Mittwoch, 25. März 2015

[Rezension] Deleted von Margit Ruile



Titel: Deleted _Traue niemanden
Autor: Margit Ruile
Verlag: bloomoon
Seitenzahl: 251

Genre: Dystopie



Berlin 2034. Ben lebt ein ganz normales Leben mit seiner Familie. Den Alltag regelt wie bei allen anderen Menschen sein Slave für ihn. Eine Hologramm-Figur, die ihm bei Recherchen hilft, seine Termine plant und auch ansonsten immer für ihn da ist. Dank ihm hat Ben Zugriff auf alle möglichen Kameras in der Stadt. Ben stellt die ständige Überwachung der Slaves irgendwann in Frage und gerät an die falschen Freunde. Um Teil dieser Gruppe zu werden, soll Ben seinen Slave Sakar auslöschen. Ben folgt dieser Aufforderung, obwohl ihm Sakar geholfen hat, die Aufnahmeprüfung für die Akademie zu bestehen. Kurz darauf wird er in der Akademie aufgenommen und trifft dort auf den schwerfälligen Eigenbrötler Lennart, den klugen und aufrührerischen Jonas und die perfekte Zoe. Zoe spricht wie ein wandelndes Werbeplakat für das Internat. Aber irgendwie kommt Ben das alles sehr merkwürdig vor. Und als Jonas nach einer gewagten Diskussion im Unterricht plötzlich mitten in der Nacht verschwindet, weiß Ben nicht, wem er noch trauen kann. Quelle

Ob sie wohl wiederkommen? Vorhin habe ich ihre Schritte gehört.


Aufbau und Schreibstil
Insgesamt hat das Buch drei Teile, die jeweils in mehrere Kapitel mit sehr kreativen Überschriften unterteilt sind.
Die Autorin hat einen spannenden Schreibstil, welcher mich von Anfang an mit in die Welt von Ben entführt hatte.

Spannung
Das Buch konnte mich von Anfang an mitnehmen. Durch die Ich-Perspektive des Protagonisten Bens, wusste man nie was so richtig als nächstes geschieht und immer wieder gab es Kommentare von ihm, welche aus einer anderen Zeit stammen.

Charaktere
Ben
Ben lebt in einer Welt, welche von Hightech und Überwachungen nur so strotzt. Jeder Mensch besitzt eine "Uhr", welche sich als Hologramm aufbauen kann und so mit einem redet, Termine koordiniert und vieles mehr. Als Ben auf "falsche Freunde" trifft, soll sich sein Leben schlagartig verändern.

Ich finde, dass das Cover sehr gut zum Inhalt passt. Zum einen sehen wir einen Jungen (Ben?). Zum anderen können wir erkennen, dass die Hälfte seines Gesichtes verschwimmt. Was passiert, wenn jeder jedes über einen weiß? Können wir dann noch anonym leben?

Ben war mir trotz seinen jungen Jahren sehr sympathisch und gleichzeitig hatte ich oft das Gefühl, einem Erwachsenen gegenüber zu stehen. Im Laufe des Buches lernt er zu hinterfragen, ob alles einen legitimen Weg abläuft oder ob man hintergangen wird. Dabei hat er einen gefährlichen Weg hinter sich zu bringen.

Von Anfang an, konnte mich das Buch überzeugen. Wir treten in eine Welt, die wir uns eigentlich gar nicht vorstellen möchten, obwohl wir eigentlich auf dem besten Weg dahin sind. Die Menschen in der Zukunft werden alle überwacht und haben eigentlich keine Privatsphäre. Wer seinen Slave abschaltet, hat automatisch was zu verbergen, ist nicht mehr auf den aktuellsten Stand oder kann die simpelsten Sachen nicht mehr machen, wie in die Schule zu gehen.

Die Autorin wirft mit ihrem Buch Fragen auf, welche wir uns eigentlich gar nicht beantworten möchten. Was wäre, wenn wir rund um die Uhr bewacht werden? Was wäre, wenn du keine Möglichkeit hast, dem Wahnsinn zu entfliehen? Und was wäre, wenn du verfolgt wirst, wenn du dich versuchst gegen die höheren Mächte zu stellen? Hast du eine Chance?

Dir bleibt nur eine Chance.. Finde heraus, wer Böse und wer Gut ist...

Spätestens da begriff ich, dass wir uns zu mächtige Gegner ausgesucht hatten. Dass wir völlig schutzlos und nur Schachfiguren in einem ganz anderen viel größeren Spiel waren.

Ein tolles Buch, welches aufzeigt, was passieren kann, wenn die Technik mehr und mehr voranschreitet.

Spannung   : 5/5 Kirschblüten
Charaktere  : 5/5 Kirschblüten
Inhalt       :   5/5 Kirschblüten
Klappentext    : 5/5 Kirschblüten
Cover       :     5/5 Kirschblüten
Schreibstil  :  5/5 Kirschblüten

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