampunk

Hochschwarzwald 1912 Die adlige Witwe Minerva hat die Nase voll davon, weiterhin Gesellschafterin ihrer Mutter zu sein. Der Unternehmer Falk Bischoff will eine Glashütte kaufen, doch der Glasmachermeister wurde ermordet und seine wertvolle Forschung ist verschwunden. Ein preußischer Hauptmann folgt den unheilvollen Visionen einer Hexe. Seine Mission: einen drohenden Krieg verhindern. Alle diese Personen logieren im exklusiven Hotel “Waldesruh”, dessen verwöhnte Gäste sich eines luxuriösen Lebens erfreuen. Sie wollen Skilaufen oder im Pferdeschlitten durch die verschneite Landschaft kutschieren und sich abends mit Tanz und Gesellschaftsspielen amüsieren. Doch auch sie müssen feststellen, dass der Æther rund um den mysteriösen Glasberg vieles verändert hat. Als in der Silvesternacht uralte Mächte erwachen, müssen sich alle entscheiden, auf welcher Seite sie stehen. Entdecken Sie die Ætherwelt: Steampunk aus Deutschland. Hier gibt es sowohl Automobile mit Æthereinspritzung, als auch Naturgeister, geheimnisvolle Apparate und religiöse Fanatiker. 

Ulrich spürte seine Füße nicht mehr. Er war so weit gelaufen, erst gerannt, dann gestolpert und nun konnte er sich nur noch auf den nächsten Schritt konzentrieren.


Aufbau und Schreibstil
Das Buch gliedert sich insgesamt in sieben große Kapitel, die jeweils durch einen Platzhalter noch einmal unterteilt sind. Am Anfang befindet sich eine Erklärung, was eigentlich die Ätherwelt ist und am Ende gibt es noch ein Glossar, welches die wichtigsten Begriffe erklärt.
Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, der die Leser mit in die Ätherwelt nimmt.

Spannung
Das Buch konnte mich direkt am Anfang schon fesseln und konnte mich auch bis zur letzten Seite überzeugen.

Charaktere
Minerva ist eine junge, autobegeisterte Frau, welche im Urlaub mit ihrer Mutter im Schwarzwald ist. Sie kleidet sich gerne praktisch; also in Hose und Fliegermütze.

Falk ist ein Geschäftsmann, welcher sich sehr für die Glaserei im Schwarzwald interessiert. Durch einen Unfall besitzt er nun besondere Augen, welche ihm das ein oder andere Mal zur Hilfe kommen.

Das Cover finde ich einfach toll. Mal etwas ganz anderes, im Gegensatz zu den anderen, schlichten Covern. Ich finde vor allem die Farben ganz toll, da ich mir auch so die Farbe des Äthers vorstelle. Auch die Elemente, die das Cover Zirren, sind wichtig und passen super darauf.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie sind authentisch und interessant.
Besonders Falk, auch wenn er mir anfangs unsympathisch war, hat mein Interesse auf sich gezogen, da seine Augen besonders sind und ich gerne mehr darüber wissen wollte.
Minerva war mir von Anfang an sympathisch und ich finde es toll, wie sie sich über die Normen der damaligen Gesellschaft hinwegsetzt und ihr eigenes Ding macht.
Die Nebencharaktere sind sehr unterschiedlich; von sympathisch bis eher unsympathisch ist alles dabei. Somit wird es nicht langweilig.
Auch lernen wir im ersten Teil den Erlkönig kennen, der mir jedoch auch am Ende noch ein Geheimnis bleibt.

Die Spannung konnte die Autorin von Anfang an halten. Mich hat das Buch direkt ab der ersten Seite fasziniert und gefesselt. Natürlich gab es auch Stellen, die nicht ganz so spannend waren, aber diese waren für den Fortgang der Geschichte sehr wichtig.

Die Idee der Geschichte finde ich super. Mal etwas ganz neues, was ich noch nicht gelesen habe. Habt ihr schon mal etwas von den Glasmenschen gehört? Nein? Dann verpasst ihr wirklich etwas und ihr solltet euch auf jeden Fall das Buch zu Gemüte führen.
Die Autorin hat es geschafft, sowohl fantastische Elemente, als auch Action und ein wenige Romance mit in ihr Buch fließen zu lassen und hat diese schön miteinander vereint.

Das Setting ist gut gewählt und ich konnte mich gut in die Welt hineindenken. Zwar befinden wir uns am Anfang des 20sten Jahrhunderts, jedoch hat dieses nicht viel mit dem, welches wir im Geschichtsunterricht kennengelernt haben, gemein. Viel mehr hat die Autorin selbst eine Welt erschaffen.

Das Ende gefällt mir sehr gut. Es wurde noch einmal richtig spannend und macht neugierig auf den nächsten Teil, auch wenn der erst in sich erst einmal abgeschlossen war.
Ich bin gespannt, wie es weiter geht.








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