Sonntag, 19. April 2015

[Autoreninterview] Isabella Muhr

Isabella Muhr

Stell dich doch einmal kurz vor.  
Mein Name ist Isabella Muhr, ich bin 30 Jahre alt, Erzieherin aus München, verheiratet und Mutter eines 3 Jahre alten Sohnes. Im Mai kommt mein zweiter Sohn auf die Welt und wir freuen uns schon alle sehr auf ihn :).

Privat backe ich neben dem Schreiben sehr gerne und ich häkle.



Was hat dich dazu bewegt, Bücher zu schreiben?
Ich bin ein eher zurückhaltender Typ. Das, was ich zu sagen habe, drücke ich lieber in Schriftform und in aller Ruhe aus. Es entspannt mich und ist jedes Mal aufs neue ein wahnsinns Gefühl, wenn ich merke, was da so alles aus meinem Kopf und aufs Papier kommt.


Wie entwickeln sich deine Ideen zu den Büchern?



Wodurch wirst du inspiriert?
Meist sind es Alltagsbeobachtungen, die mich beschäftigen. Interessante Persönlichkeiten, die einem auf der Straße begegnen, ein Gespräch, das man zwischen zwei Menschen im Vorbeigehen aufschnappt. Andere Bücher finde ich auch immer wieder inspirierend. Gerade was Schreibtechniken angeht.



Hat sich dein Leben verändert, seitdem du begonnen hast Bücher zu schreiben?
Außer, dass sich mein Mann darüber beschwert, dass ich Abends so wenig Zeit für ihn habe, nicht :). Und der Schlaf kommt ein wenig zu kurz...



Hast du zwischendurch auch mal Schreibblockaden? Was machst du dagegen?
Es sind weniger Schreibblockaden, als die mangelnde Zeit bzw. die mangelnde Energie am Abend zu schreiben. Ich habe einen 3jährigen Sohn, der ganz schön viel Aufmerksamkeit haben will :) und jetzt, wo ich zum zweiten Mal schwanger bin, bin ich immer so müüüde.

Mir helfen da strikt gesetzte Termine, die ich mir in den Kalender eintrage. Wenn dieser Termin steht, dann setze ich mich an den Schreibtisch, komme was wolle.



Gab es irgendwann mal einen Zeitpunkt, an dem du am liebsten alles über Bord geworfen hättest? Was hat dich dazu bewegt weiter zu schreiben?Als ich von Absagen einzelner Verlage überhäuft wurde, habe ich schon an mir und meinen Qualitäten als Autorin gezweifelt, aber der Austausch mit anderen Selfpublishern hat mir sehr geholfen.



Erzähl doch mal etwas zu deinem Buch/deinen Büchern.
Reine Kopfsache!??“ ist ein ziemlich persönlicher Roman, in dem ich viel von mir und meiner Weltanschauung preisgebe. Ich habe versucht, ernsthafte Themen mit viel Humor und Optimismus zu behandeln und auf diese Weise ein Buch für den Leser zu schaffen, das ihm Freude bereitet, aber gleichzeitig wertvollen Tiefgang hat.



Hast du schon ein neues Buch geplant? Magst du uns schon etwas dazu verraten?
Ich hab da schon zwei/drei neue Ideen im Kopf. Aktuell arbeite ich an einem Buch, in dem drei Freundinnen in unterschiedlichen Beziehungskrisen stecken und sich gegenseitig dabei unterstützen, dass jede von ihnen auf individuelle Art und Weise ihr ganz persönliches Happy End finden kann.


Welche Bücher liest du ganz Privat? Welches Buch sollte man auf jeden Fall einmal gelesen haben?
Ich bin ein großer Kerstin Gier Fan, sie ist so witzig. Sydney Sheldon finde ich auch bewundernswert, weil mir das, was er schreibt, im Leben nicht einfallen würde. Die Art wie Markus Zusak schreibt, finde ich einzigartig. Sein Buch: „Der Joker“ ist mein Lieblingsroman.


Hast du das Gefühl, dass dir Rezensionen helfen? Findest du sie sinnvoll?
Bisher habe ich erst eine erhalten. Aber ich hoffe, da kommen noch viele mehr dazu! Sie sind das Feedback meiner Leser – gibt es etwas wertvolleres für einen Autor?



Wie stehst du zu Gewinnspielen? Verlost du auch manchmal eins deiner Bücher?
Aktuell verlose ich für eine Leserunde auf Facebook 10 Taschenbücher und 10 E-Books. Wenn diese Leserunde Spaß macht und erfolgreich verläuft, möchte ich im März/April noch eine auf Lovelybooks.de starten.



Wie gehst du mit negativer Kritik um? 
Gibt es für dich ein No-Go im Sinne von Büchern oder auch deinen Fans?
Ich bin für jede Art von Kritik dankbar! Sie macht mich und meine Arbeit besser und hilft mir, andere Sichtweisen kennen zu lernen und mein Gesamtbild zu vertiefen und zu erweitern. Also nur immer her damit ;). Nur bitte sachlich dabei bleiben, ich bin sensibel :)!

No-Gos hab ich eigentlich keine, ich bin da sehr aufgeschlossen und verträglich ;).

Hast du Tipps für junge Autoren oder die, die es gerne werden möchten?
Habt Ausdauer und setzt euch nicht zu sehr unter Druck! Ich habe vier Jahre für meinen ersten Roman gebraucht, weil er mir nie perfekt genug erschien und ich mir ewig den Kopf darüber zerbrochen habe, wie ich die einzelnen Sätze am literarisch wertvollsten bilden kann.
Ich denke, man sollte den Prozess an sich einfach genießen und nicht zu viel nachdenken.

Was willst du noch unbedingt an deine Leser los werden?
Lest, fragt, gebt Feedback. Ich will so viel wie möglich von und mit euch lernen und erleben























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