Dienstag, 28. April 2015

[Rezension] Bärenherz - Der erste Schamane von Anna Fricke

Toller Auftakt, einer spannenden Fantasyserie, rund um den jungen Orc Varoxian.
Titel: Bärenherz - Der erste Schamane
Autor: Anna Fricke
Verlag:
Seitenzahl: 505
Genre: Fantasy


Eigentlich sind Orcs schon lange keine Bedrohung mehr für die Menschen, doch Nilayas brennender Hass auf diese Wesen treibt sie auf eine irrsinnige Jagd nach Vergeltung.
Während der Halborc Varoxian den Weg des Schamanen beschreitet, um sein Volk aus der Sklaverei zu befreien, muss die kaltblütige Jägerin feststellen, dass die Welt doch nicht so leicht in Gut und Böse zu unterteilen ist. Als sie im Kampf aufeinanderprallen, muss Nilaya plötzlich alles, woran sie geglaubt hat, in Frage stellen.


>>Es war einmal ein kleines Land in einer unbestimmten Zeit in einer Welt, die vielleicht gar nicht so weit weg von hier ist, wie man jetzt vielleicht denkt. Dort lebten die Kreaturen der Nacht und die Kreaturen des Tages friedlich nebeneinander. [...]>>



Aufbau und Schreibstil
Insgesamt hat das Buch 18 Kapitel, welche sich laut Autorin über eine Seitenzahl von 505 Seiten ziehen.
Die Autorin hat einen schönen Schreibstil, welcher den verschiedenen Charakteren angepasst ist.

Spannung
Direkt der Einstieg ließ darauf schließen, dass das Buch interessant und spannend zu lesen ist. Schnell wird klar, dass die Welt nicht so harmlos ist, wie sie auf den ersten Blick scheinen lässt.

Charaktere
Varoxian
Varoian ist ein junger Orc, welcher in einer Welt aufwachsen muss, in dem die Orcs als Sklaven der Menschen dienen. Mutig stellt er sich gegen die Menschen und erkennt schnell, dass er mehr als gewöhnlicher Orc ist.

Nilaya
Nilaya ist eine junge Kriegerin. Sie ist mit dem Glauben aufgewachsen, dass Orcs nicht mehr wert sind, als Tiere, dass man sie als Sklaven halten kann. Jedoch stellt sie ihre Meinung schnell in Frage und beginnt das ganze zu hinterfragen.

Das Cover finde ich sehr schön getroffen. Ich finde, dass die Farben wunderbar miteinander harmonieren.
Man kann darauf wichtige Elemente erkennen. Zum einen sehen wir viel Feuer, welches im Laufe des Buches noch eine Rolle spielen wird. Zum anderen sehen wir ein Schild und eine Axt, welche ebenfalls für Varoxian eine Rolle spielen werden.

Den Einstieg in die Geschichte finde ich ebenfalls gut getroffen. Wir erfahren ein wenig von der Geschichte der Menschen und den Orcs und wir lernen die kleine Nilaya und ihren Vater kennen.
Aber schnell wird klar, dass die zu erst harmonisch wirkende Welt, grausam und brutal ist, in dem das eine Volk komplett unterdrückt und für verschiedene Zwecke benutzt wird, die sexuelle Übergriffe und Schmerzen nicht ausschließt.

Die Charaktere waren für mich mehr oder weniger sympathisch. Auf der einen Seite haben wir dir Orcs, bei denen wir vor allem Varoxian begleiten.
Varoxian wirkte auf mich zum einen schüchtern, zum anderen aber auch sehr Charakterstark. Auch wenn er durch sein Aussehen von den Anderen ausgeschlossen wird, so stellt er sich doch tapfer gegen alle und beweist wahren Heldenmut.
Leider waren mir die anderen Orcs, bis auf Varoxians Mutter, weniger sympathisch, da sie, wie eben schon benannt, Varoxian nur herunterziehen.

Auf den Seiten der Menschen habe ich meist nur "schlechte" Menschen kennengelernt, da sie mit dem Glauben erzogen wurden, dass Orcs nur als Sklaven dienen. Aber kann ein Mensch etwas dafür, wenn er es nicht besser weiß?
Auf dieser Seite begleiten wir vor allem die junge Kriegerin Nilaya, welche trotz ihrer Abneigung gegen die Orcs bereit ist (nach einem Ereignis), sich auch deren Standpunkte anzuhören. Im Laufe des Buches muss sie sich fragen, ob man sich von den Stigmata abkapseln kann.

Die Spannung im Buch schwankt ein wenig. Auf der einen Seite haben wir die Szenen, die sehr spannend sind, auf der anderen Seite jedoch auch Stellen, an denen nicht sehr viel passiert, jedoch für den Fortgang der Geschichte von Relevanz sind.
Vor allem auf den letzten Seiten, nimmt das Buch aber noch mal ordentlich an Spannung zu und überraschte mich noch einmal positiv.

Die Autorin schreckt nicht davor zurück, die Geschichte ungeniert zu erzählen. So erzählt sie, wie Orcs getötet werden, oder auch Orcs vergewaltigt werden. Das zeigt auf, wie grausam das Leben für sie sein muss und ich habe an vielen Stellen mit ihnen mitgelitten.

Leider hat mir das Ende nicht zu gesagt. Es kam für mich viel zu abrupt. Zu erst befinden wir uns in der Gegenwart. Dann plötzlich befinden wir uns im letzten Kapitel weit in der Zukunft. Das hatte mich sehr verwirrt, vor allem, weil es sich hierbei um den ersten Teil der Reihe handelt und ich dachte, dass Varoxian uns als Protagonist erhalten bleibt. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil.


Spannung   : 4/5 Kirschblüten
Charaktere  : 5/5 Kirschblüten
Inhalt       :   4/5 Kirschblüten
Klappentext    : 4/5 Kirschblüten
Cover       :     5/5 Kirschblüten
Schreibstil  :  4/5 Kirschblüte




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