Sonntag, 29. März 2015

[Autoreninterview] Jürgen Friemel


Stell dich doch einmal kurz vor.
Geboren am 30. April 1957 in Aalen, verheiratet, zwei Töchter
Leseratte seit frühster Kindheit, mit den Schwerpunkten Sagen, historische Romane, Science Fiction und Fantasy. Habe im zarten Alter von 37 Jahren damit begonnen eine Fantasy-Saga zu schreiben, an der ich seit 20 Jahren dran bin und momentan an Band 10 arbeite.


Was hat dich dazu bewegt, Bücher zu schreiben?
Grund dafür, ist mein Interesse daran eine Welt zu entwickeln, basierend auf antiken und mittelalterlichen Technologien, mit kleinen Anleihen aus dem Bereich der Science Fiction. Es ist eine Welt ohne Schießpulver, in welcher die Anwendung alter Technologien dem Leser anschaulich erläutert wird. Das Ganze ist eingebunden in den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, allerdings ohne die lästigen Fesseln der irdischen Religionen.

Wie entwickeln sich deine Ideen zu den Büchern? Wodurch wirst du inspiriert?
Ich lese selber viel. Außer den oben bereits genannten Genres vor allem Geschichtsliteratur aus welcher ich die Informationen für den Aufbau meiner Welt gewinne.

Hat sich dein Leben verändert, seitdem du begonnen hast Bücher zu schreiben?
Ja! Sich, vor allem am Abend, mit dem weiteren Verlauf der Geschichte zu beschäftigen, ist ein wunderbarer Ausgleich zu meinem anstrengenden Job als Projektmanager und Business Consultant.



Hast du zwischendurch auch mal Schreibblockaden? Was machst du dagegen?
Da ich ja bisher ein echter „Slow-Writer“ war, kann ich mich nur an eine echte Schreibblockade erinnern. Das war in der Mitte von Band 4, für den ich drei Jahre gebraucht habe. Aber da ich meine Saga vor allem aus Freude an der Story und nicht aus kommerziellem Gründen schrieb, hatte ich nicht den Druck, unbedingt gleich weiter schreiben zu müssen. Das mag sich jetzt ändern, nachdem ich ja angekündigt habe ein 12-bändiges Werk zu schreiben, von dem bereits die Cover für alle Bände existieren.


Gab es irgendwann mal einen Zeitpunkt, an dem du am liebsten alles über Board geworfen hättest? Was hat dich dazu bewegt weiter zu schreiben?
Diesen Punkt gab es nie!

Erzähl doch mal etwas zu deinem Buch/deinen Büchern.
Die Abenteuer des jungen Ragnor entführen Sie auf die ferne Welt des Planeten Makar, der begleitet von zwei Monden, einsam um eine rote Sonne kreist. Auf dieser mittelalterlich geprägten Welt, auf der es nicht nur Menschen gibt, erlebt der junge Mann, dessen Herkunft zunächst im Dunkel liegt, vielfältige Abenteuer. Dabei spielt die Quasar-Magie der Hüter Amas, der Paladine des Lichts, eine zunehmend wichtige Rolle, wobei Ragnor, Stück für Stück, deren Macht zu meistern lernt. Dies ist auch dringend geboten, denn die dämonischen Heerscharen Ximons, des Gottes der Finsternis, lauern bereits an den Portalen des Orcus, begierig in Bälde über die Bewohner Makars herzufallen.
Hast du schon ein neues Buch geplant? Magst du uns schon etwas dazu verraten?
Das aktuelle Buch an dem ich arbeite ist Band 10: „Kampf um Caer“. Dabei geht es um folgendes Ragnor schmiedet aus der Orknation eine schlagkräftige Armee, als er erfährt, dass die Khitarer in den freien Hafenstädten ihre Invasionsarmeen sammeln. Gleichzeitig versucht der König, mit Hilfe von Söldnern aus Gheitan, die Kaarborger Westallianz in die Knie zu zwingen. Als Ragnor mit seiner Orkarmee im Nordosten von Caer landet, überstürzen sich die Ereignisse und der Kampf um Caer beginnt. Nun wird offenbar, wer die wahren Feinde des Königreiches sind. 

Welche Bücher liest du ganz Privat? Welches Buch sollte man auf jeden Fall einmal gelesen haben?
Privat lesen ich gerade die „Uthred Saga“ von Bernard Cornwell, eine historische Romanserie über das England zur Zeit Alfred des Großen. Diese Saga kann ich wirklich sehr empfehlen, da man dort sehr viel über die Menschen an sich lernen kann. Ganz besonders über das segensreiche Wirken der Kirche. Ansonsten lesen ich aus den bereits oben genannten Genres Bücher, so etwa 1 Buch pro Monat.

Hast du das Gefühl, dass dir Rezensionen helfen? Findest du sie sinnvoll?
Man braucht einfach Rezensionen, auch wenn viele „Kommentare“ , z. B. auf Amazon.de, eher Meinungen als Rezensionen darstellen. Echte Rezensionen, im klassischen Sinne, gibt es leider wenig. Deshalb versuche ich, z. B. bei LovelyBooks selber Rezensionen zu verfassen, die hoffentlich dem eigentlichen Anspruch zumindest nahe kommen.

Wie stehst du zu Gewinnspielen? Verlost du auch manchmal eins deiner Bücher?
Habe ich bisher noch nicht gemacht, da ich erst im Februar bei XTME meine erste echte Werbekampagne starte, bei der möglicherweise auch ein Gewinnspiel enthalten sein wird.

Wie gehst du mit negativer Kritik um?
Falls es sich um echte Kritik handelt, aus der ich etwas lernen kann, dann habe ich damit kein Problem. Verrisse mit persönlichen Schmähungen, ohne Substanz, pflege ich zu ignorieren?

Gibt es für dich ein No-Go im Sinne von Büchern oder auch deinen Fans?
Ich verabscheue jede Form von Rassismus, ethischer und religiöser Intoleranz und ausufernder perverser Gewalt, sofern sie nicht der Abschreckung sondern dem Vergnügen dient.

Hast du Tipps für junge Autoren oder die, die es gerne werden möchten?
Geht in die Facebookgruppen, welche sich mit dem Schreiben beschäftigen, z. B. „Autoren stellen Leseproben vor“, bei der ich selber einer der Administratoren bin und lernt! Wichtig dabei, nicht gleich beleidigt sein, falls die Kritik am Anfang etwas harsch ausfällt. Wir versuchen sie immer konstruktiv zu halten.

Was willst du noch unbedingt an deine Leser los werden?
Habt Freude am Lesen!


Ragnor - Am Anfang war Quasarmagie









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