Mittwoch, 22. Juli 2015

[Rezension] Silo von Hugh Howey

Lässt sich gut lesen, hat aber auch lange Passagen.
Silo
Titel: Silo
Autor: Hugh Howey
Verlag: Piper
Seitenzahl: 531 Seiten
Genre: Dystopie


Drei Jahre nach dem mysteriösen Tod seiner Frau Allison setzt Sheriff Holston seiner Aufgabe ein Ende und entschließt sich, die strengste Regel zu brechen: Er will das Silo verlassen. Doch die Erdoberfläche ist hoch toxisch, ihr Betreten bedeutet den sicheren Tod. Holston nimmt das in Kauf, um endlich mit eigenen Augen zu sehen, was sich hinter der großen Luke befindet, die sie alle gefangen hält. Seine Entdeckung ist ebenso ungeheuerlich wie die Folgen, die sein Handeln nicht zuletzt für seine Nachfolgerin Juliette hat …
Hugh Howeys verstörende Zukunftsvision ist rasanter Thriller und faszinierender Gesellschaftsroman in einem. »Silo« handelt von Lüge und Manipulation, Loyalität, Menschlichkeit und der großen Tragik unhinterfragter Regeln.

Die Kinder spielten, als Holston den Tod hinaufstieg. Er hörte sie kreischen, wie nur glückliche Kinder es tun.






Aufbau und Schreibstil
Das Buch ist in drei große Teil gegliedert, die wiederum in 82 kleinere Kapitel unterteilt sind.
Der Schreibstil des Autoren ist gut nachzuvollziehen und flüssig zu lesen.

Spannung
Die Spannung war sehr schwankend. Zum einen gibt es Stellen, die mich wirklich mit genommen haben, zum anderen gab es auch viele Teile, in denen ich gehofft habe, dass nun endlich etwas passiert.

Charaktere
Juliette ist eine junge Frau, die sehr wissbegierig ist. Sie arbeitet als Mechanikerin im unteren Teil des Silos, bis sie plötzlich als Bürgermeisterin fundieren soll. Allerdings beginnt sie da, die Ordnung im Silo zu hinterfragen und stellt sich mutig Gefahren.

Lukas ist wie Juliette sehr neugierig. Er liebt es Sternenbilder abzuzeichnen und diese zu erforschen. Er fundiert als wichtiger Bekannter von Juliette.


Das Cover finde ich eigentlich schön anzusehen. Auf den ersten Blick sieht es aus, als ob es von Ringe gezeichnet ist. Aber auf dem zweiten erkennt man, dass es sich hierbei um ein Silo, mit seinen Treppen handelt.
Auch die Farben finde ich gut gewählt, da sie durch das Gelb und Schwarz die Schatten- und Glanzseiten verbinden.

Die Charaktere waren leider etwas oberflächlich gehalten. Zwar wird etwas aus Juliettes Kindheit erzählt, aber ich konnte mich trotzdem nicht richtig mit ihr identifizieren und mich in sie hineinversetzen.
Im Laufe des Buches, muss sich der Leser entscheiden, ob man wirklich jedem Charakter trauen kann, oder ob es nicht besser ist, die Entscheidungen zu hinterfragen.

Die Idee des Buches finde ich gut. Es zeigt auf, dass die Menschen sich irgendwann selbst vernichten werden, aber dies auch im Hintergrund schon geplant wird, und wie man einzelne Individuen retten und diese nach ihren Vorstellungen formen kann. Aber was passiert, wenn jemand aus diesem Schema ausbricht und andere sich ihm anschließen?

Die Spannung habe ich oben schon einmal kurz erwähnt. Das Buch beginnt damit, dass wir erst einmal von Holsten erfahren, der wiederum im Laufe des Buches nicht mehr eine ganz so starke Rolle spielen wird.
Das hat sich für mich leider direkt schon etwas gezogen.
Im Laufe des Buches gibt es somit starke Schwankungen. Zum Einen war ich wirklich gefesselt, zum Anderen habe ich einfach gehofft, dass es endlich zu Ende ist.

Das Setting hat mich sehr beängstigt. Wie wäre es, wenn wir Gefangene in einem Silo wären, das wir nicht verlassen dürften, da die Welt uns da draußen umbringen würde? Jeder kleinste Fehltritt wurde dort hart bestraft und wer nicht nach den Regeln tanzt, aus der Welt ausradiert.

Das Ende war für mich dann noch einmal sehr unerwartet und spannend.
In sich ist das Buch erst einmal abgeschlossen und die Geschichte um Juliette wird erst im dritten Teil fortgesetzt, was auch mal sehr interessant ist.

Letztendlich finde ich die Idee gut, jedoch konnte das Buch mich nicht voll und ganz überzeugen, da es auch wirklich große Schwächen aufzeigt.








Kommentare:

  1. Mir hat es damals eigentlich ganz gut gefallen, schade das es nicht dein Fall war

    Lg Mietze

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    1. Schlecht war es ja nicht, aber halt mit für meinen Geschmack zu langen Passagen

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