Montag, 22. Dezember 2014

[Rezension] Verloren ohne Dich von Jana Martens

Autor: Jana Martens
Verlag: 
Bookshouse Verlag
Seitanzahl: 293
Genre: Gay-Romance
Erscheinungsdatum: 10.12.2014

              Inhalt               
Lucas wird nach dem tödlichen Autounfall seiner Eltern von der Familie Patton adoptiert, doch Liebe und Anerkennung bleiben für ihn Fremdwörter. Inzwischen ist er achtzehn Jahre alt und wird als kostenlose Arbeitskraft missbraucht. Sein Adoptivvater schlägt ihn grundlos, seine Adoptivmutter schikaniert ihn, wo sie nur kann.
Eines Tages tritt der freche Nachbarssohn Ben in sein Leben und Lucas’ Welt steht plötzlich Kopf. Die beiden werden Freunde und endlich scheint sein trostloses Dasein einen Sinn zu ergeben. Ben zeigt Lucas, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht, vor allem aber, was Freundschaft wirklich bedeutet. Unerwartet spielen ihre Gefühle füreinander verrückt und sie verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Eine zarte und gleichsam leidenschaftliche Liebe entbrennt, doch sie wird durch ein Netz aus Lügen auf eine harte Probe gestellt.

              Die ersten beiden Sätze               
Die Sonne schien. Endlich.

              Informationen               
Aufbau und Schreibstil
Insgesamt hat das Buch 15 Kapitel + einen Epilog. Jedes Kapitel hat seine eigene Überschrift.
Die Autorin hat einen flüssigen und angenehmen Schreibstil.

Spannung
Das Buch hat schon direkt an Spannung für mich gewonnen, da es sich um ein ganz anderes Genre handelt, als ich sonst lese. Und deshalb wollte ich natürlich wissen, wie sich so ein Buch äußert.
Des Weiteren kam es immer wieder zu unvorhersehbaren Begebenheiten und Gewalt und Liebe spielen hier auch eine große Rolle, die sich auf die Spannung auswirken.

Charaktere
Lukas
Lukas ist noch relativ jung, aber so weit ich mich erinnern kann, schon volljährig. Als seine Eltern starben, kam er als Adoptivkind zu der Familie Patton, die ihn allerdings eher als Sklave, als ihr Kind behandeln.

Ben
Er hat wohl genau das gegenteilige Leben von Lukas: Hat viel Geld, ist ein Model, viele Frauen stehen auf ihn, allerdings interessiert ihn letzteres nicht wirklich, auch wenn keiner das weiß.
Außerdem hat er ein großes Herz!

              Meine Meinung               
Diesmal hat mich nicht das Cover angezogen, sondern das Genre. Für mich war es ein ganz neues und damit wurde mein Interesse geweckt. Da es sich hierbei um zwei Männer handelt, finde ich es von der Autorin sehr mutig sich mit solch einem Thema zu befassen und ich finde, dass sie es sehr gut umgesetzt hat.
Wo viele Menschen die Augen verschließen oder es nicht tolerieren, hat sie einen Roman geschrieben, der die Liebe zwischen zweier Männer uns näher bringt.
Auch vom Inhalt wurde ich nicht enttäuscht. Irgendwie war das nicht so die Liebesgeschichte, die man sonst so liest und doch irgendwie schon. Auf Umwegen eben.
Man lernt hier zwei junge Menschen kennen, die eigentlich nicht verschiedener sein können: Der eine unterdrückt und schüchtern, der andere eigenständig und selbstbewusst und doch passen sie zusammen wie der Deckel auf den Topf.
Doch auch hier ist eben der Knackpunkt: Die Gesellschaft sieht die Homosexualität oft nicht als das an, was es eigentlich ist: Genauso normal wie eine Heterobeziehung. Daher können die beiden ihre Liebe nicht offen ausleben.
Das Buch vereint Liebe genauso wie mit der Gewalt, die ausgeübt wird. Beides kombiniert gibt ein wundervolles Buch, welches euch vom Genre her nicht abschrecken sollte!

 Meine Bewertung               
Cover         :  5/5 Sterne
Schreibstil  :  5/5 Sterne
Spannung   : 5/5 Sterne
Charaktere  : 5/5 Sterne
Inhalt          :  5/5 Sterne
Klappentext:  5/5 Sterne  




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