Samstag, 15. November 2014

[Rezension] Geisterkind von Christine Millmann

Titel: Geisterkind
Autor: Chrsitine Millmann
Verlag:
CreateSpace Independent Publishing Platform
Seitanzahl: 480
Erscheinungsdatum: 03.10.3014
Genre: Fantasy

Klappentext
Während eines Schneesturms erblickt Inja das Licht der Welt. Ihre Haut und Haare sind weiß, die Lippen blass und die Augen haben die Farbe von Quellwasser. Die Menschen nennen sie Geisterkind und begegnen ihr mit Misstrauen und Ablehnung. Trost findet sie nur im Wasser, bei den Geschöpfen der Tiefe, zu denen sie von Kindesbeinen an eine seltsame Verbindung verspürt und bei Ban, ihrem einzigen Freund, der als vaterloser Bastard ebenso geächtet wird wie sie.
Als Söldner das Dorf heimsuchen und Injas halbe Familie töten, geben die Menschen ihr die Schuld an dem Geschehen und verkaufen sie an einen grausamen Konvent, der viele Tagesreisen entfernt auf einer einsamen Halbinsel liegt.
Ban schwört, dass er Inja eines Tages befreien wird. An diesem Versprechen hält er fest. Doch die Götter zeigen sich launisch. Bevor er Inja freikaufen kann, wird der Konvent von einer Kriegerhorde überfallen, die sie und andere Mädchen entführen und in ein fernes Land verschleppen.
Inja ist verzweifelt, vor allem als sie erfährt, dass sie mit einem der Krieger vermählt werden soll ...



Die ersten beiden Sätze
"Gut Gretta. Weiter so." Mit gerafften Röcken kniete Umma zwischen den gespreizten Schenkeln der Gebärenden, die Hände griffbereit, damit sie den Säugling fassen und ihm hinaushelfen konnte.


Information
Aufbau und Schreibstil
Insgesamt besteht das Buch aus 37 Kapitel, wobei sich der Schauplatz und die Charaktere zwischendurch immer wieder ändern.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und leicht verständlich.

Spannung
Zum größten Teil war das Buch spannend, da vor allem, wie oben schon benannt, öfters der Schauplatz und die Charaktere wechselten.
Zwischendurch gab es mal Passagen, die sich etwas gezogen hatten, wobei das nicht weiter schlimm war.

Charaktere
Inja
Inja ist unsere Protagonistin, welche als Geisterkind bzw. als Feenfrau benannt wird, da ihre Haut und ihre Haare weiß wie Schnee sind.
Nach dem sie ihre Eltern verloren hat, werden sie und ihr Geschwister auseinander gerissen. Ab dieser Zeit beginnt das richtig harte Leben für Inja...

Ban
Ban ist Injas Jugendfreu. Wie auch Inja muss er mit den Vorurteilen und der Abgrenzungen der Dorfleute leben, da er als unehelicher Junge auf die Welt kam.
Als Inja verkauft wird, tut er alle dafür um sie zurück zu holen.

Turay-Ra
Turay gehört den Katurokriegern an. Durch einen Überfall lernt er Inja kennen und wird schon bald ihr Mann, auch wenn die Liebe anfangs nicht unbedingt vorhanden ist.

Aberlin
Er ist der älteste Bruder von Inja und durch den Zauber von Skégolla, einer Zauberin aus der Schattenwelt, wird sein Wesen verändert und er neigt zu grausamen Taten.

Meine Meinung
Das Cover und der Klappentext hatten mich direkt in ihren Bann gezogen. Die Geschichte hatte sich nach etwas ganz anderem gehört. Nach etwas, was ich bisher noch nicht gelesen hatte. In der Hinsicht wurde ich auch nicht enttäuscht.
Die Autorin hatte schöne neue Ideen, die sie in die Geschichte mit einfließen lies.
Der Leser wird erst einmal langsam in die Geschichte hineingeführt. Ihm werden ein paar der Charaktere vorgestellt und vor allem Inja steht direkt im Fokus.
Wo die ersten Seiten harmlos anfangen, musste ich bald feststellen, dass das Buch auch viele düstere Begebenheiten offenbart und auch viele blutigen Schlachten von statten gehen.
Die Spannung war größten Teils gegeben. An ein paar Stellen hatte sie sich allerdings gezogen, da es ein paar Mal zu viel in die länge gezogen wurde. Jedoch fand ich das nicht weiter schlimm.
Mich hatte noch ein wenig gestört, dass einfach wahnsinnig viele Charaktere darin vor kamen. Deshalb hatte ich mir auch oben nur ein paar wenig hinausgepickt, die mir sehr wichtig vor kamen. Allerdings kamen viele viele mehr vor, die sehr interessant waren. Leider wusste man auch am Ende nicht, was aus so manchen von ihnen geworden ist, da sich der Weg zwischen ihnen und Inja irgendwann verlief. Die Autorin sagte dazu: "Wäre ich auf jeden Nebencharakter eingegangen, wäre der Roman nochmal dicker geworden". Ich glaub ich hätte lieber noch ein paar mehr Seiten gelesen. ;)
Zum Teil waren mir auch zu viele "Vergewaltigungen" in dem Buch. Die Söldner und Krieger haben sich doch relativ häufig an den Mädchen und Frauen vergriffen. Wobei ich allerdings auch denke, dass dies früher oft der Fall war und somit passt es auch wieder in das Buch. Aber traurig war es schon, so etwas grausames zu lesen.
Im Großen und Ganzen finde ich das Buch sehr gelungen und ich kann es nur empfehlen. Trotz der paar Schwächen kann ich ohne zögern 4 Sterne geben!

Meine Bewertung
Cover         :  5/5 Sterne
Schreibstil  :  5/5 Sterne
Spannung   : 4/5 Sterne
Humor        :  3/5 Sterne
Charaktere  : 4/5 Sterne
Inhalt          :  4/5 Sterne
Klappentext:  5/5 Sterne


 





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