Samstag, 9. August 2014

[Rezension] Monsieur Blake und der Zauber der Liebe von Gilles Lagardinier

Details
Autor: Gilles Legardinier
Verlag: 
Goldmann
Seitanzahl: 410
ISBN  : 978-3-442-48976-0
Erscheinungsdatum: 21.07.2014
Genre: Roman



Klappentext
Andrew Blake, erfolgreicher Geschäftsmann aus London, hat den Tod seiner geliebten Frau Diane nicht überwunden. Er braucht dringend eine Veränderung. Und so lässt er sein altes Leben hinter sich und nimmt in einem Herrenhaus in Frankreich inkognito eine Stelle als Butler an. Dort arbeiten mit ihm: die feldwebelhafte Köchin Odile, der exzentrische Gärtner Phillipe und das junge Hausmädchen Manon. Bald schon bringt Andrew die entfremdeten Bewohner des Hauses durch seine weise, humorvolle Art einander näher. Und wer weiß, vielleicht erlebt auch er selbst noch einmal den Zauber der Liebe?



Die ersten zwei Sätze
Die Nacht war recht kühl. Mitten in London, unter dem Glasdach des Hotels Savoy, lief ein älterer Herr im Smoking nervös auf und ab und blickte wiederholt auf das Display seines Handys.



Das Cover
Auf dem Cover sieht man eine Dame (ohne Kopf) in einem türkisen Kleid mit pinker Strumpfhose und schwarzen Schuhen.
In der Hand hält sie einen Vogelkäfig fest, in dem ein Wellensittich sitzt und darauf ein Plastikimitat.


Meine Meinung
Spannung
Ich finde, dass vor allem Spannung gehalten wurde, durch die kurzen Kapitel. Kaum ein Kapitel hatte mal 10 Seiten. Nachdem eins zu Ende war, wurde nicht immer am selben Ort oder der selben Zeit weiter berichtet, sondern man befindet sich meistens an einem anderen Ort. Dadurch wusste ich nie genau, was als nächstes passiert und manchmal hat es geendet, als etwas wichtiges passiert ist, man aber nicht so genau wusste, was es genau ist bzw. es erst später weitergeführt wurde.



Charaktere
Andrew Blake:
Andrew ist der Protagonist, der uns komplett durch das ganze Buch begleitet. Er ist der Geschäftsmann, der einen Job als Butler annimmt.
Er ist 66 Jahre alt und sehr "weise". Er hat immer einen guten Rat auf Lager und ist um keinen guten Spruch verlegen.
Vor ein paar Jahren hatte er seine geliebte Ehefrau verloren und auch der Kontakt zu seiner einzigen Tochter ist sehr brüchig.
Mit seiner liebevollen und gutherzigen Art, beginnt er das Leben, der Hausbewohner auf den Kopf zu stellen...


Odile:
Sie ist die Köchin des Hauses. Am Anfang wirkt sie sehr dominant, da sie nicht möchte, dass jemandes Neues in ihr Territorium eintritt. Im Laufe des Buches kommt jedoch ihre herzliche Art heraus. Normalerweise verlässt sie das Haus seit Jahren nicht mehr, außer sie muss zum Gemüsegarten, da sie eine große Mäuse- und Spinnenphobie hat.


Manon:
Sie ist eine ca. Ende Zwanzig Jahre junge Dame. Sie ist die Haushälterin des Hause und kommt nur, tagsüber in das Haus. Sie hat eine liebe und herzliche Art an sich, wenn auch sehr verschlossen.


Phillipe:
Phillipe ist der Gutsherr und Gärtner des Hauses. Jedoch wohnt er nicht mit in dem Haus, sondern hat eine eigene Hütte am Rande des Waldes. Er ist somit eigentlich das Gegenteil von Odile. Wo sie das Haus fast nie verlässt, betritt er das Haus so gut wie nie, außer es wird von ihm gefordert.


Madame Beauvillier:
Sie ist eine ältere Frau und die Hausherrin. Eigentlich sieht man sie am Anfang des Buches gar nicht, da sie sich nachdem Tod ihres Mannes sehr zurückgezogen hatte und kaum ihr Zimmer verlässt. Durch falsche Freunde und Geldsorgen, zieht sie sich immer mehr zurück...


Schreibstil
Das Buch ist aus der Perspektiveraller geschrieben. Jedoch bekommt man meistens die Gefühle von Andrew zu Gesicht.
Die Schreibweise ist flüssig und leicht zu lesen. An manchen Stellen musste ich zwischendurch Mal etwas nachschlagen, da ich das französische Wort nicht verstanden habe oder es mir generell unbekannt war. Aber das kam nicht oft vor.


Mein Fazit
Am Anfang war ich ja sehr skeptisch. Eigentlich lese ich ja lieber Fantasy-Bücher.
Aber der Klappentext hatte mich neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht.
Das Buch war vom Anfang bis zum Ende sehr schön geschrieben und an so mancher Stelle hatte ich so manche Träne verdrückt.
Das Buch lebt von seinen lieben Charakteren, die alle sehr unterschiedlich sind.
Es regt vor allem auch sehr zum nachdenken an, da Andrew einem die Chance dazu gibt. Oft erzählt er von Vergangenem und auch traurigem und gibt Lebensratschläge, die auch für uns sehr wichtig sind.
Ich finde das Buch echt toll und kann es nur weiterempfehlen.
















 









 

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