Freitag, 26. September 2014

[Rezension] Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Wir Kinder vom Bahnhof Zoo - Christiane F., Kai Hermann, Horst RieckDetails
Autor: Christiane F.
Verlag:
Carlsen
Seitanzahl: 324
Erscheinungsdatum: 01.01.1979
Genre: Biographie, Drama


Klappentext
Im Alter von zwölf Jahren kommt Christiane F. in einem Jugendheim zum Haschisch, kurz darauf in einer Diskothek zum Heroin. Sie wird süchtig, geht vormittags zur Schule und nachmittags mit ihren ebenfalls heroinabhängigen Freunden auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo. Die Berlinerin Christiane F. erzählt mit minuziösem Erinnerungsvermögen und rückhaltloser Offenheit ihre traurige Geschichte. Ein Buch, das in den 70er Jahren Deutschland erschütterte - und bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat.

Der erste Satz
Was dieses Buch an Enthüllungen über ein vom öffentlichen Bewußtsein verdrängtes Elend innerhalb unserer Gesellschaft liefert, erscheint mir wichtiger als zahlreiche einschlägige Analysen sozialwissenschaftlicher Experten.


Video




Meine Meinung
Schreibstil & Aufbau
Das meiste im Buch wird von Christiane F. selbst geschildert. Zwischendurch gibt es dann Stellen, wo ihre Mutter oder auch die Polizei etwas zu Christianes Situation schildert.
Der Schreibstil ist sehr locker und offen. Sie verwendet immer wieder Wortlaute, die ihre Lockerheit gegenüber anderen darstellt und generell einfach, wie sie geredet hatte.


Charakter
Christiane wurde am 20. Mai 1962 in Hamburg geboren. Dort lebte sie eine Zeitlang mit ihrer Mutter, ihrem Vater und ihrer ein Jahr jüngeren Schwester. Mit sechs Jahren entschieden sich ihre Eltern nach Gropiusstadt (Berlin) umzuziehen, da sie sich dort ein besseres Leben erhofften. Aber genau dort fing auch der Albtraum um Christiane an. Ihr Vater schlägt sie öfters. Irgendwann mit 12 kam sie dann an die falschen Leute und begann Drogen zu nehmen bis sie zur Fixerin wurde...


Mein Fazit
Ich hatte schon einiges über das Buch gehört, wollte es aber selbst noch einmal gerne lesen.
Erst einmal muss ich dazu sagen, dass man auf jeden Fall starke Nerven braucht. Was hier beschrieben wird, ist nichts, was an einem spurlos vorbei geht.
Außerdem finde ich es sehr mutig mit so einer traurigen und "krassen" Vergangenheit an die Öffentlichkeit zu gehen.
Auch wenn das Buch schon ein paar Jahre alt ist, glaube ich das vieles was darin beschrieben ist ,leider auch heute noch Realität ist.
Viele haben davon gehört, aber auch für viele ist das Thema "Sucht" nicht sonderlich greifbar. Der Weg eines Süchtigen wieder ins normale Leben geht leider nicht von heute auf morgen...
Das Buch ist auf jeden Fall ein Muss!


Meine Bewertung
Cover         :  3/5 Sterne
Schreibstil  :  5/5 Sterne
Spannung   :  4/5 Sterne
Humor        :  2/5 Sterne
Charaktere  :  4/5 Sterne
Inhalt          :  5/5 Sterne
Klappentext:  5/5 Sterne


 





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