Sonntag, 8. März 2015

[Autoreninterview] Cornelia Zogg


Cornelia Zogg

 

Stell dich doch bitte einmal kurz vor.
Ich bin 29 Jahre alt, lebe in der Nähe von Zürich zusammen
mit drei Katzen und arbeite im "normalen Leben" als Wissenschaftsredaktorin. Mit ca. 14 Jahren habe ich angefangen zu schreiben und seitdem hat sich einiges an Material angesammelt. Dämonenherz hat es dann in einen Verlag geschafft und hier bin ich ;)
 






Was hat dich dazu bewegt, Bücher zu schreiben?
Als Kind war ich immer in der Stadtbibliothek. Mindestens einmal die Woche. Ich hatte irgendwann das ganze Fantasy-Regal durch und dachte so hey, eigentlich hätte ich auch ein paar Geschichten zu erzählen - das kann ich auch. Und so habe ich mich einfach mal aus einer Laune heraus an den PC gesetzt. Heraus kam eine knapp 60-seitige Fantasy-Geschichte. Und so ging es dann weiter.

Wie entwickeln sich deine Ideen zu den Büchern? Wodurch wirst du inspiriert?
Das ist schwer zu sagen. Meistens bin ich irgendwas anderes am tun und plötzlich kommt mir eine Idee. Ich sehe etwas oder jemanden und spinne die Situation dann weiter. Musik eignet sich bei mir ebenfalls sehr gut als Inspirationsquelle. Meistens habe ich dann ein Bild vor Augen und manchmal entwickelt sich dieses Bild weiter zu einer Geschichte oder eben nicht. Das kann man nicht wirklich beeinflussen.
 
Hat sich dein Leben verändert, seitdem du begonnen hast Bücher zu schreiben?
Ja. Definitiv.
 
Hast du zwischendurch auch mal Schreibblockaden? Was machst du dagegen?
Oh ja. Oft sogar. Der schlimmste Feind jedes Autors sind Selbstzweifel. Da kommen dann so Fragen wie: Will das jemand lesen? Schreibst du da nicht einfach nur Schwachsinn? Ist dein Charakter überhaupt ausgereift genug? usw. Da ist es dann schwierig, loszulassen und sich daran zurück zu erinnern, dass man eigentlich für sich selbst schreibt und nicht für ein Publikum. Sobald man sich fragt, ob etwas gut genug ist für den Markt, blockiert das die ganze Kreativität.
 
Gab es irgendwann mal einen Zeitpunkt, an dem du am liebsten alles über Bord geworfen hättest? Was hat dich dazu bewegt weiter zu schreiben?
Das Schreiben wollte ich nie über Bord werfen. Aber meinen Traum, von einem Verlag aufgenommen zu werden. Dieser Gedanke kam oft. Aber das Schreiben selbst ist so tief in mir verankert, dass ich vermutlich gar nicht lebensfähig wäre, ohne meine Ideen nieder zuschreiben. Das Schreiben aufzugeben wäre gleichzusetzen damit, dass ich mir einen Arm oder so abhacke ;)
Erzähl doch mal etwas zu deinem Buch/deinen Büchern.
Also bisher habe ich erst ein Buch veröffentlicht und zwar "Dämonenherz". Es ist ein Fantasy-Roman mit einer Prise Romance drin und handelt von Irial, einer jungen Frau, die auf einen Erzdämon trifft. Sie verliebt sich in ihn und wird dadurch in Quereleien zwischen Himmel und Hölle verwickelt. Im Buch geht es einerseits natürlich um ihre Liebe zu Raciel, dem Dämon, aber schlussendlich auch darum, ihren Platz in der Welt zu finden.
 
Hast du schon ein neues Buch geplant? Magst du uns schon etwas dazu verraten?
Ich habe ein Manuskript soweit fertig und bei mir in der "Schublade". Was ich damit mache, weiss ich ehrlich gesagt noch nicht, aber auf die eine oder andere Weise hoffe ich, dass es den Weg in die Öffentlichkeit schafft ;) Während ich bei "Dämonenherz" auf die christliche Mythologie von Engeln und Dämonen zurückgegriffen habe, konzentriert sich mein anderes Werk auf die irische Mythologie. Das Buch spielt in Irland und handelt von einer jungen Frau, die aus ihrem normalen Leben in Dublin plötzlich in diese Welt hineingezogen wird und sich beweisen muss. Die irische Mythologie liefert da wunderschöne Vorlagen an Göttern und Geistern und natürlich Feen. Es ist noch stärker im Fantasy-Genre als "Dämonenherz" und hat zwar auch eine kleine Liebesgeschichte verpackt, konzentriert sich allerdings nicht in erster Linie darauf. Ich mag es lieber, den Fokus auf die Entwicklung meiner Figuren zu legen, als auf eine bloße Liebesromanze.
Außerdem habe ich noch zwei weitere Manuskripte angefangen. Eines davon basiert auf der japanischen Mythologie und ein weiteres Werk wird in einer komplett von mir erschaffenen Welt spielen.
Du siehst also: Ich bin ziemlich festgefahren im Fantasy-Genre ;)
 
Gibt es für dich ein No-Go im Sinne von Büchern oder auch deinen Fans?
Bis jetzt noch nicht... aber jetzt bringst du mich zum nachdenken *lach*

Hast du Tipps für junge Autoren oder die, die es gerne werden möchten?
Klingt abgedroschen, aber: Nie aufgeben. Ich habe 15 Jahre gebraucht, bis ein Verlag eines meiner Bücher publiziert hat. In diesen 15 Jahren habe ich nie nicht geschrieben. Ausserdem: Kritik ernst nehmen, auch wenn sie weh tut. Es ist nie lustig, aber es ist unglaublich hilfreich. Ich habe damals auf neobooks gestartet und meine Manuskripte dort eingestellt. Das war ab und an ziemlich hart und ich habe oft an meinen Fähigkeiten gezweifelt. Aber wenn man das Ganze etwas setzen lässt und dann versucht auch umzusetzen merkt man, dass das Manuskript tatsächlich sehr davon profitiert und man verbessert sich mit jedem Mal.

Was willst du noch unbedingt an deine Leser los werden?
Danke, dass ihr mein Buch lest :) Es gibt nichts Schöneres, als wenn man sieht, dass das was man geschrieben hat auch wirklich ankommt und den Leuten Freude macht. Darum ein grosses Danke!












 























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