Mittwoch, 29. Juli 2015

[Rezension] Das Mädchen, das Geschichten fängt von Victoria Schwab


Titel: Das Mädchen, das Geschichten fängt
Autor: Victoria Schwab
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 431 Seiten
Genre: Urban-Fantasy
Reihe?: Ja


Wenn ein Mensch stirbt, wird seine Lebensgeschichte in einer Art Bibliothek abgelegt. Manchmal jedoch erwachen die Geschichten und versuchen in die Welt der Lebenden zurückzukehren. Dann kommt Mac ins Spiel, denn sie ist eine Hüterin und ihre Aufgabe ist es, die entlaufenen Geschichten zurückzubringen. Doch plötzlich häufen sich diese Vorfälle, und die Grenzen zwischen Leben und Tod drohen zu verschwimmen. Mac beschleicht der schreckliche Verdacht, dass jemand die Lebensgeschichten manipuliert. Gemeinsam mit dem Hüter Wes versucht Mac, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.Quelle


Die Narrows erinnern mich an heiße Augustnächte im Süden.
Sie erinnern mich an alte Felsen und Orte, zu denen das Licht nicht vordringt.


Das Cover finde ich schön anzusehen, allerdings ist mir aufgefallen, dass es nicht richtig zum Inhalt passt. Zwar kann ich auch hier einige Assoziationen zum Inhalte ziehen, jedoch ist es für mich nicht mehr als schön anzusehen.
Das Originalcover finde ich wesentlich passender und ich verstehe nicht, warum es nicht übernommen wurde.



Das Buch ist generell in zwei Teile unterteilt.
Zum Einen erfahren wir viel über Mackenzies Vergangenheit. Es gibt immer wieder Rückblicke, in der sie sich an die Unterhaltungen mit ihrem Opa erinnert, der sie auf ihre Aufgabe, entflohen Chroniken einzusammeln, vorbereitet.
Zum Anderen begleiten wir Mackenzie eben bei diesen Aufgaben.


Mackenzie leidet sehr unter dem Verlust ihres kleinen Bruders Ben. Ihre Familie macht es ihr nicht leichter. Viel mehr entfliehen sie vor ihrer Vergangenheit, indem sie in eine neue Wohnung ziehen.
Auf der Suche nach verlorenen Seelen, kommt Mackenzie Dingen auf die Spur, die nicht mit rechten Dingen zu gehen. Unterstützung findet sie in Wesley, ein junger Mann, der ebenfalls Chroniken wieder einsammelt.


Beide Charaktere haben mir gut gefallen. Die Autorin hat sie liebevoll gestaltet, in dem sie ihnen Eigenschaften gegeben hat, die sie besonders machen.


Mir gefällt besonders gut die Idee der Geschichte und die damit verbundene Spannung. Ähnliches habe ich bisher nicht gelesen.
Ich finde es mutig, den Tod als wichtigen Bestandteil der Handlung, einfließen zu lassen und war gespannt, wie die Autorin das umsetzt.
Im Laufe des Buches hatte ich nicht das Gefühl, dass hier von Toten die Rede war, sondern vielmehr von lebenden Menschen, da sie genauso leiden und gute oder auch böse Absichten haben wie wir.
Vielleicht lag es aber auch daran, dass die Narrows nicht so düster und traurig sind, wie es vielleicht den Anschein erweckt, wenn man an eine Welt denkt, in der der Tod herrscht. Viel mehr habe ich sie mir einfach als ein unendliches Labyrinth mit vielen Türen vorgestellt.
Ich finde, dass die Autorin ihre Idee gut umgesetzt hat.


Im Laufe des Buches gibt es immer wieder Vorfälle, die spannend waren.
Jedoch hat sich die Autorin den Spannungshöhepunkt wirklich bis zum Ende aufgehoben. Ca. auf den letzten 50 - 100 Seiten wurde es noch einmal richtig spannend und ich war wahnsinnig an das Buch gefesselt.


Die Idee ist einfach super und wurde gut umgesetzt.
Das Buch ist auf jeden Fall für jeden, der gerne Jugendbücher liest.






Kommentare:

  1. Ich habe das Buch auch gelesen, mir hat es wahnsinnig gut gefallen. ;)
    Das gilt auch für das Cover, mir war das Originalcover viel zu düster und irgendwie zu mystisch (ich lese eher ungern Fantasy, weswegen ich beim Original wohl nicht zugegriffen hätte). Inwiefern findest du es passender?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es ist zwar düster, aber ich denke, dass der Tod eben auch nicht hell ist. Zwar stelle ich mir auch die Narrows nicht so dunkel vor, aber der zweite Satz des Buches sagt ja das Gegenteil ;)

      Löschen